Zum Hauptinhalt springen

Zum 85. Geburtstag: Stücke von Peter Hacks auf deutschen und internationalen Bühnen

"Wie viele Bühnen erinnern sich, dass Hacks noch immer der beständigste und heiterste zeitgenössische deutsche Autor ist?", fragte Günther Rühle am 29.02.1968 in der FAZ. Noch immer nicht allzu viele (aber einige) - möchte man heute, 45 Jahre später, antworten, angesichts der aktuellen Hacks-Inszenierungen, die deutsche und auch ausländische Theater im Repertoire haben. Der Dramatiker, Romancier und Poet Peter Hacks wäre am 21. März 85 Jahre alt geworden.

So fand am 26.01.2013 die Premiere von DAS JAHRMARKTSFEST ZU PLUNDERSWEILERN am Theater Neubrandenburg/Neustrelitz in der Regie von Annegret Hahn statt, die von der Presse als "Huldigung an den Formen- und Sinnesreichtum des Theaters" gelobt wurde. "Ein 'Geben Sie Gedankenfreiheit!' weht durch seine Reime, anno 1975 der SED-Führung entgegen. Gute drei Dekaden  [...] später ist aus dieser Forderung [...] ein 'Geben Sie Räume für Kunst!' geworden." Hacks' satirische Umdeutung des menschlichen Gründungsmythos ADAM UND EVA war als Silvestervorstellung am Staatstheater Stuttgart zu sehen. Das Schlosstheater Celle hat mit EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE eine erfolgreiche Inszenierung im Programm (Premiere: 16.11.2012). Noch ein wenig gedulden müssen sich Hacks-Interessierte aus Naumburg: Hier hat das gleiche Stück erst am 02.11.2013 Premiere.

Besonders freuen wir uns darüber, dass sich auch Bühnen außerhalb Deutschlands für den Dramatiker Hacks interessieren: Jetzt im März findet die Premiere von ARMER RITTER im Brjantzew Theater des jungen Zuschauers in St. Petersburg statt. Und das Theater Szegedi Nemzeti in Szeged/Ungarn hat mit DAS JAHRMARKTSFEST ZU PLUNDERSWEILERN bereits seit November eine erfolgreiche Inszenierung im Repertoire.

Zurück




---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----


---- NEWS ----
Titel Zum 85. Geburtstag: Stücke von Peter Hacks auf deutschen und internationalen Bühnen
URL part zum-85.-geburtstag-stuecke-von-peter-hacks-auf-deutschen-und-internationalen-buehnen
Einleitung "Wie viele Bühnen erinnern sich, dass Hacks noch immer der beständigste und heiterste zeitgenössische deutsche Autor ist?", fragte Günther Rühle am 29.02.1968 in der FAZ. Noch immer nicht allzu viele (aber einige) - möchte man heute, 45 Jahre später, antworten, angesichts der aktuellen Hacks-Inszenierungen, die deutsche und auch ausländische Theater im Repertoire haben. Der Dramatiker, Romancier und Poet Peter Hacks wäre am 21. März 85 Jahre alt geworden.
Hauptteil <p>So fand am 26.01.2013 die Premiere von DAS JAHRMARKTSFEST ZU PLUNDERSWEILERN am Theater Neubrandenburg/Neustrelitz in der Regie von Annegret Hahn statt, die von der Presse als &quot;Huldigung an den Formen- und Sinnesreichtum des Theaters&quot; gelobt wurde. &quot;Ein 'Geben Sie Gedankenfreiheit!' weht durch seine Reime, anno 1975 der SED-Führung entgegen. Gute drei Dekaden&nbsp; [...] später ist aus dieser Forderung [...] ein 'Geben Sie Räume für Kunst!' geworden.&quot; Hacks' satirische Umdeutung des menschlichen Gründungsmythos ADAM UND EVA war als Silvestervorstellung am Staatstheater Stuttgart zu sehen. Das Schlosstheater Celle hat mit EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN VON GOETHE eine erfolgreiche Inszenierung im Programm (Premiere: 16.11.2012). Noch ein wenig gedulden müssen sich Hacks-Interessierte aus Naumburg: Hier hat das gleiche Stück erst am 02.11.2013 Premiere.</p><p>Besonders freuen wir uns darüber, dass sich auch Bühnen außerhalb Deutschlands für den Dramatiker Hacks interessieren: Jetzt im März findet die Premiere von ARMER RITTER im Brjantzew Theater des jungen Zuschauers in St. Petersburg statt. Und das Theater Szegedi Nemzeti in Szeged/Ungarn hat mit DAS JAHRMARKTSFEST ZU PLUNDERSWEILERN bereits seit November eine erfolgreiche Inszenierung im Repertoire.</p>
Bild fileadmin/3m_media/autoren/Hacks_konkret.jpg
Bildunterschrift Peter Hacks
Infofeld Ueberschrift
Infofeld Text
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte
Kritiken - Dateien
Nicht auf der Startseite anzeigen


---- TITLE ----
Relation zum Titel Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern
URL part das-jahrmarktsfest-zu-plundersweilern
Subtitel nach J. W. Goethe
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 2
Ergaenzung
Anmerkungen UA Deutsches Theater Berlin-Ost, Kammerspiele, 11. Oktober 1975 BRD-Erstaufführung Kammerspiele München, 09. Januar 1976
Einleitung <p>In Plundersweilern ist Jahrmarkt, eine fahrende Theatertruppe gastiert unter freiem Himmel. Das Publikum erwartet mit Ungeduld den Beginn der Aufführung, doch schon im Vorfeld treten allerlei bunte Vögel auf: Gaukler und Bänkelsänger bringen derbe Zoten unters Volk, der örtliche Gendarm ist hektisch besorgt um die allgemeine Moral und zwei Betrunkene fordern grölend den Beginn der Theatervorstellung.&nbsp;</p>
Haupttext <p>Als der Vorhang hoch geht, beginnt die hochdramatische Tragödie der persischen Königin Esther. Liebe, List und Tod am Königshof, eine Katastrophe biblischen Ausmaßes jagt die nächste - und zwischendurch greift auch das Publikum immer wieder ein...</p> <p>„Der Ur-Jahrmarkt zeigt den lächerlichen Kampf der veramteten Aufklärung mit der vergammelten Empfindsamkeit. Meiner handelt eigentlich von nichts anderem. Er zeigt die lächerlichen Mißverständnisse zwischen den groben Plattköpfen und den feinen.“ (Hacks, aus: Warum ich für nichts kann – Zu Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern)</p>
Bild fileadmin/3m_media/platzhalter/Karussell_by_Sandra_Krumme_pixelio310x279.jpg
Bildunterschrift © Sandra Krumme / pixelio.de
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte <p>Staatstheater Darmstaadt (12.09.1976): "Eins muß man Hacks zugestehen: Er kann Verse schreiben, Verse, die derbe, grobe Einfachheit und literarische Eleganz enthalten - Handwerk zum Kunsthandwerk veredeln. Die paar Passagen Goethetext, die im Wortlaut übrig bleiben, fügen sich nahtlos in die Neufassung, die ursprünglich nur eine Ergänzung von Goethes Fragment sein sollte - Hacks beteuert es. Dann verspürte er ein Bedürfnis nach mehr Spaß, also - guten Tag, Dialektik! - mehr Ernst; bosselte, bis aus den Hanswurstiaden Satiren wurden, sanfte Satiren freilich, possierliche Karrikaturen längst archivierter Verstiegenheiten: selbstgenügsame 'Empfindelei', der Literaturstreit des 18. Jahrhunderts, ob die Kunst nach Regeln stattzufinden habe oder nicht; und weil alles so von sich und ihren Gedankenpäckchen überzeugt sind wie ein Politiker im Wahlkampf, sind sie eben komisch - man kann scheinbar überlegen über sie lächeln. [...] Der Reiz des kleinen Stücks ist seine Verschachtelung, das mehrfach gebrochene, gespiegelte Sujet: Esther und Ahasver, eine Geschichte aus der Bibel, dem Alten Testament, dargestellt im Stil der Zunftspiele des Hans Sachs, von Goethe parodiert und mit Jahrmarktambiente garniert, von Hacks neu parodiert und mit Jahrmarktambiente garniert, von Hacks erneut parodiert, paraphrasiert, um einige Deftigkeiten bereichert. [...] Hacks hat den rettenden Einfall, dem Stück aus Stücken neue Substanz einzuspritzen: Er ordnet an, daß die anderthalb Dutzend Rollen von nur drei Darstellern zu spielen seien. Das provoziert ein kalkuliertes Timing der Regie: Auftritt, Kostümwechsel, wieder Auftritt - das Ergebnis ist Theater pur, Theater als Ort der Verwandlung, Theater aus und für sich selbst."</p>
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Hacks_Das_Jahrmarktsfest_zu_Plundersweilern.pdf
Alphabetischer Titel Jahrmarktsfest zu Plundersweilern, Das
Mailorder 0
PDF Leseprobe


---- TITLE ----
Relation zum Titel Adam und Eva
URL part adam-und-eva
Subtitel Komödie in einem Vorspiel und drei Akten
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 4
Ergaenzung
Anmerkungen UA Staatsschauspiel Dresden, 19. September 1973 BRD-Erstaufführung Deutsches Theater Göttingen, 30. September 1973
Einleitung <p>Die biblische Geschichte vom Sündenfall - hochtragisch nach traditionellem Verständnis - wird von Peter Hacks in eine formvollendete und theaterkräftige Komödie gewendet.</p><p>„Die Freiheit zum Guten kann von der zum Bösen nicht getrennt werden; Freiheit ist die Möglichkeit, einen Weltzustand um eines neueren willen zu verlassen, und die Gerechtigkeit, die sie diesem widerfahren läßt, ist zugleich die Ungerechtigkeit, die sie jenem antut. Haben Adam und Eva richtig oder falsch gehandelt? Sie haben gehandelt. Ist Gott mit ihnen zufrieden? es ist so schwer zu sagen; er schimpft, aber er macht ihnen Hosen.</p><p>Sobald wir, im Denken oder Tun, in die wirkliche Welt eintreten, betreten wir das Reich, wo es dialektisch hergeht. Die Paradiesgeschichte, dieses große Bild vom Anfang des Menschen, ist vom Verfasser ausgelegt worden als das große komische Bild vom Betreten der wirklichen Welt.“ (Hacks, aus: Über Adam und Eva) </p>
Haupttext
Bild
Bildunterschrift
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte <p>Darmstädter Echo (1973): &quot;Mit einem Minimum von Handlung verbindet Hacks ein Maximum von Gedankenspielen. - Kein Stück fürs laute Gelächter, doch fürs Behagen an sublimer Ironie.&quot;</p><p>Sächsische Zeitung (1963): &quot;Wo die Bibel tragisch ist, wo von Erbsünde die Rede ist und verflucht und gestraft wird bis ins letzte Glied, da geht es bei Hacks heiter und human zu, da wird Eva, weil sie als erste und ganz bewusst das Gebot bezüglich des Apfels der Erkenntnis übertritt, gleichsam als die wahre Krone der Schöpfung hingestellt von Gott; er schuf das Paradies mit der Hinterabsicht, daß die beiden es verlassen. Denken, Verantwortung sind wichtige Grundlagen menschlichen Handelns; denn wer die Möglicheit der Verneinung hat, dessen Bejahung hat echten Wert. Hacks ist in unserer Literatur derjenige, der die meisten Komödien geschrieben hat. Er hat nicht nur rein technisch alle Kniffe der Lustspieldramaturgie 'drauf'; er besitzt die entscheidenden Potenzen des Komödiendichters, die thearalischen wie literarischen.&quot;</p><p>Göttingener Allgemeine Zeitung (02.10.1973): &quot;Am Anfang war (und bleibt) das Wort. Darin ist Peter Hacks ein Meister. Seine Sprache wandelt auf Taubenfüßen und hat dabei einen Raubvogelschnabel. Und in der Sprache gibt Hacks Hinweise, wie das Spiel zu verstofflichen wäre, nämlich gegen die ausgewaschene mythologische Bildlichkeit in Richtung auf eine konkrete, unzimperliche Sinnenhaftigkeit.&quot;</p><p>Salzburger Volkszeitung (19.12.1992): &quot;Peter Hacks' ADAM UND EVA ist eine satirisch-komische Gestaltung des antiken Mythos der Menschheitsgeschichte. Peter Hacks, den man als einen der bedeutendsten Komödienschreiber im deutschsprachigen Gegenwartstheater bezeichnet, verknüpfte in seiner Komödie den mythologischen Rückgriff mit einer sprachkünstlerischen Fortführung der schon fast vergessenen Versdichtung. Ein Stück ganz in Jamben gedichtet, die - wie Peter Hacks denkt - nicht totinszeniert werden können.&quot;</p>
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Hacks_AdamUndEva.pdf
Alphabetischer Titel Adam und Eva
Mailorder 0
PDF Leseprobe


---- TITLE ----
Relation zum Titel Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
URL part ein-gespraech-im-hause-stein-ueber-den-abwesenden-herrn-von-goethe
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 0
Ergaenzung
Anmerkungen UA Staatsschauspiel Dresden, 20. März 1976
Einleitung Das meistgespielte und gesendete Schauspiel von Peter Hacks mit einem dramaturgisch meisterhaft gearbeiteten, spannenden und theaterwirksamen Monolog: Eine Frau verrät ihr Fühlen und Denken, indem sie es mit aller Macht zu verschweigen sucht. Und durch den sehr persönlichen Blick auf den Geliebten entsteht ein Goethebild jenseits allbekannter Klassikerverehrung. „Ob ein mißbilligter Held zum Helden eines Trauerspiels taugen könnte? – Von Mißbilligung ist keine Rede; ich habe der Stein nichts vorzuwerfen. Sie hat aus freien Stücken keine Tücke geübt: deshalb, weil sie gar nichts aus freien Stücken tat. Sie war unglücklich, daher ihre Bosheit, und weil sie böse geworden war, endete sie im Unglück. Was die – schon hinsichtlich ihrer Dauer höchst erfolgreiche – Liebesgeschichte betrifft, haben die Partner ihr Bestes gegeben, und wo das zu sagen geht, ist kein Platz für die Frage nach Recht oder Unrecht. Ich bin, wie ein dramatische Autor muß, mit Hingabe parteiisch: nämlich für alle handelnden Partien.“ (Hacks, aus: Es ließe sich fragen... Zu Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe)
Haupttext
Bild
Bildunterschrift
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte <p>Rainer Kerndl (01.04.1976): &quot;[...] ein Stück über die Beziehung der Stein zu Goethe. Einverstanden. Darüber hinaus ist Hacks aber ein viel zu talentierter und viel zu sehr an seiner Zeit interessierter Theaterdichter, um nur ein paar Literaturhistorikern Stoff zum eventuellen polemischen Aufbegehren zu liefern. Es ist zum einen ein hochintelligentes Stück über das Verhalten einer Frau in - oder nach, wie man will - einer unerfüllten Liebesbeziehung, es ist vor allem aber das politische Stück über eine Frau, die als Vertreterin ihrer Klasse zwar kultiviert und geistvoll genug ist, die unartig-unbotmäßigen Begleitumstände eines neuen, am Horizont aufziehenden rebellisch aufklärerischen Geistes scharfzüngig zu benennen, aber ihrem Stande doch zu sehr verhaftet, um das Wesen dieses Neuen wirklich zu erfassen. Es trifft, amüsiert, stimmt nachdenklich, und durchaus im Sinne von Zeitgenössischem. Nicht nur sind da Apercus und geistvolle Anspielungen auf Gegenwärtiges die Fülle, die nicht aufgesetzt-gewollt, wohl aber schier harminisch-zwangsläufig aus der geistigen Konstitution der einzigen Figur ergehen, und das heißt, aus der Summe der individuellen und gesellschaftlichen Haltungen dieser Landjunkersfrau.&quot;</p><p>Union (12.04.1975): &quot;Mit der jüngsten Uraufführung von Peter Hacks [...] ist der Bühne ein bemerkenswertes Stück geschenkt worden, reizvoll-schwierig als Aufgabe für die Theaterleute, vergnüglich für die Zuschauer. Es ist ein geistvolles Kammerspiel, ein zweistündiger, virtuoser Monolog von beträchtlicher literarischer Qualität, und doch mehr als Literatur: Fesselndes Theater, szenisch lebensfähig. Peter Hacks hat dieses Monodrama konsequent von der Bühne her erdacht und gebaut, die Illusion eines echten Dialogs wird perfekt. Das ergibt doppelten Reiz: Der Zuschauer wird zum genauen, konzentrieten Hören gezwungen, zum Einhören und Umhören auf leise Töne, flüchtige Schwebungen, mancherlei Zwischenfarben. Und zugleich hält ihn das Geschehen auf der Bühne in wacher Spannung, bietet ihm in immer neuen Überraschungen sinnlich-optisches Erlebnis.&quot;</p>
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Hacks_Ein_Gespräch_im_Hause_Stein.pdf
Alphabetischer Titel Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
Mailorder 0
PDF Leseprobe


---- TITLE ----
Relation zum Titel Armer Ritter
URL part armer-ritter
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Märchen
Subverlaginfo
Damen 5
Herren 12
Ergaenzung Stat., Doppelbesetzung möglich
Anmerkungen UA Deutsches Theater Göttingen, 27. Oktober 1978
Einleitung Es ist ein desolater Zustand, in dem sich der arme Ritter aus Peter Hacks’ gleichnamigen Märchen befindet: 21 Jahre ist er nun alt, besitzt keine Rüstung, seine Lanze ist kaputt, sein Pferd lahmt und die Burg, in der er wohnt, hat auch schon einmal bessere Zeiten gesehen...
Haupttext Doch unser trauriger Held lässt sich nicht beirrren: todesmutig und mit Hilfe seiner beiden Schildknappen Gurlewanz und Firlefanz stürzt er sich in den Kampf mit dem 13-köpfigen Drachen. Für den glorreichen Sieg, den er davonträgt, soll er das halbe Königreich und die Blütenprinzessin als Frau bekommen. Die duftet betörend, doch mit ihren stacheligen Dornen ist sie etwas unnahbar…
Bild fileadmin/3m_media/auffuehrungsfotos/ArmerRitter_Hacks/ArmerRitter_Hacks_Heidelberg_2008_09_cMarkus_Kaesler_8.jpg
Bildunterschrift Theater Heidelberg, zwinger 3, 2008/09; copyright Markus Kaesler
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte &quot;Als das diesjährige Weihnachtsmärchen des zwinger 3 'Armer Ritter' von Peter Hacks, erstmals über die Städtische Bühne ging, gab's am Ende minutenlangen begeisterten Applaus und unzählige glückliche Kindergesichter.&quot;
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Hacks_ArmerRitter.pdf
Alphabetischer Titel Armer Ritter
Mailorder 0
PDF Leseprobe


---- AUTHOR ----
Nachname Hacks
Vorname Peter
Pseudonym
URL part peter-hacks
Biografie <p>"Der heilige Benediktus, der, wie man mir sagt, im Jahre 480 geboren wurde, befaßte sich vornehmlich mit der Lösung des Problems, wie einer auf Erden möglichst glücklich leben und doch eben noch in den Himmel kommen könne. Ich, der ich, wie man mir sagt, im Jahre 1928 geboren bin, befasse mich (das zu Ändernde geändert) ganz mit demselben Problem."<br /> <br /> Geboren 1928 in Breslau, aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte in München Philosophie, Soziologie, Germanistik und Theaterwissenschaft, promovierte 1951 und ging – nach seinem ersten Bühenerfolg "Die Eröffnung des indischen Zeitalters" an den Kammerspielen 1955 – nach Berlin, DDR.<br /> 1960 wurde er von W. Langhoff an das Deutsche Theater Berlin als Autor und Dramaturg engagiert, das er 1963 nach einer Kritik der SED an seinem Stück "Die Sorgen und die Macht" verlassen musste. Seine Komödie "Moritz Tassow" wurde nach der Uraufführung an der Volksbühne abgesetzt.<br /> In den 70er Jahren avancierte Hacks in Westdeutschland zu einem der meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker. Er blieb im Westen über lange Zeit der berühmteste DDR Schriftsteller. Seine Werke wurden an west- wie an ostdeutschen Bühnen uraufgeführt. Zu Welterfolgen wurden sein Dramen "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe " und "Ein Jahrmarktsfest zu Plundersweilern" sowie seine kongenialen Offenbach-Bearbeitungen ("Die schöne Helena") und Übersetzungen (u.a."Held der westlichen Welt")<br /> Seit der "Wende" lebte er zurückgezogen in Berlin. Seine letzten Werke (u.a.die "Dramolette") wurden bislang nicht uraufgeführt.<br /> Neben seinen Dramen, verfasste Hacks Essais ("Die Maßgaben der Kunst"), Gedichte und Kinderbücher. Zu seinem 75. Geburtstag im März 2003 erschien im Eulenspiegel Verlag Berlin eine 15-bändige Werkausgabe.<br /> Im Drei Masken Verlag wird seit 1956 das gesamte dramatische Schaffen des Autors betreut.<br /> Er verstarb am 28. August 2003 in Groß Machnow bei Berlin.</p> <p>"Wie viele Bühnen erinnern sich, dass Hacks noch immer der beständigste und heiterste zeitgenössische deutsche Autor ist?" (FAZ, 29.02.1968, Günther Rühle)</p>
Bild fileadmin/3m_media/autoren/Hacks_jung.jpg
Bild Copyright
Preise und Auszeichnungen