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Ludwigslust

Berichte von der Heimatfront

Ein Stück in Blankversen


Jan-Christoph Hauschild


9 Darsteller, ad libitum

Hauschild erzählt – die Szenenfolge Brechts von „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ reflektierend - Geschichten über Anpassung und Widerstand in einer mecklenburgischen Kleinstadt zwischen 1933 und 1945. Aus authentischen Einzelschicksalen gefügt, ermöglichen sie unterschiedliche Perspektiven auf das „Dritte Reich“.

In 15 Szenen werden die individuellen und fast „privaten“ Beweggründe von Männern und Frauen untersucht, die sich den Weisungen und Befehlen der Staatsführung widersetzt haben. In ihrer Normalität und Banalität sind solche kleinen, für die Betroffenen aber durchaus schwerwiegenden Entscheidungen besonders geeignet, dem Publikum von heute nicht nur das damalige Denken und Fühlen, sondern insbesondere den Handlungsspielraum, der damals bestand, begreiflich zu machen. Die meisten „Fälle“ stammen aus dem kleinbürgerlichen Milieu, das sich besonders anfällig für nationale Überheblichkeit und demagogische Versprechungen erwies, da es dem Einzelnen kaum Fluchtmöglichkeiten bieten konnte.

Die einzelnen, dem Zufallsprinzip der Aktenüberlieferung abgewonnenen Lebensläufe und Physiognomien (das Stück basiert auf unveröffentlichtem, authentischem Archivmaterial) zeigen Heldinnen und Helden ohne Prätention, manche von großer Zivilcourage, die für Gerechtigkeit und Menschenwürde eintraten, andere durchaus mit charakterlichen Makeln behaftet und daher schwer vorzeigbar, wieder andere in psychischen Ausnahmezuständen - alle aber Sand im Getriebe des Systems.

Aus dem Arrangement verschiedener Haltungen und Handlungsebenen ergibt sich ein Bild deutscher Mentalität in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ihrer fatalen Begleitumstände Krieg, Vernichtung, Vertreibung – historisch korrekt, aber ohne den erhobenen Zeigefinger eines Nachgeborenen. LUDWIGSLUST. BERICHTE VON DER HEIMATFRONT führt auf plastische Weise individuelles Alltagserleben im nationalsozialistischen Deutschland vor Augen.

UA frei!

Die Arbeit des Autors an dem Stück wurde vom Deutschen Literaturfonds mit einem sechsmonatigen Stipendium unterstützt.

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---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----
Relation zum Titel Ludwigslust
URL part ludwigslust
Subtitel <p>Berichte von der Heimatfront</p> <p>Ein Stück in Blankversen</p>
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 0
Herren 0
Ergaenzung 9 Darsteller, ad libitum
Anmerkungen <p>UA frei!</p><p>Die Arbeit des Autors an dem Stück wurde vom Deutschen Literaturfonds mit einem sechsmonatigen Stipendium unterstützt.</p>
Einleitung Hauschild erzählt – die Szenenfolge Brechts von „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ reflektierend - Geschichten über Anpassung und Widerstand in einer mecklenburgischen Kleinstadt zwischen 1933 und 1945. Aus authentischen Einzelschicksalen gefügt, ermöglichen sie unterschiedliche Perspektiven auf das „Dritte Reich“.
Haupttext In 15 Szenen werden die individuellen und fast „privaten“ Beweggründe von Männern und Frauen untersucht, die sich den Weisungen und Befehlen der Staatsführung widersetzt haben. In ihrer Normalität und Banalität sind solche kleinen, für die Betroffenen aber durchaus schwerwiegenden Entscheidungen besonders geeignet, dem Publikum von heute nicht nur das damalige Denken und Fühlen, sondern insbesondere den Handlungsspielraum, der damals bestand, begreiflich zu machen. Die meisten „Fälle“ stammen aus dem kleinbürgerlichen Milieu, das sich besonders anfällig für nationale Überheblichkeit und demagogische Versprechungen erwies, da es dem Einzelnen kaum Fluchtmöglichkeiten bieten konnte. <br /><br />Die einzelnen, dem Zufallsprinzip der Aktenüberlieferung abgewonnenen Lebensläufe und Physiognomien (das Stück basiert auf unveröffentlichtem, authentischem Archivmaterial) zeigen Heldinnen und Helden ohne Prätention, manche von großer Zivilcourage, die für Gerechtigkeit und Menschenwürde eintraten, andere durchaus mit charakterlichen Makeln behaftet und daher schwer vorzeigbar, wieder andere in psychischen Ausnahmezuständen - alle aber Sand im Getriebe des Systems. <br /><br />Aus dem Arrangement verschiedener Haltungen und Handlungsebenen ergibt sich ein Bild deutscher Mentalität in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ihrer fatalen Begleitumstände Krieg, Vernichtung, Vertreibung – historisch korrekt, aber ohne den erhobenen Zeigefinger eines Nachgeborenen. LUDWIGSLUST. BERICHTE VON DER HEIMATFRONT führt auf plastische Weise individuelles Alltagserleben im nationalsozialistischen Deutschland vor Augen.
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