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EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE – Zur Premiere des Hacks-Klassikers in Berlin

Am 31.01.2016 fand im Renaissance-Theater Berlin die Premiere des wohl bekanntesten Werkes Peter Hacks‘ statt. Unter der Regie der Brecht-Enkelin Johanna Schall brachte Annika Mauer eine facettenreiche, emotionale und tiefgründige Charlotte von Stein auf die Bühne. Publikum und Presse zeigten sich begeistert.

In EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE rechnet die zurückgelassene Geliebte des just nach Italien entflohenen Geheimrates mit dem großen Dichter in einem furiosen Monolog ab. Zwischen Hochachtung, Zuneigung und tiefer Abscheu schwankend liefert Charlotte von Stein einen ganz neuen Blickwinkel auf den Dichterfürsten.

Das Stück von Peter Hacks ist seit seiner Uraufführung in den 70er Jahren nicht mehr von den Bühnen in und außerhalb Deutschlands wegzudenken. Das sowohl für das Publikum als auch für die Regie und die Akteurin äußerst reizvolle Stück blickt somit auf eine stolze Anzahl an Inszenierungen und Rundfunkadaptionen zurück.

Das Bühnenwerk Peter Hacks‘ wird durch den Drei Masken Verlag vertreten.

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Titel EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE – Zur Premiere des Hacks-Klassikers in Berlin
URL part ein-gespraech-im-hause-stein-ueber-den-abwesenden-herrn-von-goethe-zur-premiere-des-hacks-klassikers-in-berlin
Einleitung Am 31.01.2016 fand im <a href="http://www.renaissance-theater.de/archiv.php?mode=stuecke&amp;cat=Stueck&amp;id=364&amp;pos=" target="_blank" class="external-link-new-window" title="Opens external link in new window" data-htmlarea-external="1">Renaissance-Theater Berlin</a> die Premiere des wohl bekanntesten Werkes Peter Hacks‘ statt. Unter der Regie der Brecht-Enkelin Johanna Schall brachte Annika Mauer eine facettenreiche, emotionale und tiefgründige Charlotte von Stein auf die Bühne. Publikum und Presse zeigten sich begeistert.
Hauptteil In <a href="http://www.dreimaskenverlag.de/katalog/titel-a-z/controller/show/t/titel/180/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="Opens external link in new window" data-htmlarea-external="1">EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE</a> rechnet die zurückgelassene Geliebte des just nach Italien entflohenen Geheimrates mit dem großen Dichter in einem furiosen Monolog ab. Zwischen Hochachtung, Zuneigung und tiefer Abscheu schwankend liefert Charlotte von Stein einen ganz neuen Blickwinkel auf den Dichterfürsten. Das Stück von Peter Hacks ist seit seiner Uraufführung in den 70er Jahren nicht mehr von den Bühnen in und außerhalb Deutschlands wegzudenken. Das sowohl für das Publikum als auch für die Regie und die Akteurin äußerst reizvolle Stück blickt somit auf eine stolze Anzahl an Inszenierungen und Rundfunkadaptionen zurück. Das Bühnenwerk Peter Hacks‘ wird durch den Drei Masken Verlag vertreten.
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Kritiken - Texte „Großes Theater. Hacks lebt!“ Uwe Schwentzig, junge Welt, 08.02.2016 „Hacks Stück ist vieles: Boulevardkomödie für Bildungsbürger, eine Goethe-Travestie voller abgewandelter Zitate und Anspielungen, vor allem aber: eine Glanzrolle für eine erste Schauspielerin.“ Georg Kasch, Berliner Morgenpost, 02.02.2016 „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe von Peter Hacks gilt als eines der erfolgreichsten deutschen Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Die Zuschauer erleben den Dichterfürsten aus einer erfrischend anderen Perspektive.“ Berlin Programm, 01.02.2016 „Die fiktionale Beichte der Stein, ihre einfühlsame Analyse und die Turbulenzen ihrer erinnerten Gefühle sind ein scharfsinniges Psychogramm dessen, was zwischen Mann und Frau von jeher nicht nur Thema sondern uraltes Drama ist. Und das schönste daran: Man hört nicht den Autor, man meint die Stein sprechen zu hören – und nähme es gern für authentisch.“ Berlin Live 21.01.2016
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Relation zum Titel Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
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Anmerkungen UA Staatsschauspiel Dresden, 20. März 1976
Einleitung Das meistgespielte und gesendete Schauspiel von Peter Hacks mit einem dramaturgisch meisterhaft gearbeiteten, spannenden und theaterwirksamen Monolog: Eine Frau verrät ihr Fühlen und Denken, indem sie es mit aller Macht zu verschweigen sucht. Und durch den sehr persönlichen Blick auf den Geliebten entsteht ein Goethebild jenseits allbekannter Klassikerverehrung. „Ob ein mißbilligter Held zum Helden eines Trauerspiels taugen könnte? – Von Mißbilligung ist keine Rede; ich habe der Stein nichts vorzuwerfen. Sie hat aus freien Stücken keine Tücke geübt: deshalb, weil sie gar nichts aus freien Stücken tat. Sie war unglücklich, daher ihre Bosheit, und weil sie böse geworden war, endete sie im Unglück. Was die – schon hinsichtlich ihrer Dauer höchst erfolgreiche – Liebesgeschichte betrifft, haben die Partner ihr Bestes gegeben, und wo das zu sagen geht, ist kein Platz für die Frage nach Recht oder Unrecht. Ich bin, wie ein dramatische Autor muß, mit Hingabe parteiisch: nämlich für alle handelnden Partien.“ (Hacks, aus: Es ließe sich fragen... Zu Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe)
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Kritiken - Texte <p>Rainer Kerndl (01.04.1976): &quot;[...] ein Stück über die Beziehung der Stein zu Goethe. Einverstanden. Darüber hinaus ist Hacks aber ein viel zu talentierter und viel zu sehr an seiner Zeit interessierter Theaterdichter, um nur ein paar Literaturhistorikern Stoff zum eventuellen polemischen Aufbegehren zu liefern. Es ist zum einen ein hochintelligentes Stück über das Verhalten einer Frau in - oder nach, wie man will - einer unerfüllten Liebesbeziehung, es ist vor allem aber das politische Stück über eine Frau, die als Vertreterin ihrer Klasse zwar kultiviert und geistvoll genug ist, die unartig-unbotmäßigen Begleitumstände eines neuen, am Horizont aufziehenden rebellisch aufklärerischen Geistes scharfzüngig zu benennen, aber ihrem Stande doch zu sehr verhaftet, um das Wesen dieses Neuen wirklich zu erfassen. Es trifft, amüsiert, stimmt nachdenklich, und durchaus im Sinne von Zeitgenössischem. Nicht nur sind da Apercus und geistvolle Anspielungen auf Gegenwärtiges die Fülle, die nicht aufgesetzt-gewollt, wohl aber schier harminisch-zwangsläufig aus der geistigen Konstitution der einzigen Figur ergehen, und das heißt, aus der Summe der individuellen und gesellschaftlichen Haltungen dieser Landjunkersfrau.&quot;</p><p>Union (12.04.1975): &quot;Mit der jüngsten Uraufführung von Peter Hacks [...] ist der Bühne ein bemerkenswertes Stück geschenkt worden, reizvoll-schwierig als Aufgabe für die Theaterleute, vergnüglich für die Zuschauer. Es ist ein geistvolles Kammerspiel, ein zweistündiger, virtuoser Monolog von beträchtlicher literarischer Qualität, und doch mehr als Literatur: Fesselndes Theater, szenisch lebensfähig. Peter Hacks hat dieses Monodrama konsequent von der Bühne her erdacht und gebaut, die Illusion eines echten Dialogs wird perfekt. Das ergibt doppelten Reiz: Der Zuschauer wird zum genauen, konzentrieten Hören gezwungen, zum Einhören und Umhören auf leise Töne, flüchtige Schwebungen, mancherlei Zwischenfarben. Und zugleich hält ihn das Geschehen auf der Bühne in wacher Spannung, bietet ihm in immer neuen Überraschungen sinnlich-optisches Erlebnis.&quot;</p>
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Alphabetischer Titel Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
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---- AUTHOR ----
Nachname Hacks
Vorname Peter
Pseudonym
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Biografie <p>"Der heilige Benediktus, der, wie man mir sagt, im Jahre 480 geboren wurde, befaßte sich vornehmlich mit der Lösung des Problems, wie einer auf Erden möglichst glücklich leben und doch eben noch in den Himmel kommen könne. Ich, der ich, wie man mir sagt, im Jahre 1928 geboren bin, befasse mich (das zu Ändernde geändert) ganz mit demselben Problem."<br /> <br /> Geboren 1928 in Breslau, aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte in München Philosophie, Soziologie, Germanistik und Theaterwissenschaft, promovierte 1951 und ging – nach seinem ersten Bühenerfolg "Die Eröffnung des indischen Zeitalters" an den Kammerspielen 1955 – nach Berlin, DDR.<br /> 1960 wurde er von W. Langhoff an das Deutsche Theater Berlin als Autor und Dramaturg engagiert, das er 1963 nach einer Kritik der SED an seinem Stück "Die Sorgen und die Macht" verlassen musste. Seine Komödie "Moritz Tassow" wurde nach der Uraufführung an der Volksbühne abgesetzt.<br /> In den 70er Jahren avancierte Hacks in Westdeutschland zu einem der meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker. Er blieb im Westen über lange Zeit der berühmteste DDR Schriftsteller. Seine Werke wurden an west- wie an ostdeutschen Bühnen uraufgeführt. Zu Welterfolgen wurden sein Dramen "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe " und "Ein Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" sowie seine kongenialen Offenbach-Bearbeitungen ("Die schöne Helena") und Übersetzungen (u.a."Held der westlichen Welt")<br /> Seit der "Wende" lebte er zurückgezogen in Berlin. Seine letzten Werke (u.a.die "Dramolette") wurden bislang nicht uraufgeführt.<br /> Neben seinen Dramen, verfasste Hacks Essais ("Die Maßgaben der Kunst"), Gedichte und Kinderbücher. Zu seinem 75. Geburtstag im März 2003 erschien im Eulenspiegel Verlag Berlin eine 15-bändige Werkausgabe.<br /> Im Drei Masken Verlag wird seit 1956 das gesamte dramatische Schaffen des Autors betreut.<br /> Er verstarb am 28. August 2003 in Groß Machnow bei Berlin.</p> <p>"Wie viele Bühnen erinnern sich, dass Hacks noch immer der beständigste und heiterste zeitgenössische deutsche Autor ist?" (FAZ, 29.02.1968, Günther Rühle)</p>
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Preise und Auszeichnungen