Zum Hauptinhalt springen

Haustorien oder Deine Küche sieht mir ähnlich


Sigrid Behrens

Schauspiel


3 D | 2 H

Wir Großstadtmenschen kennen sie alle: unsere Nachbarn. Sie hören Musik (immer die falsche). Sie waschen ihre Wäsche (immer nachts). Sie laufen in Stöckelschuhen herum (immer gleich über unserem Kopf) und lassen wochenlang ihre Müllbeutel vor der Tür stehen (immer läuft da etwas aus). Sie streiten zu unchristlicher Zeit, vergessen, uns im Hausflur zu grüßen, schieben unsere Fußmatte gerade und rufen sofort die Polizei, sobald wir einmal die Musik aufdrehen. Wer sind diese Menschen? Und: was haben wir damit zu tun?
Sigrid Behrens hat – basierend auf ihr zugesandten Erlebnisberichten – ein Theaterstück über Wohnen in Deutschland geschrieben.

Die Autorin wirft einen Blick in eines jener Mietshäuser: Da gibt es Frau Höppner, von allen nur die Mutter genannt, obwohl sie nie leibliche Kinder hatte; da gibt es Ulli, die junge Altenpflegerin, die sich danach sehnt, endlich einmal mehr zu sein als nur „eine Freundin“; da gibt es Yolanda, die neue Mieterin im Haus, die ihren Lebensunterhalt als Geräuschemacherin bestreitet, obwohl sie die Geräuschlosigkeit beherrscht wie keine zweite; und da gibt es Herrn Geist, den Mann ohne Alter, ein arbeitsloser Geräuschefanatiker auf der Suche nach dem perfekten Eigenklang. Herr Geist ist die Seele des Hauses, ein Misanthrop mit poetischer Ader, Seismograph der nachbarlichen Gepflogenheiten, der sämtliche Hausgeräusche archiviert; dass ausgerechnet ihm das überraschende Auftauchen seines Sohnes entgeht, ist im Grunde unerhört…
Deine Küche sieht mir ähnlich ist eine Partitur des städtischen Um-, An- und Miteinander; in einer gleichwohl lyrischen wie kurzweiligen Sprache erzählt Sigrid Behrens vom Kennenlernen und Näherkommen gleich vor der eigenen Haustür – und davon, wie ein nie vermisster Junge zum verlorenen Sohn werden kann. Zum Beiwohnen!

Werkstattinszenierung auf der theater altonale 2008

UA frei!

Zurück




---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----
Relation zum Titel Haustorien oder Deine Küche sieht mir ähnlich
URL part haustorien-oder-deine-kueche-sieht-mir-aehnlich
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 3
Herren 2
Ergaenzung
Anmerkungen <p>Werkstattinszenierung auf der theater altonale 2008</p><p>UA frei!</p>
Einleitung Wir Großstadtmenschen kennen sie alle: unsere Nachbarn. Sie hören Musik (immer die falsche). Sie waschen ihre Wäsche (immer nachts). Sie laufen in Stöckelschuhen herum (immer gleich über unserem Kopf) und lassen wochenlang ihre Müllbeutel vor der Tür stehen (immer läuft da etwas aus). Sie streiten zu unchristlicher Zeit, vergessen, uns im Hausflur zu grüßen, schieben unsere Fußmatte gerade und rufen sofort die Polizei, sobald wir einmal die Musik aufdrehen. Wer sind diese Menschen? Und: was haben wir damit zu tun?<br />Sigrid Behrens hat – basierend auf ihr zugesandten Erlebnisberichten – ein Theaterstück über Wohnen in Deutschland geschrieben.
Haupttext Die Autorin wirft einen Blick in eines jener Mietshäuser: Da gibt es Frau Höppner, von allen nur die Mutter genannt, obwohl sie nie leibliche Kinder hatte; da gibt es Ulli, die junge Altenpflegerin, die sich danach sehnt, endlich einmal mehr zu sein als nur „eine Freundin“; da gibt es Yolanda, die neue Mieterin im Haus, die ihren Lebensunterhalt als Geräuschemacherin bestreitet, obwohl sie die Geräuschlosigkeit beherrscht wie keine zweite; und da gibt es Herrn Geist, den Mann ohne Alter, ein arbeitsloser Geräuschefanatiker auf der Suche nach dem perfekten Eigenklang. Herr Geist ist die Seele des Hauses, ein Misanthrop mit poetischer Ader, Seismograph der nachbarlichen Gepflogenheiten, der sämtliche Hausgeräusche archiviert; dass ausgerechnet ihm das überraschende Auftauchen seines Sohnes entgeht, ist im Grunde unerhört… <br />Deine Küche sieht mir ähnlich ist eine Partitur des städtischen Um-, An- und Miteinander; in einer gleichwohl lyrischen wie kurzweiligen Sprache erzählt Sigrid Behrens vom Kennenlernen und Näherkommen gleich vor der eigenen Haustür – und davon, wie ein nie vermisster Junge zum verlorenen Sohn werden kann. Zum Beiwohnen!
Bild fileadmin/3m_media/platzhalter/Treppenhaus_Spion_Heiko_Birx_pixelio.de_quadr.jpg
Bildunterschrift © Heiko Birx pixelio.de
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte „Die Autorin hat das alles zu einem musikalischen Stimmengewirr verarbeitet, zu einem modernen Chor, einer Partitur voller Allgemeinplätze, unter deren Oberflüche sich individuelle Großstadtmenschen verbergen. All dies ist weniger melancholisch, als es klingt, sonder grotesk und oft auch komisch…“ (Hamburger Abendblatt, 27.05.2008)&nbsp;
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Behrens_Haustorien_Spaeth_Druckf_20042009.pdf
Alphabetischer Titel Haustorien oder Deine Küche sieht mir ähnlich
Mailorder 0
PDF Leseprobe Behrens_Haustorien_Leseprobe.pdf