Zum Hauptinhalt springen

Der Frieden

Komödie von Peter Hacks nach Aristophanes


Aristophanes, Peter Hacks

André Asriel


5 D | 10 H
Chor

"Es ist Krieg. Die Menschen leiden unter dem Wahn der Politiker, der zu Tod und Zerstörung führt. [...] Der Weinbauer Trygaios bricht auf zum Olymp, dem Sitz der Götter, auf dem Rücken eines fliegenden Mistkäfers reitend. Er sucht die Friedensgöttin Eirene, die den Menschen den Frieden bringen soll. Die Götter haben sich wegen Kriegslärmes zurückgezogen. Trygaios nutzt eine günstige Gelegenheit, als Kriegsgott Polemos abgelenkt ist, befreit er Eirene und die Göttinnen der Herbsternte und des Festes, Opora und Theorie. Er bringt den Menschen den Frieden, aber..." (Oberhessische Presse, 29.05.1993)

Und seid ihr denn Menschen?

Oder seid ihr vielmehr die schlimmsten Feinde der Menschen? Knochen pflanzt ihr in die Äcker und weiße Schädel in die Kürbisbeete. Eure Bergwerke leeren sich von Eisen und füllen sich mit den Leibern hingeschundener Sklaven; die Musik eurer Schmieden hämmert wie Totenglocken. Eure Mitgriechen zerhaut ihr mit Äxten, als ob ihr vorhättet, sie pfundweise zu verkaufen. Mit den Elementen verbündet ihr euch gegen die Schiffe, mit der Pest gegen die Dörfer, mit dem Wind gegen die Städte; so verkehrt ihr die fruchtbare Erde in eine schauderhafte Ödnis, wüst wie die Landschaft eurer zertrümmerten Seelen.

"Das Thema - die Erringung und Herstellung des Friedens durch eine gemeinsame Kraftanstrengung - ist das aktuellste seit eh und je."

UA Deutsches Theater Berlin, 14. Oktober 1962

Zurück




---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----
Relation zum Titel Der Frieden
URL part der-frieden
Subtitel Komödie von Peter Hacks nach Aristophanes
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist André Asriel
Genre
Subverlaginfo
Damen 5
Herren 10
Ergaenzung Chor
Anmerkungen UA Deutsches Theater Berlin, 14. Oktober 1962
Einleitung <p>&quot;Es ist Krieg. Die Menschen leiden unter dem Wahn der Politiker, der zu Tod und Zerstörung führt. [...] Der Weinbauer Trygaios bricht auf zum Olymp, dem Sitz der Götter, auf dem Rücken eines fliegenden Mistkäfers reitend. Er sucht die Friedensgöttin Eirene, die den Menschen den Frieden bringen soll. Die Götter haben sich wegen Kriegslärmes zurückgezogen. Trygaios nutzt eine günstige Gelegenheit, als Kriegsgott Polemos abgelenkt ist, befreit er Eirene und die Göttinnen der Herbsternte und des Festes, Opora und Theorie. Er bringt den Menschen den Frieden, aber...&quot; (Oberhessische Presse, 29.05.1993)</p><p>Und seid ihr denn Menschen? Oder seid ihr vielmehr die schlimmsten Feinde der Menschen? Knochen pflanzt ihr in die Äcker und weiße Schädel in die Kürbisbeete. Eure Bergwerke leeren sich von Eisen und füllen sich mit den Leibern hingeschundener Sklaven; die Musik eurer Schmieden hämmert wie Totenglocken. Eure Mitgriechen zerhaut ihr mit Äxten, als ob ihr vorhättet, sie pfundweise zu verkaufen. Mit den Elementen verbündet ihr euch gegen die Schiffe, mit der Pest gegen die Dörfer, mit dem Wind gegen die Städte; so verkehrt ihr die fruchtbare Erde in eine schauderhafte Ödnis, wüst wie die Landschaft eurer zertrümmerten Seelen.</p>
Haupttext &quot;Das Thema - die Erringung und Herstellung des Friedens durch eine gemeinsame Kraftanstrengung - ist das aktuellste seit eh und je.&quot;
Bild
Bildunterschrift
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte <p>Der Bund, Bern (09.10.1984): &quot;Ein deftig-derbes Stück, durchsetzt von Anspielungen und Ausfälligkeiten, drastisch in der bildlichen Anschaulichkeit der Sprache.&quot;</p><p>Appenzeller Zeitung Herisau (06.10.1984): &quot;Peter Hacks hat Aristophanes nicht einfach übersetzt, sondern die Substanz übernommen und mit modernen Mitteln reproduziert. [D]ie Bearbeitung von Hacks ist zeitgemäss, ohne die witzige Posse zu verfälschen, und die neuen Seitenhiebe sind durchaus treffsicher angebracht. Man kann von diesem modernisierten Aristophanes begeistert sein. [...] Es mag Theaterbesucher geben, die sich an den verbalen Obszönitäten stören mögen, die immer wieder zu hören sind. Diesmal sind sie keine modisch sein wollenden Zusätze, sondern sie gehen tatsächlich auf Aristophanes zurück, der hemmungslos das Erhabene und das Lächerliche, und dann eben auch das Heilige und das Obszöne hart gegeneinanderstellte. - Bei der Uraufführung der Bearbeitung von Hacks im Ostberliner Deutschen Theater im Jahre 1962 applaudierte das Publikum eine volle Stunde lang!&quot;</p><p>Marburger Schauspiel (06/07 1992): &quot;Abstand und Konkurrenz zum&nbsp; Aristophanes bringen Hacks' Witz, seine allzeit bereite Anspielungslaune und seine Sprachvirtuosität in Hochform. Das ist alles sinnlich, derb, ausgesucht, naiv und sehr bewußt und sehr schön.&quot;</p><p>Theater Heute: &quot;DER FRIEDEN wurde ein deutsches Bühnenereignis.&quot;</p>
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Hacks_Der_Frieden.pdf
Alphabetischer Titel Frieden, Der
Mailorder 0
PDF Leseprobe