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Michail Petrowitsch Arzybaschew

geboren 1878 und gestorben 1927. Arzybaschew begann seinen Weg nach einem misslungenen Selbstmordversuch im sechzehnten Lebensjahr und wurde bildender Künstler und Schriftsteller in der Tradition Dostojewskis. Mit dem Roman »Sanin« (1907) schrieb er das meistgelesene und -diskutierte Buch seiner Zeit. Die Publikation des Romans wurde in Russland und vielen anderen Ländern mit Skandalen, Prozessen und Verboten überzogen. Neben weiteren Romanen, Erzählungen und philosophischen Texten verfasste Arzybaschew in den 1910-er Jahren auch Dramen, mit deren radikalen Fragestellungen er in einen Diskurs mit seinen Kollegen, wie Leonid Andrejew und Maxim Gorki, trat. Hunderte von Malen aufgeführt und bereits vor der Revolution erfolgreich verfilmt, mutierten sie zu wichtigen Repertoirestücken russischer und europäischer Bühnen. 1923 emigrierte er nach Polen, wo er zu einem der bedeutendsten Publizisten des russischen Exils avancierte, insbesondere bekannt für seine unerbittliche Polemik gegen die Bolschewiken. Er starb in Warschau 1927. Sein Kampf für die Befreiung des Individuums aus den Banden der Religion, der Politik, der Moral und des Konsums sowie seine Ablehnung des egalitären Kommunismus  führten dazu, dass er in der Sowjetunion als »Pornograph« und »Dekadenzler« gebrandmarkt und bis zur Perestroika nicht mehr nachgedruckt wurde.

Selbst Leo Tolstoi, der Arzybaschews Ideen nicht teilte, musste feststellen: »Er ist auf jeden Fall ein höchst begnadeter und sehr eigenständig denkender Mensch«.

 

© Ivanoskaya St. Petersburg

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---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----
Nachname Arzybaschew
Vorname Michail Petrowitsch
Pseudonym
URL part michail-petrowitsch-arzybaschew
Biografie <p>geboren 1878 und gestorben 1927. Arzybaschew begann seinen Weg nach einem misslungenen Selbstmordversuch im sechzehnten Lebensjahr und wurde bildender Künstler und Schriftsteller in der Tradition Dostojewskis. Mit dem Roman »Sanin« (1907) schrieb er das meistgelesene und -diskutierte Buch seiner Zeit. Die Publikation des Romans wurde in Russland und vielen anderen Ländern mit Skandalen, Prozessen und Verboten überzogen. Neben weiteren Romanen, Erzählungen und philosophischen Texten verfasste Arzybaschew in den 1910-er Jahren auch Dramen, mit deren radikalen Fragestellungen er in einen Diskurs mit seinen Kollegen, wie Leonid Andrejew und Maxim Gorki, trat. Hunderte von Malen aufgeführt und bereits vor der Revolution erfolgreich verfilmt, mutierten sie zu wichtigen Repertoirestücken russischer und europäischer Bühnen. 1923 emigrierte er nach Polen, wo er zu einem der bedeutendsten Publizisten des russischen Exils avancierte, insbesondere bekannt für seine unerbittliche Polemik gegen die Bolschewiken. Er starb in Warschau 1927. Sein Kampf für die Befreiung des Individuums aus den Banden der Religion, der Politik, der Moral und des Konsums sowie seine Ablehnung des egalitären Kommunismus&nbsp; führten dazu, dass er in der Sowjetunion als »Pornograph« und »Dekadenzler« gebrandmarkt und bis zur Perestroika nicht mehr nachgedruckt wurde.</p> <p>Selbst Leo Tolstoi, der Arzybaschews Ideen nicht teilte, musste feststellen: »Er ist auf jeden Fall ein höchst begnadeter und sehr eigenständig denkender Mensch«.</p>
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