Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist vorbei und sitzt uns noch in den Knochen. Das Ergebnis kommt nicht gänzlich überraschend. Und jetzt, wo die Befürchtungen Realität geworden, teilweise noch übertroffen worden sind, stellt sich auch uns die Frage, was es im Theater überhaupt bedeutet, sich am aktuellen Diskurs zu beteiligen. Geht es um Positionierung, um Verstehen, um Dialog, um Handlungsaufrufe?
Das Gute an unserem beruflichen Metier ist: Wir sind in diesem Diskurs nicht allein. Der Text legt in vielen Fällen den Grundstein, entfaltet aber erst im Kontext eines Spielplans und in einer einzigartigen Inszenierung sein volles Potenzial.
Wir denken: Es ist in Ordnung, eigene Schwerpunkte zu setzen, anstatt nach einer perfekten Lösung zu suchen. Es ist in Ordnung, wenn wir verschiedene Vorstellungen vom „richtigen“ Umgang mit der aktuellen Situation haben. Darum haben wir eine Auswahl von Stücken zusammengestellt, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen, die aber eines gemeinsam haben: Sie setzen selbst ein Statement und sind dazu geeignet, Statements mit ihnen zu setzen. Denn das Einzige, was keine Option ist, ist das Nicht-Verhalten.
Das Team vom Drei Masken Verlag wünscht eine anregende Lektüre.