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Die Nacht ist eine schöne Jahreszeit

Über das Leben und Sterben der Schlagersängerin Renate Kern


Margit Rogall

Monolog


1 D

Eine Annäherung an das Scheitern der Schlagersängerin Renate Kern.

Mit ihrer burschikosen Ausstrahlung und der etwas herben Stimme war Renate Kern eine Ausnahme in der deutschen Musikszene. Hits wie „Du musst mit den Wimpern klimpern“, „Lieber mal weinen im Glück“ oder „Alle Blumen brauchen Liebe“ machten sie in den 60er Jahren bekannt. Was sie in ihren Liedern besang – Liebe, Hoffnung, Trost und Erfüllung – hat sie selbst nie gefunden. Man verpasste ihr das Image des Kumpels oder der guten Freundin, und das Taschentuch, das sie immer wieder zücken musste, wurde zu ihrem Markenzeichen. Als „Königin der Provinz“ schaffte sie es, über ein Jahrzehnt gleichbleibend erfolgreich und gefragt zu bleiben. Sie wurde Dauergast in der ZDF-Hitparade, beteiligte sich an Schlagerwettbewerben und machte internationale Tourneen. Doch die Versuche, sie als internationalen Star zu etablieren oder ihr Repertoire zum anspruchsvollen Chanson hin zu erweitern, blieben ohne Erfolg.
Mitte der 70er Jahre stagnierte die Karriere. Der Weg in die USA und der Versuch, mit einem neuen Image als Country-Sängerin Nancy Wood an ihre alten Erfolge anzuknüpfen, machten die Sache noch schlimmer. Der erhoffte Durchbruch gelang nicht. Ab Ende der 80iger Jahre begann sie zunehmend an Depressionen zu leiden. Es folgte der Fall ins Bodenlose.

Renate Kern starb durch Suizid 1991 im Alter von 46 Jahren.

 

Uraufführung Staatstheater Nürnberg / Kammerspiele, 13. Dezember 2003

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Relation zum Titel Die Nacht ist eine schöne Jahreszeit
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Subtitel Über das Leben und Sterben der Schlagersängerin Renate Kern
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Monolog
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 0
Ergaenzung
Anmerkungen Uraufführung Staatstheater Nürnberg / Kammerspiele, 13. Dezember 2003
Einleitung <p>Eine Annäherung an das Scheitern der Schlagersängerin Renate Kern.</p>
Haupttext <p>Mit ihrer burschikosen Ausstrahlung und der etwas herben Stimme war Renate Kern eine Ausnahme in der deutschen Musikszene. Hits wie „Du musst mit den Wimpern klimpern“, „Lieber mal weinen im Glück“ oder „Alle Blumen brauchen Liebe“ machten sie in den 60er Jahren bekannt. Was sie in ihren Liedern besang – Liebe, Hoffnung, Trost und Erfüllung – hat sie selbst nie gefunden. Man verpasste ihr das Image des Kumpels oder der guten Freundin, und das Taschentuch, das sie immer wieder zücken musste, wurde zu ihrem Markenzeichen. Als „Königin der Provinz“ schaffte sie es, über ein Jahrzehnt gleichbleibend erfolgreich und gefragt zu bleiben. Sie wurde Dauergast in der ZDF-Hitparade, beteiligte sich an Schlagerwettbewerben und machte internationale Tourneen. Doch die Versuche, sie als internationalen Star zu etablieren oder ihr Repertoire zum anspruchsvollen Chanson hin zu erweitern, blieben ohne Erfolg.<br /> Mitte der 70er Jahre stagnierte die Karriere. Der Weg in die USA und der Versuch, mit einem neuen Image als Country-Sängerin Nancy Wood an ihre alten Erfolge anzuknüpfen, machten die Sache noch schlimmer. Der erhoffte Durchbruch gelang nicht. Ab Ende der 80iger Jahre begann sie zunehmend an Depressionen zu leiden. Es folgte der Fall ins Bodenlose.</p> <p>Renate Kern starb durch Suizid 1991 im Alter von 46 Jahren.<br /> <br /> &nbsp;</p>
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Bildunterschrift © Marion Bührle
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Kritiken - Texte <p>"Die Bühne ist wüst und leer, aus dem Off ein süßlicher Schlager aus den Fünfzigern: "Meine Welt ist schön, so schön / seit ich weiss, dass wir zusammenstehn ...".</p> <p>"Keine Biographie der Sängerin Kern, sondern ein Melodram mit Tiefgang. Elke Wollmann spielt diese Geschichte aus Angst und Verzweiflung mit einer anrührenden Naivität. Und sie singt, selbst einschlägig begabt, in einer raffinierten Mischung aus Playback und Originalton die rührseligen Schlager, die man Renate Kern auf den Leib schrieb - eine Meisterleistung der Ton- und Musikregie (Andreas Schäfer, Thomas Zahn), die die Übergänge und Abbrüche mal harmonisch, mal dissonant gestaltet und damit aufkommende Schnulzenseligkeit dramatisch verfremdet." (Fränkischer Tag)</p>
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Alphabetischer Titel Nacht ist eine schöne Jahreszeit
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