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EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN in einem Double Feature am Theater Naumburg

Zwei Monologe an einem Theaterabend zeigt aktuell das Theater Naumburg, das in einer Bühnenfassung der LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS und dem angeschlossenen Monolog von Peter Hacks, EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE (1 D) Goethe auf die Bühne bringt, ohne ihn selbst als Figur auftreten zu lassen. Premiere war am 31.10.2013.

"Großartig!", befand die Mitteldeutsche Zeitung (07.11.2013) und urteilte: "Katja Preuß spielt die hin und her gerissene Charlotte von Stein so glaubhaft, dass man Goethe, diesen Grobian und Herzensbrecher, am liebsten schütteln möchte. Sie bedenkt den dichtenden Liederjan mit Häme und Sehnsucht, Spott und Liebe. [...] Goethe lässt das im warmen Italien herzlich kalt: Er schreibt nur über das Wetter. Das Stück endet beredt [...] mit einem stummen Schrei."

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Titel EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN in einem Double Feature am Theater Naumburg
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Einleitung Zwei Monologe an einem Theaterabend zeigt aktuell das Theater Naumburg, das in einer Bühnenfassung der LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS und dem angeschlossenen Monolog von Peter Hacks, EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE (1 D) Goethe auf die Bühne bringt, ohne ihn selbst als Figur auftreten zu lassen. Premiere war am 31.10.2013.
Hauptteil "Großartig!", befand die Mitteldeutsche Zeitung (07.11.2013) und urteilte: "Katja Preuß spielt die hin und her gerissene Charlotte von Stein so glaubhaft, dass man Goethe, diesen Grobian und Herzensbrecher, am liebsten schütteln möchte. Sie bedenkt den dichtenden Liederjan mit Häme und Sehnsucht, Spott und Liebe. [...] Goethe lässt das im warmen Italien herzlich kalt: Er schreibt nur über das Wetter. Das Stück endet beredt [...] mit einem stummen Schrei."
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Relation zum Titel Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
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Anmerkungen UA Staatsschauspiel Dresden, 20. März 1976
Einleitung Das meistgespielte und gesendete Schauspiel von Peter Hacks mit einem dramaturgisch meisterhaft gearbeiteten, spannenden und theaterwirksamen Monolog: Eine Frau verrät ihr Fühlen und Denken, indem sie es mit aller Macht zu verschweigen sucht. Und durch den sehr persönlichen Blick auf den Geliebten entsteht ein Goethebild jenseits allbekannter Klassikerverehrung. „Ob ein mißbilligter Held zum Helden eines Trauerspiels taugen könnte? – Von Mißbilligung ist keine Rede; ich habe der Stein nichts vorzuwerfen. Sie hat aus freien Stücken keine Tücke geübt: deshalb, weil sie gar nichts aus freien Stücken tat. Sie war unglücklich, daher ihre Bosheit, und weil sie böse geworden war, endete sie im Unglück. Was die – schon hinsichtlich ihrer Dauer höchst erfolgreiche – Liebesgeschichte betrifft, haben die Partner ihr Bestes gegeben, und wo das zu sagen geht, ist kein Platz für die Frage nach Recht oder Unrecht. Ich bin, wie ein dramatische Autor muß, mit Hingabe parteiisch: nämlich für alle handelnden Partien.“ (Hacks, aus: Es ließe sich fragen... Zu Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe)
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Kritiken - Texte <p>Rainer Kerndl (01.04.1976): &quot;[...] ein Stück über die Beziehung der Stein zu Goethe. Einverstanden. Darüber hinaus ist Hacks aber ein viel zu talentierter und viel zu sehr an seiner Zeit interessierter Theaterdichter, um nur ein paar Literaturhistorikern Stoff zum eventuellen polemischen Aufbegehren zu liefern. Es ist zum einen ein hochintelligentes Stück über das Verhalten einer Frau in - oder nach, wie man will - einer unerfüllten Liebesbeziehung, es ist vor allem aber das politische Stück über eine Frau, die als Vertreterin ihrer Klasse zwar kultiviert und geistvoll genug ist, die unartig-unbotmäßigen Begleitumstände eines neuen, am Horizont aufziehenden rebellisch aufklärerischen Geistes scharfzüngig zu benennen, aber ihrem Stande doch zu sehr verhaftet, um das Wesen dieses Neuen wirklich zu erfassen. Es trifft, amüsiert, stimmt nachdenklich, und durchaus im Sinne von Zeitgenössischem. Nicht nur sind da Apercus und geistvolle Anspielungen auf Gegenwärtiges die Fülle, die nicht aufgesetzt-gewollt, wohl aber schier harminisch-zwangsläufig aus der geistigen Konstitution der einzigen Figur ergehen, und das heißt, aus der Summe der individuellen und gesellschaftlichen Haltungen dieser Landjunkersfrau.&quot;</p><p>Union (12.04.1975): &quot;Mit der jüngsten Uraufführung von Peter Hacks [...] ist der Bühne ein bemerkenswertes Stück geschenkt worden, reizvoll-schwierig als Aufgabe für die Theaterleute, vergnüglich für die Zuschauer. Es ist ein geistvolles Kammerspiel, ein zweistündiger, virtuoser Monolog von beträchtlicher literarischer Qualität, und doch mehr als Literatur: Fesselndes Theater, szenisch lebensfähig. Peter Hacks hat dieses Monodrama konsequent von der Bühne her erdacht und gebaut, die Illusion eines echten Dialogs wird perfekt. Das ergibt doppelten Reiz: Der Zuschauer wird zum genauen, konzentrieten Hören gezwungen, zum Einhören und Umhören auf leise Töne, flüchtige Schwebungen, mancherlei Zwischenfarben. Und zugleich hält ihn das Geschehen auf der Bühne in wacher Spannung, bietet ihm in immer neuen Überraschungen sinnlich-optisches Erlebnis.&quot;</p>
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Alphabetischer Titel Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
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---- AUTHOR ----
Nachname Hacks
Vorname Peter
Pseudonym
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Biografie <p>"Der heilige Benediktus, der, wie man mir sagt, im Jahre 480 geboren wurde, befaßte sich vornehmlich mit der Lösung des Problems, wie einer auf Erden möglichst glücklich leben und doch eben noch in den Himmel kommen könne. Ich, der ich, wie man mir sagt, im Jahre 1928 geboren bin, befasse mich (das zu Ändernde geändert) ganz mit demselben Problem."<br /> <br /> Geboren 1928 in Breslau, aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte in München Philosophie, Soziologie, Germanistik und Theaterwissenschaft, promovierte 1951 und ging – nach seinem ersten Bühenerfolg "Die Eröffnung des indischen Zeitalters" an den Kammerspielen 1955 – nach Berlin, DDR.<br /> 1960 wurde er von W. Langhoff an das Deutsche Theater Berlin als Autor und Dramaturg engagiert, das er 1963 nach einer Kritik der SED an seinem Stück "Die Sorgen und die Macht" verlassen musste. Seine Komödie "Moritz Tassow" wurde nach der Uraufführung an der Volksbühne abgesetzt.<br /> In den 70er Jahren avancierte Hacks in Westdeutschland zu einem der meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker. Er blieb im Westen über lange Zeit der berühmteste DDR Schriftsteller. Seine Werke wurden an west- wie an ostdeutschen Bühnen uraufgeführt. Zu Welterfolgen wurden sein Dramen "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe " und "Ein Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" sowie seine kongenialen Offenbach-Bearbeitungen ("Die schöne Helena") und Übersetzungen (u.a."Held der westlichen Welt")<br /> Seit der "Wende" lebte er zurückgezogen in Berlin. Seine letzten Werke (u.a.die "Dramolette") wurden bislang nicht uraufgeführt.<br /> Neben seinen Dramen, verfasste Hacks Essais ("Die Maßgaben der Kunst"), Gedichte und Kinderbücher. Zu seinem 75. Geburtstag im März 2003 erschien im Eulenspiegel Verlag Berlin eine 15-bändige Werkausgabe.<br /> Im Drei Masken Verlag wird seit 1956 das gesamte dramatische Schaffen des Autors betreut.<br /> Er verstarb am 28. August 2003 in Groß Machnow bei Berlin.</p> <p>"Wie viele Bühnen erinnern sich, dass Hacks noch immer der beständigste und heiterste zeitgenössische deutsche Autor ist?" (FAZ, 29.02.1968, Günther Rühle)</p>
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Preise und Auszeichnungen