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DER MALER DES KÖNIGS - Uraufführung am Meininger Theater

Am 11. Dezember 2010 findet am Südthüringischen Staatstheater Meiningen eine mit Spannung erwartete Uraufführung statt: Eines der späten Theaterstücke Peter Hacks' wird zum ersten Mal auf der Bühne zu sehen sein: DER MALER DES KÖNIGS, entstanden 1991, eine Parabel auf Untergangs- und Wendezeiten transportiert eine resignative Grundstimmung und besticht durch seine sprachliche Leichtigkeit.
"Von moderner Sprachkrise", so heißt es in einer Rezension zu Hacks' späten Stücken, "scheint dieser Autor wenig zu wissen. Er zielt auf die gelungene Formulierung, wenn es sein muß, auch abseits der Handlung. Seine Figuren konstituieren sich sogar dort, wo sie resignieren, als Subjekte auch, indem sie Welt in und durch Sprache fassen. Dass dem real nur bedingt so ist, leugnet Hacks nicht; im Gegnteil finden sich in fast allen Stücken abfällige Äußerungen über das Volk, das nicht begreift. Auch in dieser Hinsicht ist seine Kunst Gegenbild." (Kai Köhler, www.literaturkritik.de, 2. Februar 2000)

ZUM INHALT:
DER MALER DES KÖNIGS, Boucher, ist verarmt und aus der Mode gekommen; seine erotischen Bilder verfallen dem moralischen Verdikt der nun erfolgreicheren Künstler, die die aufkommenden bürgerlichen Tugenden propagieren. Sein Schüler Fragonard und das ehemalige Modell O`Murphy begegnen sich in dem ärmlichen Atelier, das Boucher und Madame O`Murphy bewohnen. Der Rum ist verflossen, der Reichtum dahin und dqas Alter offenbart seine Spuren.

Hauptsächlich erinnern sich die Figuren an die glorreichen Tage am Hof Ludwigs XV., sowie an seinen ewigen Gegener, den Maler Geuze. Geuze lebt im Wohlstand und ist erfolgreich - alles das, was Boucher nicht ist. Einzig fehlt Geuze in seiner Karriere der Titel "Der Maler des Königs" und der damit verbundene Vorsitz in der Akademie. Deswegen hasst Boucher den jüngeren Maler-Kollegen und dessen Popularität. Am Ende triumphiert Boucher: Sein meistgehasster Konkurrent scheitert am Hof.

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Titel DER MALER DES KÖNIGS - Uraufführung am Meininger Theater
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Einleitung Am 11. Dezember 2010 findet am Südthüringischen Staatstheater Meiningen eine mit Spannung erwartete Uraufführung statt: Eines der späten Theaterstücke Peter Hacks' wird zum ersten Mal auf der Bühne zu sehen sein: DER MALER DES KÖNIGS, entstanden 1991, eine Parabel auf Untergangs- und Wendezeiten transportiert eine resignative Grundstimmung und besticht durch seine sprachliche Leichtigkeit. <br />&quot;Von moderner Sprachkrise&quot;, so heißt es in einer Rezension zu Hacks' späten Stücken, &quot;scheint dieser Autor wenig zu wissen. Er zielt auf die gelungene Formulierung, wenn es sein muß, auch abseits der Handlung. Seine Figuren konstituieren sich sogar dort, wo sie resignieren, als Subjekte auch, indem sie Welt in und durch Sprache fassen. Dass dem real nur bedingt so ist, leugnet Hacks nicht; im Gegnteil finden sich in fast allen Stücken abfällige Äußerungen über das Volk, das nicht begreift. Auch in dieser Hinsicht ist seine Kunst Gegenbild.&quot; (Kai Köhler, www.literaturkritik.de, 2. Februar 2000)
Hauptteil ZUM INHALT: <br />DER MALER DES KÖNIGS, Boucher, ist verarmt und aus der Mode gekommen; seine erotischen Bilder verfallen dem moralischen Verdikt der nun erfolgreicheren Künstler, die die aufkommenden bürgerlichen Tugenden propagieren. Sein Schüler Fragonard und das ehemalige Modell O`Murphy begegnen sich in dem ärmlichen Atelier, das Boucher und Madame O`Murphy bewohnen. Der Rum ist verflossen, der Reichtum dahin und dqas Alter offenbart seine Spuren.<br /><br />Hauptsächlich erinnern sich die Figuren an die glorreichen Tage am Hof Ludwigs XV., sowie an seinen ewigen Gegener, den Maler Geuze. Geuze lebt im Wohlstand und ist erfolgreich - alles das, was Boucher nicht ist. Einzig fehlt Geuze in seiner Karriere der Titel &quot;Der Maler des Königs&quot; und der damit verbundene Vorsitz in der Akademie. Deswegen hasst Boucher den jüngeren Maler-Kollegen und dessen Popularität. Am Ende triumphiert Boucher: Sein meistgehasster Konkurrent scheitert am Hof.
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Genre Komödie
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Anmerkungen UA Theater Meiningen, 11. Dezember 2010
Einleitung DER MALER DES KÖNIGS, Boucher, ist verarmt und aus der Mode gekommen; seine erotischen Bilder verfallen dem moralischen Verdikt der nun erfolgreicheren Künstler, die die aufkommenden bürgerlichen Tugenden propagieren. Sein Schüler Fragonard und das ehemalige Modell O`Murphy begegnen sich in dem ärmlichen Atelier, das Boucher und Madame O`Murphy bewohnen. Der Rum ist verflossen, der Reichtum dahin und das Alter offenbart seine Spuren.
Haupttext <p>In seiner Komödie bezieht sich Peter Hacks auf die Situation des Künstlers innerhalb des Staates und seinen Einfluss auf die Gesellschaft. Die Geschichte versetzt der Dramatiker in die glorreiche Zeit Ludwigs XV., der den erfolgreichen Francois Boucher, Direktor der Akademie der Künste, zum Hofmaler ernannt hatte. Unbestritten war dessen Werk &quot;Die Odaliske&quot; einer der Glanzpunkte seines Schaffens. <br /><br />35 Jahre sind seitdem vergangen und wir finden den mittlerweile verarmten Boucher mit Mme. OMurphy, einstiges liebreizendes Modell zur Odaliske, in einem verrotteten Atelier wieder. In einer Zeit der politischen Wende ist Boucher aus der Mode gekommen und auch das Werk seines ehemaligen Schülers Jean-Honoré Fragonard hat seinen Wert eingebüßt. Hingegen droht Bouchers Konkurrent und erklärter Erzfeind Jean-Baptiste Greuze, dem er jegliche Begabung abspricht, als erfolgreicher Maler den Sieg über die französische Malerei zu erringen. Boucher, der seinen Glauben an die Kunst verloren hat, stellt in dieser resignativen Situation lakonisch fest: &quot;Wenn ich eines Morgens aufwache und feststelle, dass ich tot bin, werde ich mich besser fühlen.&quot; Da bringt Fragonard eines Tages eine überraschende Nachricht. <br /><br />Die 1991 entstandene Parabel auf Untergangs- und Wendezeiten kommt nun in den Kammerspielen zur Uraufführung. In ihr thematisiert der 1955 in die DDR eingereiste Autor das Zusammenwirken von Kunst, Politik und Gesellschaft. </p><p>Zwar ist Hacks' Spätwerk von einem resignativem Unterton unterlegt, doch in diesem Theaterstück (geschrieben 1999) ist er auch heiter - vor allem durch die Leichtigkeit und Genauigkeit seiner Sprache.</p><p></p>
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---- AUTHOR ----
Nachname Hacks
Vorname Peter
Pseudonym
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Biografie <p>"Der heilige Benediktus, der, wie man mir sagt, im Jahre 480 geboren wurde, befaßte sich vornehmlich mit der Lösung des Problems, wie einer auf Erden möglichst glücklich leben und doch eben noch in den Himmel kommen könne. Ich, der ich, wie man mir sagt, im Jahre 1928 geboren bin, befasse mich (das zu Ändernde geändert) ganz mit demselben Problem."<br /> <br /> Geboren 1928 in Breslau, aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte in München Philosophie, Soziologie, Germanistik und Theaterwissenschaft, promovierte 1951 und ging – nach seinem ersten Bühenerfolg "Die Eröffnung des indischen Zeitalters" an den Kammerspielen 1955 – nach Berlin, DDR.<br /> 1960 wurde er von W. Langhoff an das Deutsche Theater Berlin als Autor und Dramaturg engagiert, das er 1963 nach einer Kritik der SED an seinem Stück "Die Sorgen und die Macht" verlassen musste. Seine Komödie "Moritz Tassow" wurde nach der Uraufführung an der Volksbühne abgesetzt.<br /> In den 70er Jahren avancierte Hacks in Westdeutschland zu einem der meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker. Er blieb im Westen über lange Zeit der berühmteste DDR Schriftsteller. Seine Werke wurden an west- wie an ostdeutschen Bühnen uraufgeführt. Zu Welterfolgen wurden sein Dramen "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe " und "Ein Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" sowie seine kongenialen Offenbach-Bearbeitungen ("Die schöne Helena") und Übersetzungen (u.a."Held der westlichen Welt")<br /> Seit der "Wende" lebte er zurückgezogen in Berlin. Seine letzten Werke (u.a.die "Dramolette") wurden bislang nicht uraufgeführt.<br /> Neben seinen Dramen, verfasste Hacks Essais ("Die Maßgaben der Kunst"), Gedichte und Kinderbücher. Zu seinem 75. Geburtstag im März 2003 erschien im Eulenspiegel Verlag Berlin eine 15-bändige Werkausgabe.<br /> Im Drei Masken Verlag wird seit 1956 das gesamte dramatische Schaffen des Autors betreut.<br /> Er verstarb am 28. August 2003 in Groß Machnow bei Berlin.</p> <p>"Wie viele Bühnen erinnern sich, dass Hacks noch immer der beständigste und heiterste zeitgenössische deutsche Autor ist?" (FAZ, 29.02.1968, Günther Rühle)</p>
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