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Das Phönix-Projekt oder Peter und der Angler


Michael Ehnert

Schauspiel


3 D | 6 H

Totales Wahldesaster im Nordland! - Alle Parteien bleiben bei der Wahl zum Nationalparlament unter 5%. Nur die rechtsgerichtete NATIONALE IDEE, ein Sammelbecken frustrierter Haider-Klone, kann sich mit 5,7% gerade noch retten und muß die Regierung stellen.

Aus der Perspektive einer klassischen „Was wäre, wenn”-Frage beginnt das Stück „Das Phönix-Projekt oder Peter und die Angler” in der nahen Zukunft, in der Parteizentrale der „Nationalen Idee”. Hier sammeln sich die, die genug haben vom Verfall der mühsam aufgebauten Gesellschaft, die bereit sind die Ärmel hochzukrempeln und notfalls auch Opfer zu bringen, um das Volk aus der tiefen Sinnkrise zu führen.
Hatte die „Nationale Idee“ als Sammelbecken der Protestwähler bisher nur die Aufgabe, zu beschimpfen, zu diskreditieren und in möglichst peppigen Formulierungen herumzumaulen, benötigt sie jetzt dringend ein Regierungsprogramm.
Und um schnell ein eigenes Profil entwickeln und sich von der politischen Konkurrenz absetzen zu können, benötigt man natürlich zuallererst einmal ein Feindbild.

Schließlich einigt man sich auf Angler. Von denen gibt es nicht zu viele und nicht zu wenige und es gibt sie als Sport- oder Freizeitangler einzeln zum Lynchen oder hordenweise organisiert im Hochseefischereiverband zum Boykottieren. Zweifellos ein Geniestreich.

Und trotz der furchtbaren Entbehrungen, die der totale Boykott von Fischstäbchen mit sich bringt, verhält sich das Volk ruhig.
Nur eine kleine Truppe von unbeugsamen Nörglern, angeführt vom linken Revolutionstheoretiker Peter, dem es natürlich zuwider ist, genauso wie der komplexbeladene Regierungschef zu heißen, will sich dem verhassten System nicht länger beugen. Aber schon ihre erste revolutionäre Tat misslingt gründlich: Bei einem Überfall auf ein Waffendepot der Armee werden sie verhaftet und in einem gigantischen Schauprozess verurteilt. Da aber Todesurteile aus ihnen nur Märtyrer machen würden, die Nachahmer auf den Plan rufen könnten, die vielleicht größeren Schaden anrichten, entschließt man sich, die Gefangenen mit einem Space-Shuttle in Raum und Zeit zu katapultieren.

Nach einem Blitzkrieg in Nordland und gigantischen Befreiungsschlachten auf fremden Planeten kommt es in der Parteizentrale der „Nationalen Idee“
zu einem Showdown, der wohl das Spannendste und Anrührendste sein dürfte, was Mrozek niemals bei Shakespeare abgeschrieben hat...

„Mit der Politfarce DAS PHÖNIX-PROJEKT ODER PETER UND DIE ANGLER malt Ehnert ein Zukunfts-Szenario aus, das an Bertold Brechts „Aufstieg und Fall des Arturo Ui“ erinnert. Ein intergalaktischer Spaß“
(DIE WELT)

„Rechtsradikale Hanswurste, flugs herbeieilende UFOs und eine Schar von Trotteln, die sich als Rebellen missverstehen. Das ganze hört sich genauso an, wie es auch sein soll: Total absurd!
(Hamburger Morgenpost)






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Relation zum Titel Das Phönix-Projekt oder Peter und der Angler
URL part das-phoenix-projekt-oder-peter-und-der-angler
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 3
Herren 6
Ergaenzung
Anmerkungen
Einleitung Totales Wahldesaster im Nordland! - Alle Parteien bleiben bei der Wahl zum Nationalparlament unter 5%. Nur die rechtsgerichtete NATIONALE IDEE, ein Sammelbecken frustrierter Haider-Klone, kann sich mit 5,7% gerade noch retten und muß die Regierung stellen.
Haupttext Aus der Perspektive einer klassischen „Was wäre, wenn”-Frage beginnt das Stück „Das Phönix-Projekt oder Peter und die Angler” in der nahen Zukunft, in der Parteizentrale der „Nationalen Idee”. Hier sammeln sich die, die genug haben vom Verfall der mühsam aufgebauten Gesellschaft, die bereit sind die Ärmel hochzukrempeln und notfalls auch Opfer zu bringen, um das Volk aus der tiefen Sinnkrise zu führen.<br>Hatte die „Nationale Idee“ als Sammelbecken der Protestwähler bisher nur die Aufgabe, zu beschimpfen, zu diskreditieren und in möglichst peppigen Formulierungen herumzumaulen, benötigt sie jetzt dringend ein Regierungsprogramm.<br>Und um schnell ein eigenes Profil entwickeln und sich von der politischen Konkurrenz absetzen zu können, benötigt man natürlich zuallererst einmal ein Feindbild. <br><br>Schließlich einigt man sich auf Angler. Von denen gibt es nicht zu viele und nicht zu wenige und es gibt sie als Sport- oder Freizeitangler einzeln zum Lynchen oder hordenweise organisiert im Hochseefischereiverband zum Boykottieren. Zweifellos ein Geniestreich. <br><br>Und trotz der furchtbaren Entbehrungen, die der totale Boykott von Fischstäbchen mit sich bringt, verhält sich das Volk ruhig.<br>Nur eine kleine Truppe von unbeugsamen Nörglern, angeführt vom linken Revolutionstheoretiker Peter, dem es natürlich zuwider ist, genauso wie der komplexbeladene Regierungschef zu heißen, will sich dem verhassten System nicht länger beugen. Aber schon ihre erste revolutionäre Tat misslingt gründlich: Bei einem Überfall auf ein Waffendepot der Armee werden sie verhaftet und in einem gigantischen Schauprozess verurteilt. Da aber Todesurteile aus ihnen nur Märtyrer machen würden, die Nachahmer auf den Plan rufen könnten, die vielleicht größeren Schaden anrichten, entschließt man sich, die Gefangenen mit einem Space-Shuttle in Raum und Zeit zu katapultieren. <br><br>Nach einem Blitzkrieg in Nordland und gigantischen Befreiungsschlachten auf fremden Planeten kommt es in der Parteizentrale der „Nationalen Idee“ <br>zu einem Showdown, der wohl das Spannendste und Anrührendste sein dürfte, was Mrozek niemals bei Shakespeare abgeschrieben hat... <br><br>„Mit der Politfarce DAS PHÖNIX-PROJEKT ODER PETER UND DIE ANGLER malt Ehnert ein Zukunfts-Szenario aus, das an Bertold Brechts „Aufstieg und Fall des Arturo Ui“ erinnert. Ein intergalaktischer Spaß“<br>(DIE WELT)<br><br>„Rechtsradikale Hanswurste, flugs herbeieilende UFOs und eine Schar von Trotteln, die sich als Rebellen missverstehen. Das ganze hört sich genauso an, wie es auch sein soll: Total absurd!<br>(Hamburger Morgenpost)<br><br><br><br><br><br><br>
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