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Otto Zoff

Otto Zoff wurde am 9. April 1890 in Prag als Sohn eines österreichisch-ungarischen Militärbeamten geboren. Als er noch nicht zwei Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Wien, der Heimatstadt des Vaters und der Vorfahren. Zoff studierte ab 1909 in Wien Kunst- und Literaturgeschichte, u. a. bei Max Dvorak, bei dem er 1914 zum Dr. phil promovierte. Während des ersten Weltkrieges ging Zoff nach Berlin und wurde Mitarbeiter des "Berliner Tagesblattes", des "Börsenkuriers" sowie der Zeitschriften "Neue Rundschau", "März", "Wieland" u. a.. Außerdem war er von 1916-1917 Lektor des S. Fischer Verlages. Im Jahre 1917 holte Otto Falckenberg Zoff als Dramaturg an die Münchner Kammerspiele. Zwei Jahre später wurde er Direktor-Stellvertreter der Kammerspiele bis 1923. Nach dem Erscheinen seines Erstlingswerkes, des Romans "Der Winterrock" (1919) wurden zwei expressionistische Jugenddramen, "Kerker und Erlösung" und "Der Schneesturm", aus Zoffs Feder in verschiedenen Städten mit unterschiedlichem Rfol aufgeführt. 1923 hatte er einen durchschlagenden Erfolg mit der freien Bearbeitung von Eichendorffs Lustspiel "Die Freier", das an beinahe 100 Bühnen gespielt wurde. Seither hat Zoff den deutschen Bühnen durch hervorragende Nachdichtungen immer wieder bedeutende Werke der Weltliteratur erschlossen. Von 1931 an lebte Zoff vor allem in Italien. 1935 erschien die historische Monographie "Die Hugenotten" in sieben Sprachen übersetzt und von Hitler verboten. 1941 ging Zoff in die Vereinigten Staaten, wo 1943 das Buch "Sie werden das Erdreich besitzen" erschien. Nach dem Krieg war Zoff amerikanischer Korrespondent für den Südwestfunk in Baden-Baden. Von 1957 bis 1961 arbeitete er als New Yorker Feuilletonkorrespondent (Theaterkritiken vom Broadway und allgemeine Kulturberichte) für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Sein Drama "König Hirsch" wurde in Zürich uraufgeführt und danach in Wuppertal, Baden-Baden, Wien, München usw. gezeigt. Weitere werke Zoffs sind "Große Komponisten - gesehen von ihren Zeitgenossen" (1952) und die Neudichtun des Dramas "Die Andacht zum Kreuz" nach Calderon. Im Januar 1959 fand in Baden-Baden die Premiere von "Die Glocken von London" (nach einer Erzählung von Charles Dickens) statt. Sein letztes Werk war die Komödie "Die Geschwister Erskine". Zoff war seit 1938 in dritter Ehe mit Liselotte, geb. Kalischer verheiratet und hatte zwei Kinder. Otto Zoff, der nach einiger Zeit wieder in München lebte, starb dort am 14. Dezember 1963.



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Nachname Zoff
Vorname Otto
Pseudonym
URL part otto-zoff
Biografie Otto Zoff wurde am 9. April 1890 in Prag als Sohn eines österreichisch-ungarischen Militärbeamten geboren. Als er noch nicht zwei Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Wien, der Heimatstadt des Vaters und der Vorfahren. Zoff studierte ab 1909 in Wien Kunst- und Literaturgeschichte, u. a. bei Max Dvorak, bei dem er 1914 zum Dr. phil promovierte. Während des ersten Weltkrieges ging Zoff nach Berlin und wurde Mitarbeiter des "Berliner Tagesblattes", des "Börsenkuriers" sowie der Zeitschriften "Neue Rundschau", "März", "Wieland" u. a.. Außerdem war er von 1916-1917 Lektor des S. Fischer Verlages. Im Jahre 1917 holte Otto Falckenberg Zoff als Dramaturg an die Münchner Kammerspiele. Zwei Jahre später wurde er Direktor-Stellvertreter der Kammerspiele bis 1923. Nach dem Erscheinen seines Erstlingswerkes, des Romans "Der Winterrock" (1919) wurden zwei expressionistische Jugenddramen, "Kerker und Erlösung" und "Der Schneesturm", aus Zoffs Feder in verschiedenen Städten mit unterschiedlichem Rfol aufgeführt. 1923 hatte er einen durchschlagenden Erfolg mit der freien Bearbeitung von Eichendorffs Lustspiel "Die Freier", das an beinahe 100 Bühnen gespielt wurde. Seither hat Zoff den deutschen Bühnen durch hervorragende Nachdichtungen immer wieder bedeutende Werke der Weltliteratur erschlossen. Von 1931 an lebte Zoff vor allem in Italien. 1935 erschien die historische Monographie "Die Hugenotten" in sieben Sprachen übersetzt und von Hitler verboten. 1941 ging Zoff in die Vereinigten Staaten, wo 1943 das Buch "Sie werden das Erdreich besitzen" erschien. Nach dem Krieg war Zoff amerikanischer Korrespondent für den Südwestfunk in Baden-Baden. Von 1957 bis 1961 arbeitete er als New Yorker Feuilletonkorrespondent (Theaterkritiken vom Broadway und allgemeine Kulturberichte) für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Sein Drama "König Hirsch" wurde in Zürich uraufgeführt und danach in Wuppertal, Baden-Baden, Wien, München usw. gezeigt. Weitere werke Zoffs sind "Große Komponisten - gesehen von ihren Zeitgenossen" (1952) und die Neudichtun des Dramas "Die Andacht zum Kreuz" nach Calderon. Im Januar 1959 fand in Baden-Baden die Premiere von "Die Glocken von London" (nach einer Erzählung von Charles Dickens) statt. Sein letztes Werk war die Komödie "Die Geschwister Erskine". Zoff war seit 1938 in dritter Ehe mit Liselotte, geb. Kalischer verheiratet und hatte zwei Kinder. Otto Zoff, der nach einiger Zeit wieder in München lebte, starb dort am 14. Dezember 1963. <br><br><br><br>
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