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Der Held der westlichen Welt

Stück in drei Akten

The Playboy of the Western World


John Millington Synge

Aus dem Englischen

Übersetzung durch Anna-Elisabeth Wiede, Peter Hacks


6 D | 13 H
Stat.

Dieser „playboy“ (Originaltitel bei Synge) war nie ein Held, sondern ist ein junger Mann, der seinen Vater im Streit mit einem Spaten angeblich vom Leben zum Tode befördert hat. Nun zieht der Vatermörder voll Angst vor der Festnahme durchs Land und sucht einen Unterschlupf. Den findet er in einem Wirtshaus mitten im Wald. Hungrig und frierend erzählt er dort seine Geschichte. Die kleine Dorfgemeinschaft bewundert seinen Mut, man begegnet ihm mit einer Mischung aus Angst und Bewunderung. Der Wirt stellt ihn als respektheischenden Schankkellner ein. Er gewinnt die Herzen zweier Frauen vom Ort - der Tochter des Wirtsbesitzers und einer geschäftstüchtige Witwe - und siegt bravourös bei einem Rennen. Mitten in Siegerlaune taucht der tot geglaubte Vater auf. Die Leute vom Dorf sehen in ihm jetzt einen großmäuligen Aufschneider und fallen von ihm ab. Auch die Wirtstochter ist nicht mehr an ihm interessiert. Der Sohn gerät in Streit mit dem Vater, und haut ihm ein zweites Mal eins über den Schädel. Aber auch der zweite Mordversuch misslingt und schließlich ziehen sie gemeinsam weiter: der Alte ruhiger, der Sohn erwachsen geworden.

Anna-Elisabeth Wiede-Hacks und Peter Hacks Übersetzung des Klassikers entstand auf Anregung Bertolt Brechts und wurde an dessen Berliner Ensemble im Mai 1956 erstmals aufgeführt. "Im Vergleich zu der Übertragung von Heinrich Böll und seiner Frau findet der Theaterhistoriker Klaus Völker die von Hacks "absichtsvoller", politischer und sprachlich genauer: "Diese Übersetzung erfasst als einzige den ganzen poetischen Reichtum der Sprache Synges, ihres groteske Verschlagenheit und ihre gedanklichen Wendungen." (Mykenae, 15/2011)

Erstaufführung Berliner Ensemble, 11. Mai 1956

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Relation zum Titel Der Held der westlichen Welt
URL part der-held-der-westlichen-welt-1
Subtitel Stück in drei Akten
Originaltitel The Playboy of the Western World
Coautoren
Uebersetzung Aus dem Englischen
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 6
Herren 13
Ergaenzung Stat.
Anmerkungen Erstaufführung Berliner Ensemble, 11. Mai 1956
Einleitung <p>Dieser „playboy“ (Originaltitel bei Synge) war nie ein Held, sondern ist ein junger Mann, der seinen Vater im Streit mit einem Spaten angeblich vom Leben zum Tode befördert hat. Nun zieht der Vatermörder voll Angst vor der Festnahme durchs Land und sucht einen Unterschlupf. Den findet er in einem Wirtshaus mitten im Wald. Hungrig und frierend erzählt er dort seine Geschichte. Die kleine Dorfgemeinschaft bewundert seinen Mut, man begegnet ihm mit einer Mischung aus Angst und Bewunderung. Der Wirt stellt ihn als respektheischenden Schankkellner ein. Er gewinnt die Herzen zweier Frauen vom Ort - der Tochter des Wirtsbesitzers und einer geschäftstüchtige Witwe - und siegt bravourös bei einem Rennen. Mitten in Siegerlaune taucht der tot geglaubte Vater auf. Die Leute vom Dorf sehen in ihm jetzt einen großmäuligen Aufschneider und fallen von ihm ab. Auch die Wirtstochter ist nicht mehr an ihm interessiert. Der Sohn gerät in Streit mit dem Vater, und haut ihm ein zweites Mal eins über den Schädel. Aber auch der zweite Mordversuch misslingt und schließlich ziehen sie gemeinsam weiter: der Alte ruhiger, der Sohn erwachsen geworden.</p>
Haupttext <p>Anna-Elisabeth Wiede-Hacks und Peter Hacks Übersetzung des Klassikers entstand auf Anregung Bertolt Brechts und wurde an dessen Berliner Ensemble im Mai 1956 erstmals aufgeführt. "Im Vergleich zu der Übertragung von Heinrich Böll und seiner Frau findet der Theaterhistoriker Klaus Völker die von Hacks "absichtsvoller", politischer und sprachlich genauer: "Diese Übersetzung erfasst als einzige den ganzen poetischen Reichtum der Sprache Synges, ihres groteske Verschlagenheit und ihre gedanklichen Wendungen." (Mykenae, 15/2011)</p>
Bild
Bildunterschrift
Fotos
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Kritiken - Texte <p>Zur Inszenierung am Theater Stendal, 2010/11:</p> <p>"Regisseur Hannes Hametner hielt sich an die Übersetzung von Anna Elisabeth Wiede und Peter Hacks, die als feinste Übertragung des Werkes ins Deutsche gilt. Die Inszenierung lässt die poetische Sprache voller Witz und Scharfsinn nahezu unberührt. Sich auf ihren Klang einzulassen, ist Theatererlebnis allein."</p>
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