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Abu dhabi oder Der erste apokalyptische Tag


Ralf-G. Krolkiewicz

Schauspiel


5 D | 5 H

Der 11. September 2001 in New York – Menschen fliehen vor dem Grauen, vor der Katastrophe und können sich ihr dennoch nicht entziehen. Leah rennt panisch mit ihrer Katze auf die Straße, weg vor dem „stockwerkstürzenden Glasfassadentod“ hin zur anderen Seite der Stadt, wo der Schrecken noch weit weg zu sein scheint. In einem Cafe trifft sie auf andere Gestrandete, die jedoch mehr ihrem persönlichen, privaten Terror entflohen sind: auf eine Alte, deren Katze entlaufen ist; auf einen Herrn aus Österreich, der seine Familie in einem Flugzeug nach Wien wähnt, seine Katze hört auf den Namen „abu dhabi“ („keine ahnung warum“), sie trifft auf Susan, die Leah ihren Vogelkäfig überlässt und auf ein Brautpaar, das sich kurz vor der Hochzeit trennt …

Leah möchte wieder zurück in ihre Wohnung und wird von der Polizei gewaltsam aufgehalten: Sperrgebiet! Sie kommt aufs Revier und wird verhört: “was wollten sie im arabischen teil jerusalems“? Der Terrorismus in New York verknüpft sich mit dem Terror in den arabischen Staaten. Hat sich Leah mit einem Araber, einem Terroristen eingelassen? Und die Braut hat einen Vater, der von ihrem Ex-Bräutigam verhört wird: das erträgt sie nicht und erschießt sich.

Krolkiewicz hat ein Panoptikum geschriben: Figuren, die vom Terror infiziert sind, dem politischen und dem persönlichen. Der Terror in uns befindet sich mit dem Terror draußen auf den Straßen. Leah ist dem Tod durch die Terroristen entgangen, nicht jedoch den Folgen des Anschlags: Verdächtigung, Vorverurteilung, Stigmatisierung des Fremden.

Nominiert für den Augsburger „stuecke.wettbewerb 07“, Werkstattinszenierung, Juni 2007

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Relation zum Titel Abu dhabi oder Der erste apokalyptische Tag
URL part abu-dhabi-oder-der-erste-apokalyptische-tag
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 5
Herren 5
Ergaenzung
Anmerkungen Nominiert für den Augsburger „stuecke.wettbewerb 07“, Werkstattinszenierung, Juni 2007
Einleitung Der 11. September 2001 in New York – Menschen fliehen vor dem Grauen, vor der Katastrophe und können sich ihr dennoch nicht entziehen. Leah rennt panisch mit ihrer Katze auf die Straße, weg vor dem „stockwerkstürzenden Glasfassadentod“ hin zur anderen Seite der Stadt, wo der Schrecken noch weit weg zu sein scheint. In einem Cafe trifft sie auf andere Gestrandete, die jedoch mehr ihrem persönlichen, privaten Terror entflohen sind: auf eine Alte, deren Katze entlaufen ist; auf einen Herrn aus Österreich, der seine Familie in einem Flugzeug nach Wien wähnt, seine Katze hört auf den Namen „abu dhabi“ („keine ahnung warum“), sie trifft auf Susan, die Leah ihren Vogelkäfig überlässt und auf ein Brautpaar, das sich kurz vor der Hochzeit trennt …
Haupttext Leah möchte wieder zurück in ihre Wohnung und wird von der Polizei gewaltsam aufgehalten: Sperrgebiet! Sie kommt aufs Revier und wird verhört: “was wollten sie im arabischen teil jerusalems“? Der Terrorismus in New York verknüpft sich mit dem Terror in den arabischen Staaten. Hat sich Leah mit einem Araber, einem Terroristen eingelassen? Und die Braut hat einen Vater, der von ihrem Ex-Bräutigam verhört wird: das erträgt sie nicht und erschießt sich.<br /><br />Krolkiewicz hat ein Panoptikum geschriben: Figuren, die vom Terror infiziert sind, dem politischen und dem persönlichen. Der Terror in uns befindet sich mit dem Terror draußen auf den Straßen. Leah ist dem Tod durch die Terroristen entgangen, nicht jedoch den Folgen des Anschlags: Verdächtigung, Vorverurteilung, Stigmatisierung des Fremden.
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