Ritter Eisenfraß

von Jacques Offenbach (Komposition) / Wiebke Hetmanek (Libretto) / Johann Casimir Eule (Libretto)

Bearbeitet von Samuel Bächli

Kinderoper nach Motiven aus Jacques Offenbachs „Croquefer“ / Musik von Jacques Offenbach / Bearbeitung für Kammerorchester von Samuel Bächli
1 D
4 H
Ab 5 Jahren
4 Herren (2xTenor, Bariton, Bass) 1 Dame (Sopran)

Wie schön wäre es, gemeinsam mit dem Nachbarn, dem ehrenwerten Sigmund Sigismund derer von Schlagetot, vor dem Kamin zu sitzen und ein wenig zu plaudern - denkt sich der Ritter Egbert Reckenwerth von und zu Eisenfraß. Doch daraus wird wohl nichts, denn seine Familie liegt mit den Schlagetots seit hunderten von Jahren im Streit. Daran wird Eisenfraß immer wieder von seinem Knappen Karl erinnert, der unbedingt seine so eben fertiggestellte Grusel-Graus-und-Schreckmaschine an den verfeindeten Schlagetots ausprobieren will. Um den etwas eingeschlafenen Nachbarschaftszwist ein wenig anzuheizen, hat Karl klammheimlich Schlagetots Tochter Schwertleite entführt und in den Kerker gesperrt - sehr zum Unwillen des Hausherrn, der darin einen unverzeihlichen Verstoß gegen die Ritterlichkeit sieht. Jacques, der Neffe von Ritter Eisenfraß, ist dagegen entzückt und verliebt sich sofort in das resolute Burgfräulein - wenn es auch nicht ganz seinen ritterromantischen Vorstellungen entspricht. Als nun Schlagetot plangemäß in die Burg stürmt und Ritter Eisenfraß wegen der Entführung seiner Tochter zum Duell herausfordert, setzen die beiden jungen Leute alles daran, ein blutiges Ende des Streites zu verhindern. Doch sie haben weder mit der Starrköpfigkeit der alten Herren gerechnet, die sich in ihrer altertümlichen Auffassung von Ritterlichkeit ziemlich einig sind, noch mit der Unberechenbarkeit der Grusel- Graus-und-Schreck-Maschine. Zum Glück gibt es ja noch Gregor, das Burggespenst, das rechtzeitig zum Duell aus dem Verlies kommt.