Zum Hauptinhalt springen

Mala Zementbaum


Armin Petras, Thomas Lawinky


1 D | 3 H

Homer, in seiner Jugend inoffzieller Mitarbieter der Staatssicherheit, und Kevin, sein ehemaliger Führungsoffizier, treffen sich nach langer Zeit (lange nach der Wende) in einem herunter gekommenen Hotelzimmer wieder. Armin Petras hat zusammen mit dem Schauspieler Thomas Lawinky eine Theaterstück geschrieben, das die Lebensgeschichte Lawinky zugrunde legt, der in der DDR als IM tätig war. Die Frage: wie konnte aus einem jungen Dissidenten ein Spitzel werden? Ein Stück über den Umgang mit der gelebten Wirklichkeit: über Opfer und Täter.

Homer, arbeitslos, in seiner Jugend IM, und Kevin - Mitarbeiter einer Firma für Personenschutz und sein ehemaliger Führungsoffizier - treffen sich in einem heruntergekommenen Hotelzimmer. Man hat sie zu einer Untersuchung geladen. Eine Frau taucht auf (eine ehemalige Miss 2000 eines osteuropäischen Landes), die ihren Partner sucht. Kevin wittert Gefahr, sie wird gefesselt und im Zimmer verwahrt. Dann taucht ein Mann auf, der von Kevin zusammen geschlagen und gleichfalls im Zimmer verstaut wird - es stellt sich heraus, dass die Beiden für gleiche Firma arbeiten wie die Spitzel.
Es beginnt ein "Verwirrspiel", in dem sich die Wirklichkeitsebenen von Vergangenheit (in der DDR) und heute vermischen: die Erzählungen von damals als Homer für die Stasi arbeitete vermengen sich mit der Gegenwart, in der die beiden wieder für den Staat Überwachungsaufgaben übernehmen. Es ist auch ein Kampf zweier Männer ums Überleben. Überleben als Täter und als Opfer, beide kämpfen, beide sind Täter. Schon einmal in der Geschichte gab es Täter. Die Frau erzählt die Geschichte der Mala Zementbaum, die mit ihrem polnischen Geliebten aus dem KZ floh, sich danach aus den Augen verloren (Malas Liebe wurde verraten) und nach 45 Jahren wieder sahen. Ein kurzes Glück im Wiedertreffen, danach verstarb Mala.

Petras/ Lawinky haben ein Theaterstück über Biographien geschrieben, die sich verstrickten in Schuld, die Täter waren und noch heute Täter sind, die Opfer waren und noch heute Opfer sind. In den Erzählungen von damals wird jeweils eine Seite des Lebens sichtbar: ist es aber die Wahrheit, die wirkliche Geschichte? Und heute: wie leben die Täter und Opfer heute?
"Unter Verwendung von autobiographischem Material lassen die Autoren die Vergangenheit zu einer wandelbaren Realität werden und nutzen die Möglichkeit des Theaters, um sichtbar zu machen, was für die Wirklichkeit jenseits des Theaters im Verborgenen gilt: das Verdrängte kommt sowieso wieder, irgendwann." (M.Gorki, Vorschau)

UA Maxim Gorki Theater Berlin, 09. Februar 2007 (R.: Milan Peschel)

Nominiert für die 32. Mühlheimer Theatertage 2007

Zurück




---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----
Relation zum Titel Mala Zementbaum
URL part mala-zementbaum
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 3
Ergaenzung
Anmerkungen <p>UA Maxim Gorki Theater Berlin, 09. Februar 2007 (R.: Milan Peschel)</p><p>Nominiert für die 32. Mühlheimer Theatertage 2007</p>
Einleitung Homer, in seiner Jugend inoffzieller Mitarbieter der Staatssicherheit, und Kevin, sein ehemaliger Führungsoffizier, treffen sich nach langer Zeit (lange nach der Wende) in einem herunter gekommenen Hotelzimmer wieder. Armin Petras hat zusammen mit dem Schauspieler Thomas Lawinky eine Theaterstück geschrieben, das die Lebensgeschichte Lawinky zugrunde legt, der in der DDR als IM tätig war. Die Frage: wie konnte aus einem jungen Dissidenten ein Spitzel werden? Ein Stück über den Umgang mit der gelebten Wirklichkeit: über Opfer und Täter.
Haupttext Homer, arbeitslos, in seiner Jugend IM, und Kevin - Mitarbeiter einer Firma für Personenschutz und sein ehemaliger Führungsoffizier - treffen sich in einem heruntergekommenen Hotelzimmer. Man hat sie zu einer Untersuchung geladen. Eine Frau taucht auf (eine ehemalige Miss 2000 eines osteuropäischen Landes), die ihren Partner sucht. Kevin wittert Gefahr, sie wird gefesselt und im Zimmer verwahrt. Dann taucht ein Mann auf, der von Kevin zusammen geschlagen und gleichfalls im Zimmer verstaut wird - es stellt sich heraus, dass die Beiden für gleiche Firma arbeiten wie die Spitzel. <br />Es beginnt ein &quot;Verwirrspiel&quot;, in dem sich die Wirklichkeitsebenen von Vergangenheit (in der DDR) und heute vermischen: die Erzählungen von damals als Homer für die Stasi arbeitete vermengen sich mit der Gegenwart, in der die beiden wieder für den Staat Überwachungsaufgaben übernehmen. Es ist auch ein Kampf zweier Männer ums Überleben. Überleben als Täter und als Opfer, beide kämpfen, beide sind Täter. Schon einmal in der Geschichte gab es Täter. Die Frau erzählt die Geschichte der Mala Zementbaum, die mit ihrem polnischen Geliebten aus dem KZ floh, sich danach aus den Augen verloren (Malas Liebe wurde verraten) und nach 45 Jahren wieder sahen. Ein kurzes Glück im Wiedertreffen, danach verstarb Mala. <br /><br />Petras/ Lawinky haben ein Theaterstück über Biographien geschrieben, die sich verstrickten in Schuld, die Täter waren und noch heute Täter sind, die Opfer waren und noch heute Opfer sind. In den Erzählungen von damals wird jeweils eine Seite des Lebens sichtbar: ist es aber die Wahrheit, die wirkliche Geschichte? Und heute: wie leben die Täter und Opfer heute? <br />&quot;Unter Verwendung von autobiographischem Material lassen die Autoren die Vergangenheit zu einer wandelbaren Realität werden und nutzen die Möglichkeit des Theaters, um sichtbar zu machen, was für die Wirklichkeit jenseits des Theaters im Verborgenen gilt: das Verdrängte kommt sowieso wieder, irgendwann.&quot; (M.Gorki, Vorschau)<br /><br />
Bild
Bildunterschrift
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen PetrasLawinky_Mala_Zementbaum_Spaeth_Druckfassung130407_doc.pdf
Alphabetischer Titel Mala Zementbaum
Mailorder 0
PDF Leseprobe PetrasLawinky_MalaZementbaum_Leseprobe.pdf