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als wir schrien oder die gladow bande gangster leben wahrheitsgetreu erzählt von herrn diamanten sohni papke


Armin Petras, Rebecca Lang

Mitarbeit: Rebecca Lang


2 D | 6 H

Berlin, die Stunde Null. Der siebzehnjährige Werner Gladow schart eine Gruppe Jugendlicher um sich - Schwarzmarkthändler, Taugenichtse, Boxer. Inspiriert durch die Gangsterfilme der zwanziger und dreißiger Jahre will er seinem großen Vorbild Al Capone folgen und, ausstaffiert mit weißen Krawatten und bewaffnet bis an die Zähne, das Nachkriegsberlin zu einem zweiten Chicago machen.

Von der Bevölkerung zuerst vorsichtig bewundert, später gehasst, und vom Scharfrichter Voelpel mit Informationen unterstützt, raubt und mordet sich die Bande durch das gesellschaftliche und reale Trümmerfeld, das Berlin in den späten Vierzigerjahren ist. Die Sektorengrenzen, eingerichtet von sich zerstreitenden Siegermächten - ein gefundenes Fressen für Kriminelle, die von Ost- nach Westberlin und umgekehrt fliehen können, ohne dass die jeweilige Staatsgewalt ihnen folgen darf. Doch Werner Gladow fällt seinem Größenwahn zum Opfer: 1950 wird er gefasst und dank eines Gesetzes aus der Nazizeit mit dem Fallbeil hingerichtet.

Armin Petras hat aus dem historischen Stoff eines der bekanntesten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte eine wahre Tour de Force gemacht, mit einem desillusionierten und dennoch unangepasst gebliebenen Bandenmitglied, das durch den Abend führt. Dafür findet Petras eine eigene Kunstsprache, die das Schnoddrig-Berlinerische aufgreift, verfremdet, teilweise poetisiert.

UA Maxim Gorki Theater Berlin, 16.03.2013

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Relation zum Titel als wir schrien oder die gladow bande gangster leben wahrheitsgetreu erzählt von herrn diamanten sohni papke
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Subtitel
Originaltitel
Coautoren Mitarbeit: Rebecca Lang
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 2
Herren 6
Ergaenzung
Anmerkungen UA Maxim Gorki Theater Berlin, 16.03.2013
Einleitung Berlin, die Stunde Null. Der siebzehnjährige Werner Gladow schart eine Gruppe Jugendlicher um sich - Schwarzmarkthändler, Taugenichtse, Boxer. Inspiriert durch die Gangsterfilme der zwanziger und dreißiger Jahre will er seinem großen Vorbild Al Capone folgen und, ausstaffiert mit weißen Krawatten und bewaffnet bis an die Zähne, das Nachkriegsberlin zu einem zweiten Chicago machen.
Haupttext <p>Von der Bevölkerung zuerst vorsichtig bewundert, später gehasst, und vom Scharfrichter Voelpel mit Informationen unterstützt, raubt und mordet sich die Bande durch das gesellschaftliche und reale Trümmerfeld, das Berlin in den späten Vierzigerjahren ist. Die Sektorengrenzen, eingerichtet von sich zerstreitenden Siegermächten - ein gefundenes Fressen für Kriminelle, die von Ost- nach Westberlin und umgekehrt fliehen können, ohne dass die jeweilige Staatsgewalt ihnen folgen darf. Doch Werner Gladow fällt seinem Größenwahn zum Opfer: 1950 wird er gefasst und dank eines Gesetzes aus der Nazizeit mit dem Fallbeil hingerichtet.</p><p>Armin Petras hat aus dem historischen Stoff eines der bekanntesten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte eine wahre Tour de Force gemacht, mit einem desillusionierten und dennoch unangepasst gebliebenen Bandenmitglied, das durch den Abend führt. Dafür findet Petras eine eigene Kunstsprache, die das Schnoddrig-Berlinerische aufgreift, verfremdet, teilweise poetisiert. </p>
Bild
Bildunterschrift
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Fotos Copyright © Bettina Stöß
Kritiken - Texte <p>&quot;Die Anekdoten um jene Bande, die als 'Weiße Krawatten' bekannt wurde, lässt er aus langen, retrospektiven Erzählpassagen vom Gladow-Kumpanen Sohni aufploppen - die Milan Peschel, der Berliner Schnauze vom Dienst, auf den Leib geschrieben scheinen. Auch diesmal ist es wieder ein Großvergnügen, wie der begnadete Schnoddrigkeitsexperte in Sonnenbrille und Prolo-Hemd den Unterkiefer vorschiebt und sich unbekümmert durch den Abend nuschelt.&quot; (Anne Peter auf nachtkritik.de, 15.03.2013)</p><p>&quot;Die Gladow-Bande ist historisch ein Fund, ein Schmelztiegel politischer und persönlicher Widersprüche, und Jan Bosse spitzt das zum großen Projektionstheater zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu. [...] Die Kraft des Abends bergen die Spieler.&quot; (Doris Meierhenrich in der Berliner Zeitung, 18.03.2013)</p><p>Jan Bosse &quot;kann sich bei all dem vor allem auf das extrem spielfreudige Ensemble um den wirklich mitreißenden Entertainer Milan Peschel verlassen.&quot; (Michel Laages in der Sendung &quot;Kultur heute&quot; im Deutschlandfunk, 16.03.2013)</p>
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Petras_Gladow-Bande_DruckfassgTG_020513.pdf
Alphabetischer Titel Gladow-Bande
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