Christina Kettering studierte Prosa und Dramatik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Anschließend arbeitete sie als Dramaturgin, organisierte Lesungen, Veranstaltungen und Performances für den öffentlichen Raum. Sie entwickelte u. a. gemeinsam mit Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft biografische Theaterprojekte. Christina Kettering lebt heute in Berlin, wo sie als freie Autorin tätig ist und kulturelle Programme an der Schnittstelle von Kunst, Geschichte und Erinnerungspolitik erarbeitet, u.a. für das Institut für Neue soziale Plastik. Für das Europäische Zentrum der Künste Hellerau kuratierte sie die Ausstellung „Jüdische Ossis IV“, die noch bis Oktober 2026 zu sehen ist.
2018 erhielt sie den Niederländisch-deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis für KEINE LIEDER. Mit SCHWARZE SCHWÄNE gewann sie 2019 den 1. Preis beim Heilbronner Dramenwettbewerb im Rahmen des „Science & Theatre“-Festivals Heilbronn. Mittlerweile wurde dieses Stück über ein Dutzend Mal inszeniert, darunter am Volkstheater Wien, in Montreal und London.
Zwei ihrer Kinderstücke wurden für den Mülheimer KinderStückePreis nominiert, darunter TIME OUT (2021). Zuletzt wurde ihr Stück GLANZ am Stadttheater Bremerhaven sowie das Libretto ECHTZEITGEFÜHL an der Deutschen Oper am Rhein uraufgeführt.