Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik

Gestiftet von der Edith und Werner Rieder Stiftung

Die nächste Verleihung des Förderpreises findet 2021 im Rahmen der LANGEN NACHT DER NEUEN DRAMATIK in den Münchner Kammerspielen statt. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2020.

Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München vergibt in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen und dem Drei Masken Verlag München den "Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik". Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro sowie fünf zweimonatigen Residenzen dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Die Förderung soll den Preisträger*innen helfen, ihr dramatisches Talent weiterzuentwickeln, ihre Fähigkeit für szenisches Schreiben zu entfalten und dazu beitragen, dass sie ihr literarisches Potenzial in den Theaterbereich einbringen. Mit dem Preis ist nicht nur die genannte Dotierung, sondern auch die öffentliche Präsentation des Textes in den Münchner Kammerspielen sowie eine Uraufführungsoption verbunden. Die nominierten Werke können in den Drei Masken Verlag München aufgenommen werden. Mit diesen flankierenden Maßnahmen wird die Einbindung der preisgekrönten Autor*innen in die Theaterpraxis sichergestellt.

Bewerbungshinweise

Die Förderung junger deutschsprachiger Dramatik steht im Vordergrund. Bewerben können sich Autor*innen,

  • von denen bisher höchstens zwei Werke am Theater aufgeführt wurden
  • die bisher noch nicht von einem Theaterverlag vertreten werden
  • ein aktuelles Stück in deutscher Sprache einreichen, das höchstens zwei Jahre alt und noch nicht uraufgeführt ist.
  • die ein Exposé (maximal 3 Seiten) für ein zweites, im Rahmen einer Residenz in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen zu erarbeitendes Schreibprojekt einreichen

Pro Autor*in dürfen jeweils nur ein fertiges Werk und ein Exposé eingereicht werden, die in einer PDF-Datei an  foerderpreis.dramatik@muenchen.de eingesandt werden müssen. Um eine möglichst große Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven zu fördern, möchten wir Personen mit Zuwanderungsgeschichte und Personen mit Deutsch als Zweitsprache ermutigen, sich für den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik zu bewerben.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2020.

Die Residenzphase für fünf Autor*innen zur Entwicklung des neuen Schreibvorhabens wird im Mai/Juni 2021 stattfinden.

Ablauf

Im Vorfeld der Vergabe des Münchner Förderpreises für deutschsprachige Dramatik nominiert eine Jury aus dem Kreis der Bewerber*innen fünf Autor*innen, die zu einer zweimonatigen Residenz nach München eingeladen werden. Diese Residenz dient dazu, im Austausch mit den Kammerspielen ein neues Schreibprojekt zu entwickeln und endet mit der Preisvergabe im Rahmen der Langen Nacht der Neuen Dramatik im Juni 2021 in den Kammerspielen.
Die Münchner Kammerspiele verbinden sich mit der Preisträger*in zu einer zweijährigen, kontinuierlichen Arbeitsbeziehung. Zunächst wird in der Spielzeit 2021/22 das mit dem Münchner Förderpreis ausgezeichnete Stück zur Uraufführung gebracht. Zusätzlich wird ein zweites gemeinsames Projekt an den Kammerspielen entwickelt und uraufgeführt.

Jury

Die Jury setzt sich zusammen aus Vertreter*innen des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, der Münchner Kammerspiele, des Drei Masken Verlags sowie externen Expert*innen. 

Preisgeld/Optionen

Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 15.000 Euro wird aufgeteilt in den von einer Jury vergebenen Förderpreis (10.000 Euro) und den Publikumspreis (5.000 Euro).
Die Münchner Kammerspiele erhalten eine zeitlich befristete Uraufführungsoption auf alle für den Preis nominierten Stücke. Die Residenzen für die fünf für den Förderpreis nominierten Kandidat*innen sind mit EUR 2000,- und einer Unterkunft in München dotiert. Der Drei Masken Verlag bietet den Preisträger*innen die Aufnahme in den Verlag an.
Die Preisverleihung ist im Juni 2021 im Rahmen der Langen Nacht der Neuen Dramatik in den Münchner Kammerspielen geplant.

Bisher nominierte Autor*innen und ihre Texte

2018:

  • Danijel Szeredy (1. Preis) | Lerchelein
  • Anna Gschnitzer (Publikumspreis) | Fallen
  • Caren Jeß (Residenz an den Kammerspielen) | Bookpink
  • Frederik Müller | Der deutschen Mutter

2016:

  • Wilke Weermann (1. Preis) | Abraum
  • Nele Stuhler (2. Preis und Publikumspreis) | Fische
  • Sophia Hembeck und Svenja Reiner (3. Preis) | Rene Pollesch # Twittergott
  • Joël László (Publikumspreis) | Wiegenlied für Baran
  • Frederik Müller | Den größten Blumenstrauß der Welt

2013:

  • Sascha Hargesheimer (1. Preis) | Polen ist mein Italien
  • Magdalena Schrefel (2. Preis) |Danke, dass ich jetzt Ihren Hund halten darf
  • Juliane Stadelmann (3. Preis) | Ingrid ex machina
  • Sibylla Hirschhäuser | Was erleben
  • Mehdi Moradpour | Reines Land/Verlust

2011:

  • Olivia Wenzel (1. Preis) | Jiggy Porsche taucht ab
  • Ivna Zic (2. Preis) | Die Vorläufigen
  • Sarah Trilsch (3. Preis) | Young Rebel
  • Georgia Doll | das blaue gold
  • Saskia Nitsche | Bitten an Karl

 2009:

  • Laura Naumann (1. Preis) | süßer vogel undsoweiter
  • Anne Lepper (2. Preis) | Sonst alles ist drinnen
  • Susanna Mewe (3. Preis) | Auf Eis
  • Caroline Ebert | Auf der Piste
  • Paulina Konrad | Goodbye, Gudrun