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Adam und Eva

Komödie in einem Vorspiel und drei Akten


Peter Hacks


1 D | 4 H

Die biblische Geschichte vom Sündenfall - hochtragisch nach traditionellem Verständnis - wird von Peter Hacks in eine formvollendete und theaterkräftige Komödie gewendet.

„Die Freiheit zum Guten kann von der zum Bösen nicht getrennt werden; Freiheit ist die Möglichkeit, einen Weltzustand um eines neueren willen zu verlassen, und die Gerechtigkeit, die sie diesem widerfahren läßt, ist zugleich die Ungerechtigkeit, die sie jenem antut. Haben Adam und Eva richtig oder falsch gehandelt? Sie haben gehandelt. Ist Gott mit ihnen zufrieden? es ist so schwer zu sagen; er schimpft, aber er macht ihnen Hosen.

Sobald wir, im Denken oder Tun, in die wirkliche Welt eintreten, betreten wir das Reich, wo es dialektisch hergeht. Die Paradiesgeschichte, dieses große Bild vom Anfang des Menschen, ist vom Verfasser ausgelegt worden als das große komische Bild vom Betreten der wirklichen Welt.“ (Hacks, aus: Über Adam und Eva)

UA Staatsschauspiel Dresden, 19. September 1973

BRD-Erstaufführung Deutsches Theater Göttingen, 30. September 1973

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Relation zum Titel Adam und Eva
URL part adam-und-eva
Subtitel Komödie in einem Vorspiel und drei Akten
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 4
Ergaenzung
Anmerkungen UA Staatsschauspiel Dresden, 19. September 1973 BRD-Erstaufführung Deutsches Theater Göttingen, 30. September 1973
Einleitung <p>Die biblische Geschichte vom Sündenfall - hochtragisch nach traditionellem Verständnis - wird von Peter Hacks in eine formvollendete und theaterkräftige Komödie gewendet.</p><p>„Die Freiheit zum Guten kann von der zum Bösen nicht getrennt werden; Freiheit ist die Möglichkeit, einen Weltzustand um eines neueren willen zu verlassen, und die Gerechtigkeit, die sie diesem widerfahren läßt, ist zugleich die Ungerechtigkeit, die sie jenem antut. Haben Adam und Eva richtig oder falsch gehandelt? Sie haben gehandelt. Ist Gott mit ihnen zufrieden? es ist so schwer zu sagen; er schimpft, aber er macht ihnen Hosen.</p><p>Sobald wir, im Denken oder Tun, in die wirkliche Welt eintreten, betreten wir das Reich, wo es dialektisch hergeht. Die Paradiesgeschichte, dieses große Bild vom Anfang des Menschen, ist vom Verfasser ausgelegt worden als das große komische Bild vom Betreten der wirklichen Welt.“ (Hacks, aus: Über Adam und Eva) </p>
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Kritiken - Texte <p>Darmstädter Echo (1973): &quot;Mit einem Minimum von Handlung verbindet Hacks ein Maximum von Gedankenspielen. - Kein Stück fürs laute Gelächter, doch fürs Behagen an sublimer Ironie.&quot;</p><p>Sächsische Zeitung (1963): &quot;Wo die Bibel tragisch ist, wo von Erbsünde die Rede ist und verflucht und gestraft wird bis ins letzte Glied, da geht es bei Hacks heiter und human zu, da wird Eva, weil sie als erste und ganz bewusst das Gebot bezüglich des Apfels der Erkenntnis übertritt, gleichsam als die wahre Krone der Schöpfung hingestellt von Gott; er schuf das Paradies mit der Hinterabsicht, daß die beiden es verlassen. Denken, Verantwortung sind wichtige Grundlagen menschlichen Handelns; denn wer die Möglicheit der Verneinung hat, dessen Bejahung hat echten Wert. Hacks ist in unserer Literatur derjenige, der die meisten Komödien geschrieben hat. Er hat nicht nur rein technisch alle Kniffe der Lustspieldramaturgie 'drauf'; er besitzt die entscheidenden Potenzen des Komödiendichters, die thearalischen wie literarischen.&quot;</p><p>Göttingener Allgemeine Zeitung (02.10.1973): &quot;Am Anfang war (und bleibt) das Wort. Darin ist Peter Hacks ein Meister. Seine Sprache wandelt auf Taubenfüßen und hat dabei einen Raubvogelschnabel. Und in der Sprache gibt Hacks Hinweise, wie das Spiel zu verstofflichen wäre, nämlich gegen die ausgewaschene mythologische Bildlichkeit in Richtung auf eine konkrete, unzimperliche Sinnenhaftigkeit.&quot;</p><p>Salzburger Volkszeitung (19.12.1992): &quot;Peter Hacks' ADAM UND EVA ist eine satirisch-komische Gestaltung des antiken Mythos der Menschheitsgeschichte. Peter Hacks, den man als einen der bedeutendsten Komödienschreiber im deutschsprachigen Gegenwartstheater bezeichnet, verknüpfte in seiner Komödie den mythologischen Rückgriff mit einer sprachkünstlerischen Fortführung der schon fast vergessenen Versdichtung. Ein Stück ganz in Jamben gedichtet, die - wie Peter Hacks denkt - nicht totinszeniert werden können.&quot;</p>
Kritiken - Dateien
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Alphabetischer Titel Adam und Eva
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