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UA am Theater Chemnitz: DIE HANDGRIFFE DER EVAKUIERUNG

Susanna Mewes Theaterstück DIE HANDGRIFFE DER EVAKUIERUNG (3 D), das im vergangenen Jahr mit dem Retzhofer Literaturpreis ausgezeichnet wurde, ist seit 16. März 2012 in der Inszenierung von Alexandra Wilke in Chemnitz zu sehen. Mit geschickten Szenen- und Rollenwechseln erzählt Mewes Text von der ungewöhnlichen Liebe zwischen der Professorin Rita und ihrer Studentin Gloria und den routiniert ablaufenden Bemühungen dreier Stewardessen. "'Die Handgriffe der Evakuierung' sind wieder und wieder geübt. Drei Flugbegleiterinnen wissen, was zu tun ist, schließlich gibt es Vorschriften. Doch solche haben drei andere Frauen nciht: eine Literaturprofessorin, die gegen den Krebs kämpft, eine ihrer Studentinnen, die bei ihr einzieht und wie im Stand-by-Modus verharrt, ohne endlich ihren Abschluss zu machen, und die Tochter der Professorin, mit der keine Verständigung mehr möglich scheint. (...) Sprachlosigkeit eines Lebens, in dem Orientierung verloren zu sein scheint." (Freie Presse, 19. März 2012)

www.theater-chemnitz.de/sparten/schauspiel/repertoire/ankuendigung_handgriffe_evakuierung.html

Begründung der Jury des Retzhofer Literaturpreises 2011:

"Die häufigen Szenen- und Rollenwechsel in dem Stück sind dabei keineswegs beliebig, sondern laufen in einer scharfen, manchmal fast spröde genauen, aber auch humorvollen Sprache auf einen Fluchtpunkt zu: die verzweifelt absurden Sicherheitsbemühungen und -versprechungen der absoluten Servicegesellschaft. Dem stellt das Stück eine Krebserkrankung gegenüber, weniger als einfaches dramaturgisches Antriebsmittel, sondern als in seiner ganzen Kläglichkeit und Bedrohlichkeit simples Faktum, vor dem die Masken der Souveränität schnell fallen. Was vielleicht helfen könnte: die unberechenbare und unbändige Vitalität, die auch in dem Stück steckt. Genau mit dieser Vitalität, finden wir, drängt das Stück auf die Bühne. Die konsequente Besetzung mit vier Frauen verstehen wir dabei als Herausforderung an das Ensemble, sich mit ganzer Emotionalität, aber auch formaler Intelligenz auf die "Handgriffe der Evakuierung" einzulassen."

UA am Theater Chemnitz: DIE HANDGRIFFE DER EVAKUIERUNG

Susanna Mewe, Die Handgriffe der Evakuierung; Theater Chemnitz, 2011/12

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Titel UA am Theater Chemnitz: DIE HANDGRIFFE DER EVAKUIERUNG
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Einleitung <p>Susanna Mewes Theaterstück DIE HANDGRIFFE DER EVAKUIERUNG (3 D), das im vergangenen Jahr mit dem Retzhofer Literaturpreis ausgezeichnet wurde, ist seit 16. März 2012 in der <a external="1" class="external-link-new-window" target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=hwUo1y7qsVo">Inszenierung von Alexandra Wilke in Chemnitz</a> zu sehen. Mit geschickten Szenen- und Rollenwechseln erzählt Mewes Text von der ungewöhnlichen Liebe zwischen der Professorin Rita und ihrer Studentin Gloria und den routiniert ablaufenden Bemühungen dreier Stewardessen. &quot;'Die Handgriffe der Evakuierung' sind wieder und wieder geübt. Drei Flugbegleiterinnen wissen, was zu tun ist, schließlich gibt es Vorschriften. Doch solche haben drei andere Frauen nciht: eine Literaturprofessorin, die gegen den Krebs kämpft, eine ihrer Studentinnen, die bei ihr einzieht und wie im Stand-by-Modus verharrt, ohne endlich ihren Abschluss zu machen, und die Tochter der Professorin, mit der keine Verständigung mehr möglich scheint. (...) Sprachlosigkeit eines Lebens, in dem Orientierung verloren zu sein scheint.&quot; (Freie Presse, 19. März 2012)</p><p>http://www.theater-chemnitz.de/sparten/schauspiel/repertoire/ankuendigung_handgriffe_evakuierung.html</p>
Hauptteil <u>Begründung der Jury des Retzhofer Literaturpreises 2011:</u> &quot;Die häufigen Szenen- und Rollenwechsel in dem Stück sind dabei keineswegs beliebig, sondern laufen in einer scharfen, manchmal fast spröde genauen, aber auch humorvollen Sprache auf einen Fluchtpunkt zu: die verzweifelt absurden Sicherheitsbemühungen und -versprechungen der absoluten Servicegesellschaft. Dem stellt das Stück eine Krebserkrankung gegenüber, weniger als einfaches dramaturgisches Antriebsmittel, sondern als in seiner ganzen Kläglichkeit und Bedrohlichkeit simples Faktum, vor dem die Masken der Souveränität schnell fallen. Was vielleicht helfen könnte: die unberechenbare und unbändige Vitalität, die auch in dem Stück steckt. Genau mit dieser Vitalität, finden wir, drängt das Stück auf die Bühne. Die konsequente Besetzung mit vier Frauen verstehen wir dabei als Herausforderung an das Ensemble, sich mit ganzer Emotionalität, aber auch formaler Intelligenz auf die &quot;Handgriffe der Evakuierung&quot; einzulassen.&quot;
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Bildunterschrift Susanna Mewe, Die Handgriffe der Evakuierung; Theater Chemnitz, 2011/12
Infofeld Ueberschrift
Infofeld Text
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Fotos Copyright Die Handgriffe der Evakuierung, Susanna Mewe; Theater Chemnitz, 2011/12
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Relation zum Titel Die Handgriffe der Evakuierung
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Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
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Damen 4
Herren 0
Ergaenzung mind. 3 D
Anmerkungen <p>Gewinnerstück des Retzhofer Literaturpreises 2011<br / >UA am Theater Chemnitz, 16.03.2012</p>
Einleitung Drei Stewardessen auf einem Langstreckenflug. Ihre Rolle zwingt sie, inmitten des sie umgebenden, unaufhörlichen Treibens statisch zu bleiben, bzw. sich dem Korsett genau choreographierter Bewegungsabläufe anzupassen. Weder dürfen sie den aufmerksamen, stets servicebereiten Blick abwenden, noch können sie sich selbst den Blicken der Passagiere entziehen. Rita ist Literaturwissenschaftlerin, Anfang Sechzig und leidet an Krebs. Während sie mit den Nebenwirkungen der Behandlung zu kämpfen hat, beginnt sich ihr Selbstbild langsam aufzulösen. In ihrem Bewusstsein verknüpft sich das Voranschreiten der Krankheit immer mehr mit der Erinnerung an die Liebesbeziehung zu ihrer ehemaligen Studentin Gloria, für die sie vor zehn Jahren alles aufgegeben hat: ihre Familie, ihre Professur, das gute Verhältnis zu ihren Kindern. Doch nun ist Gloria fort. Gloria ist Anfang Zwanzig, eine mittelmäßige Studentin, die nicht weiß, wo ihre Begabungen liegen, oder was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Ihre schlimmste Furcht ist es, sich irgendwann mit der eigenen Mittelmäßigkeit abfinden zu müssen. Und so kämpft sie sich verbissen durch ihr Studium und durch Jobs, immer in Erwartung eines alles umstürzenden Ereignisses, das sie aus ihrem orientierungslosen Leben herausreißen wird.<p></p><p></p>
Haupttext Begründung der Jury: &quot;Die Handgriffe der Evakuierung&quot; erzählen von einer nicht alltäglichen Liebe zwischen einer Literaturprofessorin und ihrer Studentin. Und vom täglichen Dienstleistungskampf von Stewardessen. Und von einer weisen Oma. Und von einer Diagnose im Krankenhaus. Die häufigen Szenen- und Rollenwechsel in dem Stück sind dabei keineswegs beliebig, sondern laufen in einer scharfen, manchmal fast spröde genauen, aber auch humorvollen Sprache auf einen Fluchtpunkt zu: die verzweifelt absurden Sicherheitsbemühungen und -versprechungen der absoluten Servicegesellschaft. Dem stellt das Stück eine Krebserkrankung gegenüber, weniger als einfaches dramaturgisches Antriebsmittel, sondern als in seiner ganzen Kläglichkeit und Bedrohlichkeit simples Faktum, vor dem die Masken der Souveränität schnell fallen. Was vielleicht helfen könnte: die unberechenbare und unbändige Vitalität, die auch in dem Stück steckt. Genau mit dieser Vitalität, finden wir, drängt das Stück auf die Bühne. Die konsequente Besetzung mit vier Frauen verstehen wir dabei als Herausforderung an das Ensemble, sich mit ganzer Emotionalität, aber auch formaler Intelligenz auf die &quot;Handgriffe der Evakuierung&quot; einzulassen.&quot; Die Jury des Retzhofer Dramapreises 2011: Andreas Beck, Künstlerische Leitung Schauspielhaus Wien Jan-Christoph Gockel, Regisseur Esther Holland-Merten, Dramaturgin Schauspiel Chemnitz Dietmar Seiler, Dramaturg, zuletzt künstlerischer Leiter der regionale10 Peter Waterhouse, Autor
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---- AUTHOR ----
Nachname Mewe
Vorname Susanna
Pseudonym
URL part susanna-mewe
Biografie 1981 in Paderborn geboren. Sie studierte Anglistik, Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität Hamburg und an der FU Berlin und schloss ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig ab. Sie schreibt Dramatik und Prosa und übersetzt Lyrik. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Zuletzt erschien die Übersetzung des Gedichtbands „Wir wollten Amerika finden“ von Kevin Prufer (Luxbooks 2011, Mitübersetzer Norbert Lange)<br /><br /><br />
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Preise und Auszeichnungen <p>2011<br />Alfred Döblin Stipendium der Akademie der Künste </p><p>Prosanova Publikumspreis </p><p>Retzhofer Dramapreis </p><p>2010 <br /> Stadtschreiberstipendium der Stadt Schwaz/Österreich </p><p>2009 <br />Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik (zus. m. A. Lepper und L. Naumann) </p><p>2008 <br />Einladung zur Werkstatt der Theaterbiennale in Wiesbaden (Forum junger Autoren) </p><p>2004 <br />Werkstatttage der Berliner Festspiele </p><p>2003 <br />Werkstatttage der Wiener Burgtheaters</p>