Anastasiia Kosodii erhält den Walter Mossmann-Preis 2026

Wir freuen uns sehr mit unserer Autorin Anastasiia Kosodii! Der mit 10.000 Euro dotierte Walter Mossmann-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und „soll an Menschen vergeben werden, die sich über ihr kulturelles Engagement – wo und in welcher Form auch immer – mit Courage für eine Gesellschaft einsetzen, in der Solidarität und Gerechtigkeit die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens bestimmen.“

In der Jury-Begründung heißt es, Kosodii „gehört zu den Autor:innen, die den Krieg in der Ukraine schon lange vor dem russischen Angriff zum Thema ihrer Arbeit gemacht haben. […] In Kosodiis Theaterstücken bevölkern Figuren die Bühne, die inmitten ihres Alltags die Ungeheuerlichkeiten eines Krieges durchhalten müssen. In einer Welt, die sich an den Krieg und an die steigenden Opferzahlen zu gewöhnen scheint, suchen sie unermüdlich nach einer Sprache, um von Unsagbarem zu erzählen.“ Kosodii gelingt es „Unfassbares zum Klingen zu bringen – mit einem Mut und einem Engagement, das mit den Mitteln des Theaters weit über das Theater hinausweist.“

Der Walter Mossmann-Preis wurde 2024 von der in Freiburg ansässigen Walter Mossmann Gesellschaft e.V. ins Leben gerufen. Mossmann (1941–2015) war Schriftsteller und politischer Aktivist und einer der Protagonisten der linksalternativen Neuen Sozialen Bewegungen.

Der Jury gehörten in diesem Jahr an: die Musikerin, Autorin, Regisseurin und Chorleiterin Bernadette La Hengst, die Kulturjournalistin und Autorin Dr. Bettina Schulte, die Dramatikerin und Essayistin Theresia Walser, die Intendantin des Schauspiels am Theater Dortmund Julia Wissert und der Kulturberater und Freiburger Altstadtrat Atai Keller.