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Die Kindermörderin

Lust- und Trauerspiel nach Heinrich Leopold Wagner


Peter Hacks


9 D | 10 H
Stat.

Die Tragödie erzählt von der Hauptfigur Evchen. Sie will aufgrund des Drucks ihrer Umwelt den gesellschaftlichen Normen entsprechen und verhält sich zunächst so, wie es alle von ihr erwarten. Als Evchen ungewollt und unehelich schwanger wird und der Vater des Kindes ihr nicht zur Seite steht, tötet sie ihr Kind. Im 18. Jahrhundert war die Kindtötung infolge des gesellschaftlichen Käfigs ein häufiges Verbrechen und Tabuthema. 

UA Wuppertaler Bühnen, 06. Mai 1959

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Relation zum Titel Die Kindermörderin
URL part die-kindermoerderin
Subtitel Lust- und Trauerspiel nach Heinrich Leopold Wagner
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 9
Herren 10
Ergaenzung Stat.
Anmerkungen UA Wuppertaler Bühnen, 06. Mai 1959
Einleitung
Haupttext Die Tragödie erzählt von der Hauptfigur Evchen. Sie will aufgrund des Drucks ihrer Umwelt den gesellschaftlichen Normen entsprechen und verhält sich zunächst so, wie es alle von ihr erwarten. Als Evchen ungewollt und unehelich schwanger wird und der Vater des Kindes ihr nicht zur Seite steht, tötet sie ihr Kind. Im 18. Jahrhundert war die Kindtötung infolge des gesellschaftlichen Käfigs ein häufiges Verbrechen und Tabuthema. 
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Kritiken - Texte <p>Deutsche Woche, München (20.05.1959): &quot;Peter Hacks hat dieses Stück neu für die Bühne bearbeitet, und zwar so weitgehend, daß die Bearbeitung den Charakter einer Adaption hat. Geblieben sind die Fabel und die dramaturgische Struktur. Geändert wurde die Tendenz. Während Wagner den zagen Vorschlag macht, der Junker hätte das geschwängerte Mädchen heiraten sollen, stellt Hacks die Undurchführbarkeit dieses Vorschlages in den Vordergrund, so die Klassengegensätze stärker konfrontierend und die Einsicht herausfordernd, daß nicht ein Kompromiß, sondern die gewaltsame Lösung des Klassenkonflikts die beste Lösung ist. das Stück wurde so unzweifelhaft politisch verschärft, da zudem auch eine gewisse Kritik des bürgerlichen Verhaltens gegeben wird. Hacks hat zu den sechs Bildern Wagners ein siebtes völlig neu geschrieben [...], das zeigt, und zwar mit großer Schönheit, daß der Leutnant Gröningseck während seiner Abwesenheit nicht erkrankt ist [...], sondern sich zur Heirat mit einem adeligen Fräulein entschließt. Konsequenterweise wurde auch der Leutnant Hasenpoth der rein schurkische Zug genommen, so daß seine Unterschlagung des Briefes aus adeligem Klassenbewusstsein heraus erfolgt.&quot;</p><p>Pforzheimer Zeitung (07.05.1968): &quot;Hacks stellte der von Wagner empfindsam nachgezeichneten Kleinbürgerwelt ein satirisches Bild der korrupten Feudalkaste gegenüber. Gezeigt werden überdeutlich die Widersprüche einer überholten Klassenstruktur, appelliert wird an den Willen zur Veränderung ungerechter sozialer Zustände, und Evchen präsentiert sich in Hacks' 'Verbesserung' gleich als listige Vorkämpferin: Sie bringt ihr Kind nicht um, sondern täuscht ihre Verfolger und zieht aufrecht einer lichteren Zukunft entgegen.&quot;</p>
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Alphabetischer Titel Kindermörderin, Die
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