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Röntgental


Reinhardt Robert Repke

Schauspiel mit Prolog


2 D | 4 H

Reinhardt Robert Repke (Jg.1963) legt mit RÖNTGENTAL (2 D, 4 H) sein Debütstück im Drei Masken Verlag vor. Der Autor, der bislang vor allem als Rockmusiker und mit einem Heine-Programm seiner Band in Erscheinung getreten ist, beschreibt in RÖTNGENTAL den ersten Zwischenaufenthalt von Personen, die in die DDR einreisen wollten.
Es ist ein merkwürdiger, für die damaligen DDR Bürger ein fast unbekannter Ort, geprägt von Zukunftsangst und Hoffnung auf ein besseres Leben im Sozialismus. Die einreisewilligen Personen werden erst einmal verhört, denn die DDR hat noch ein paar Fragen, bevor sie die Übersiedler zu Genossen macht

Mitten in Berlin steht "Röntgental" – und dennoch mitten im Nichts: so zumindest kommt es den Neuankömmlingen im Zentralen Aufnahme Heim (ZAH) Röntgental vor. Eine Abschiebung käme für die meisten einer Katastrophe gleich:
für Leila, eine Palästinenserin, die genug hat vom Krieg in ihrer Heimat. Sie möchte in der DDR Medizin studieren – doch sie ist jetzt schwanger geworden und sieht keine Persepktive. Für Dieter , der seit 10 Jahren Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins ist und sich bei einer Kreis-Delegierten-Konferenz im Osten verliebt hat. Hans hingegen verlässt seine Heimat im Westen weil er bankrott und hochverschuldet ist. Typisch, dass einer wie er gleich mit der Putzfrau über angemessene Tauschkurse ins Gespräch kommt. Und dann ist da noch Stefan, ein Kuriosum: Er will wieder in die DDR zurück. Der verheißungsvolle Duft der Westpakete hatte ihn in die Bundesrepublik gelockt, doch dann hat ihn der Kapitalismus eiskalt erwischt.

Kommissar Hartmann ist also ziemlich gefordert bei den einzelnen Aufnahme-Verhören. Schließlich entscheidet er, wer der DDR von Nutzen ist und wer nicht. Er verliebt sich, mischt alsoi das Private mit dem "offiziellen" Auftrag der Untersuchungen -kein Wunder also, dass er genervt ist, wenn Kollege Müller ihn stört, um ihn zu erinnern, dass die Porträts Honeckers gegen die von Krenz zu tauschen sind...und plötzlich erfährt man vom Fall der Mauer.

Das ZAH Röntgental ist nicht erfunden, diese Institution gab es wirklich und diente als Prüfstätte für Einreisewillige in die DDR. Reinhardt Robert Repke stellt mit der Momentaufnahme dieses Mikrokosmos DDR und Bundesrepublik ebenso kontrast- und wie nuancenreich gegenüber. Bitter ist für seine Protagonisten bloß, dass der Moment der Entscheidung mit dem Fall justament gerade vorbei ist...

Uraufführung frei!

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Relation zum Titel Röntgental
URL part roentgental
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel mit Prolog
Subverlaginfo
Damen 2
Herren 4
Ergaenzung
Anmerkungen Uraufführung frei!
Einleitung Reinhardt Robert Repke (Jg.1963) legt mit RÖNTGENTAL (2 D, 4 H) sein Debütstück im Drei Masken Verlag vor. Der Autor, der bislang vor allem als Rockmusiker und mit einem Heine-Programm seiner Band in Erscheinung getreten ist, beschreibt in RÖTNGENTAL den ersten Zwischenaufenthalt von Personen, die in die DDR einreisen wollten. <br />Es ist ein merkwürdiger, für die damaligen DDR Bürger ein fast unbekannter Ort, geprägt von Zukunftsangst und Hoffnung auf ein besseres Leben im Sozialismus. Die einreisewilligen Personen werden erst einmal verhört, denn die DDR hat noch ein paar Fragen, bevor sie die Übersiedler zu Genossen macht
Haupttext Mitten in Berlin steht &quot;Röntgental&quot; – und dennoch mitten im Nichts: so zumindest kommt es den Neuankömmlingen im Zentralen Aufnahme Heim (ZAH) Röntgental vor. Eine Abschiebung käme für die meisten einer Katastrophe gleich:<br />für Leila, eine Palästinenserin, die genug hat vom Krieg in ihrer Heimat. Sie möchte in der DDR Medizin studieren – doch sie ist jetzt schwanger geworden und sieht keine Persepktive. Für Dieter , der seit 10 Jahren Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins ist und sich bei einer Kreis-Delegierten-Konferenz im Osten verliebt hat. Hans hingegen verlässt seine Heimat im Westen weil er bankrott und hochverschuldet ist. Typisch, dass einer wie er gleich mit der Putzfrau über angemessene Tauschkurse ins Gespräch kommt. Und dann ist da noch Stefan, ein Kuriosum: Er will wieder in die DDR zurück. Der verheißungsvolle Duft der Westpakete hatte ihn in die Bundesrepublik gelockt, doch dann hat ihn der Kapitalismus eiskalt erwischt. <br /><br />Kommissar Hartmann ist also ziemlich gefordert bei den einzelnen Aufnahme-Verhören. Schließlich entscheidet er, wer der DDR von Nutzen ist und wer nicht. Er verliebt sich, mischt alsoi das Private mit dem &quot;offiziellen&quot; Auftrag der Untersuchungen -kein Wunder also, dass er genervt ist, wenn Kollege Müller ihn stört, um ihn zu erinnern, dass die Porträts Honeckers gegen die von Krenz zu tauschen sind...und plötzlich erfährt man vom Fall der Mauer.<br /><br />Das ZAH Röntgental ist nicht erfunden, diese Institution gab es wirklich und diente als Prüfstätte für Einreisewillige in die DDR. Reinhardt Robert Repke stellt mit der Momentaufnahme dieses Mikrokosmos DDR und Bundesrepublik ebenso kontrast- und wie nuancenreich gegenüber. Bitter ist für seine Protagonisten bloß, dass der Moment der Entscheidung mit dem Fall justament gerade vorbei ist...<br /><br />
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