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Das Ernste mit Witz - DER FRIEDEN von Peter Hacks feiert am Mittelsächsischen Theater Premiere

Am 11.05. feierte DER FRIEDEN von Peter Hacks am Mittelsächsischen Theater in Freiberg Premiere. Erzählt wird von der Friedensgöttin Eirene, die in einem tiefen Brunnen gefangen ist und die Welt darum im Krieg versinken lässt. Der Weinbauer Trygaios will sich damit nicht abfinden und macht sich auf zu den anderen Göttern. Die haben sich jedoch, vom Kriegslärm genervt, zurückgezogen. Auf einem Mistkäfer reitend macht er sich auf zu Eirene, die er mit Hilfe des Volkes auf eigene Faust befreien möchte. Doch die Waffenhändler und Kirchenvertreter sind alles andere als begeistert über den drohenden Frieden...

Peter Hacks Stück basiert auf der gleichnamigen Komödie von Aristophanes. Ob im antiken Griechenland, in der DDR Anfang der 60er-Jahre oder im heutigen Deutschland, DER FRIEDEN erhält stets eine traurige Aktualität. Die ernsten Fragen rund um Krieg und dessen Verlierer und Profiteure werden dennoch mit viel Witz verhandelt.

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Titel Das Ernste mit Witz - DER FRIEDEN von Peter Hacks feiert am Mittelsächsischen Theater Premiere
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Einleitung <p>Am 11.05. feierte DER FRIEDEN von Peter Hacks am Mittelsächsischen Theater in Freiberg Premiere. Erzählt wird von der Friedensgöttin Eirene, die in einem tiefen Brunnen gefangen ist und die Welt darum im Krieg versinken lässt. Der Weinbauer Trygaios will sich damit nicht abfinden und macht sich auf zu den anderen Göttern. Die haben sich jedoch, vom Kriegslärm genervt, zurückgezogen. Auf einem Mistkäfer reitend macht er sich auf zu Eirene, die er mit Hilfe des Volkes auf eigene Faust befreien möchte. Doch die Waffenhändler und Kirchenvertreter sind alles andere als begeistert über den drohenden Frieden...</p> <p>Peter Hacks Stück basiert auf der gleichnamigen Komödie von Aristophanes. Ob im antiken Griechenland, in der DDR Anfang der 60er-Jahre oder im heutigen Deutschland, DER FRIEDEN erhält stets eine traurige Aktualität. Die ernsten Fragen rund um Krieg und dessen Verlierer und Profiteure werden dennoch mit viel Witz verhandelt.</p>
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Bildunterschrift © Jörg Metzner
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Fotos Copyright © Jörg Metzner
Kritiken - Texte <p>„Ohne Schnörkel stellt die mehr als sehenswerte Inszenierung klar: Frieden ist, was die menschliche Natur ausmacht.“ (Angelika Neumann, Freie Presse)</p> <p>„Die Grundsatzentscheidung, auch von der Regie her auf das Wort und den Text zu setzen, ist goldrichtig und angemessen. In diesem kleinen, sehr gut klingenden Theater, wo die Schauspieler auch leise sprechen können und gut verstanden werden, entsteht so wirklich gekonnt umgesetztes Sprech-Liebhabertheater.“ (Stefan Petraschewsky, mdr.de)</p> <p>„1962 feiert Peter Hacks` überarbeitete Version im Ostberlin des Kalten Krieges einen rauschenden Erfolg. 2019 widmet sich nun in Freiberg der Intendant Ralf-Peter Schulze dem Stück aus Hacks` Feder. Er verzichtet auf die Integration aktuellen Zeitgeschehens. Derlei Kunstgriffe sind auch nicht nötig, denn das Werk hat nichts an Relevanz verloren.“ (Alexander Stark, Süddeutsche Zeitung)</p>
Kritiken - Dateien
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---- TITLE ----
Relation zum Titel Der Frieden
URL part der-frieden
Subtitel Komödie von Peter Hacks nach Aristophanes
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist André Asriel
Genre
Subverlaginfo
Damen 5
Herren 10
Ergaenzung Chor
Anmerkungen UA Deutsches Theater Berlin, 14. Oktober 1962
Einleitung <p>&quot;Es ist Krieg. Die Menschen leiden unter dem Wahn der Politiker, der zu Tod und Zerstörung führt. [...] Der Weinbauer Trygaios bricht auf zum Olymp, dem Sitz der Götter, auf dem Rücken eines fliegenden Mistkäfers reitend. Er sucht die Friedensgöttin Eirene, die den Menschen den Frieden bringen soll. Die Götter haben sich wegen Kriegslärmes zurückgezogen. Trygaios nutzt eine günstige Gelegenheit, als Kriegsgott Polemos abgelenkt ist, befreit er Eirene und die Göttinnen der Herbsternte und des Festes, Opora und Theorie. Er bringt den Menschen den Frieden, aber...&quot; (Oberhessische Presse, 29.05.1993)</p><p>Und seid ihr denn Menschen? Oder seid ihr vielmehr die schlimmsten Feinde der Menschen? Knochen pflanzt ihr in die Äcker und weiße Schädel in die Kürbisbeete. Eure Bergwerke leeren sich von Eisen und füllen sich mit den Leibern hingeschundener Sklaven; die Musik eurer Schmieden hämmert wie Totenglocken. Eure Mitgriechen zerhaut ihr mit Äxten, als ob ihr vorhättet, sie pfundweise zu verkaufen. Mit den Elementen verbündet ihr euch gegen die Schiffe, mit der Pest gegen die Dörfer, mit dem Wind gegen die Städte; so verkehrt ihr die fruchtbare Erde in eine schauderhafte Ödnis, wüst wie die Landschaft eurer zertrümmerten Seelen.</p>
Haupttext &quot;Das Thema - die Erringung und Herstellung des Friedens durch eine gemeinsame Kraftanstrengung - ist das aktuellste seit eh und je.&quot;
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Kritiken - Texte <p>Der Bund, Bern (09.10.1984): &quot;Ein deftig-derbes Stück, durchsetzt von Anspielungen und Ausfälligkeiten, drastisch in der bildlichen Anschaulichkeit der Sprache.&quot;</p><p>Appenzeller Zeitung Herisau (06.10.1984): &quot;Peter Hacks hat Aristophanes nicht einfach übersetzt, sondern die Substanz übernommen und mit modernen Mitteln reproduziert. [D]ie Bearbeitung von Hacks ist zeitgemäss, ohne die witzige Posse zu verfälschen, und die neuen Seitenhiebe sind durchaus treffsicher angebracht. Man kann von diesem modernisierten Aristophanes begeistert sein. [...] Es mag Theaterbesucher geben, die sich an den verbalen Obszönitäten stören mögen, die immer wieder zu hören sind. Diesmal sind sie keine modisch sein wollenden Zusätze, sondern sie gehen tatsächlich auf Aristophanes zurück, der hemmungslos das Erhabene und das Lächerliche, und dann eben auch das Heilige und das Obszöne hart gegeneinanderstellte. - Bei der Uraufführung der Bearbeitung von Hacks im Ostberliner Deutschen Theater im Jahre 1962 applaudierte das Publikum eine volle Stunde lang!&quot;</p><p>Marburger Schauspiel (06/07 1992): &quot;Abstand und Konkurrenz zum&nbsp; Aristophanes bringen Hacks' Witz, seine allzeit bereite Anspielungslaune und seine Sprachvirtuosität in Hochform. Das ist alles sinnlich, derb, ausgesucht, naiv und sehr bewußt und sehr schön.&quot;</p><p>Theater Heute: &quot;DER FRIEDEN wurde ein deutsches Bühnenereignis.&quot;</p>
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Hacks_Der_Frieden.pdf
Alphabetischer Titel Frieden, Der
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---- AUTHOR ----
Nachname Aristophanes
Vorname
Pseudonym
URL part aristophanes
Biografie Aristophanes wurde um 445 v.u.Z. in Athen geboren. Seine Gedankenwelt war eher konservativ geprägt, und seine politischen wie auch seine philosophischen Präferenzen (Bevorzugung der Aristkratie und älterer Philosophie gegenüber der Demokratie und den Sophisten) sind stets in seinen Stücken präsent, so auch seine Auseinandersetzung mit prominenten Zeitgenossen (Euripides , Sokrates u. a.).<br />Von seinen insgesamt 44 satirischen Stücken sind elf erhalten geblieben, davon stammen neun Stücke aus der Zeit des Peloponnesischen Krieges. Seine ersten drei Komödie wurden unter Pseudonymen aufgeführt.<br />Sein berühmtestes Werk schuf Aristophanes 411 v. Chr. mit der Kriegssatire &quot;Lysistrate&quot;.<br />Er starb um 385 in Athen.<br /><br />Die Werke des Aristophanes hatten einen beträchtlichen Einfluss auf die englische Satire, vornehmlich auf den englischen Dramatiker Ben Jonson im 17. Jahrhundert und den englischen Romanschriftsteller Henry Fielding im 18. Jahrhundert. <br /><br />
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Preise und Auszeichnungen


---- AUTHOR ----
Nachname Hacks
Vorname Peter
Pseudonym
URL part peter-hacks
Biografie <p>"Der heilige Benediktus, der, wie man mir sagt, im Jahre 480 geboren wurde, befaßte sich vornehmlich mit der Lösung des Problems, wie einer auf Erden möglichst glücklich leben und doch eben noch in den Himmel kommen könne. Ich, der ich, wie man mir sagt, im Jahre 1928 geboren bin, befasse mich (das zu Ändernde geändert) ganz mit demselben Problem."<br /> <br /> Geboren 1928 in Breslau, aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte in München Philosophie, Soziologie, Germanistik und Theaterwissenschaft, promovierte 1951 und ging – nach seinem ersten Bühenerfolg "Die Eröffnung des indischen Zeitalters" an den Kammerspielen 1955 – nach Berlin, DDR.<br /> 1960 wurde er von W. Langhoff an das Deutsche Theater Berlin als Autor und Dramaturg engagiert, das er 1963 nach einer Kritik der SED an seinem Stück "Die Sorgen und die Macht" verlassen musste. Seine Komödie "Moritz Tassow" wurde nach der Uraufführung an der Volksbühne abgesetzt.<br /> In den 70er Jahren avancierte Hacks in Westdeutschland zu einem der meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker. Er blieb im Westen über lange Zeit der berühmteste DDR Schriftsteller. Seine Werke wurden an west- wie an ostdeutschen Bühnen uraufgeführt. Zu Welterfolgen wurden sein Dramen "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe " und "Ein Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" sowie seine kongenialen Offenbach-Bearbeitungen ("Die schöne Helena") und Übersetzungen (u.a."Held der westlichen Welt")<br /> Seit der "Wende" lebte er zurückgezogen in Berlin. Seine letzten Werke (u.a.die "Dramolette") wurden bislang nicht uraufgeführt.<br /> Neben seinen Dramen, verfasste Hacks Essais ("Die Maßgaben der Kunst"), Gedichte und Kinderbücher. Zu seinem 75. Geburtstag im März 2003 erschien im Eulenspiegel Verlag Berlin eine 15-bändige Werkausgabe.<br /> Im Drei Masken Verlag wird seit 1956 das gesamte dramatische Schaffen des Autors betreut.<br /> Er verstarb am 28. August 2003 in Groß Machnow bei Berlin.</p> <p>"Wie viele Bühnen erinnern sich, dass Hacks noch immer der beständigste und heiterste zeitgenössische deutsche Autor ist?" (FAZ, 29.02.1968, Günther Rühle)</p>
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