Zum Hauptinhalt springen

Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern

nach J. W. Goethe


Peter Hacks

Schauspiel


1 D | 2 H

In Plundersweilern ist Jahrmarkt, eine fahrende Theatertruppe gastiert unter freiem Himmel. Das Publikum erwartet mit Ungeduld den Beginn der Aufführung, doch schon im Vorfeld treten allerlei bunte Vögel auf: Gaukler und Bänkelsänger bringen derbe Zoten unters Volk, der örtliche Gendarm ist hektisch besorgt um die allgemeine Moral und zwei Betrunkene fordern grölend den Beginn der Theatervorstellung. 

Als der Vorhang hoch geht, beginnt die hochdramatische Tragödie der persischen Königin Esther. Liebe, List und Tod am Königshof, eine Katastrophe biblischen Ausmaßes jagt die nächste - und zwischendurch greift auch das Publikum immer wieder ein...

„Der Ur-Jahrmarkt zeigt den lächerlichen Kampf der veramteten Aufklärung mit der vergammelten Empfindsamkeit. Meiner handelt eigentlich von nichts anderem. Er zeigt die lächerlichen Mißverständnisse zwischen den groben Plattköpfen und den feinen.“ (Hacks, aus: Warum ich für nichts kann – Zu Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern)

UA Deutsches Theater Berlin-Ost, Kammerspiele, 11. Oktober 1975

BRD-Erstaufführung Kammerspiele München, 09. Januar 1976

Zurück




---- DB CHECK ---- ---- ---- ---- ---- ----
Relation zum Titel Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern
URL part das-jahrmarktsfest-zu-plundersweilern
Subtitel nach J. W. Goethe
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 2
Ergaenzung
Anmerkungen UA Deutsches Theater Berlin-Ost, Kammerspiele, 11. Oktober 1975 BRD-Erstaufführung Kammerspiele München, 09. Januar 1976
Einleitung <p>In Plundersweilern ist Jahrmarkt, eine fahrende Theatertruppe gastiert unter freiem Himmel. Das Publikum erwartet mit Ungeduld den Beginn der Aufführung, doch schon im Vorfeld treten allerlei bunte Vögel auf: Gaukler und Bänkelsänger bringen derbe Zoten unters Volk, der örtliche Gendarm ist hektisch besorgt um die allgemeine Moral und zwei Betrunkene fordern grölend den Beginn der Theatervorstellung.&nbsp;</p>
Haupttext <p>Als der Vorhang hoch geht, beginnt die hochdramatische Tragödie der persischen Königin Esther. Liebe, List und Tod am Königshof, eine Katastrophe biblischen Ausmaßes jagt die nächste - und zwischendurch greift auch das Publikum immer wieder ein...</p> <p>„Der Ur-Jahrmarkt zeigt den lächerlichen Kampf der veramteten Aufklärung mit der vergammelten Empfindsamkeit. Meiner handelt eigentlich von nichts anderem. Er zeigt die lächerlichen Mißverständnisse zwischen den groben Plattköpfen und den feinen.“ (Hacks, aus: Warum ich für nichts kann – Zu Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern)</p>
Bild fileadmin/3m_media/platzhalter/Karussell_by_Sandra_Krumme_pixelio310x279.jpg
Bildunterschrift © Sandra Krumme / pixelio.de
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte <p>Staatstheater Darmstaadt (12.09.1976): "Eins muß man Hacks zugestehen: Er kann Verse schreiben, Verse, die derbe, grobe Einfachheit und literarische Eleganz enthalten - Handwerk zum Kunsthandwerk veredeln. Die paar Passagen Goethetext, die im Wortlaut übrig bleiben, fügen sich nahtlos in die Neufassung, die ursprünglich nur eine Ergänzung von Goethes Fragment sein sollte - Hacks beteuert es. Dann verspürte er ein Bedürfnis nach mehr Spaß, also - guten Tag, Dialektik! - mehr Ernst; bosselte, bis aus den Hanswurstiaden Satiren wurden, sanfte Satiren freilich, possierliche Karrikaturen längst archivierter Verstiegenheiten: selbstgenügsame 'Empfindelei', der Literaturstreit des 18. Jahrhunderts, ob die Kunst nach Regeln stattzufinden habe oder nicht; und weil alles so von sich und ihren Gedankenpäckchen überzeugt sind wie ein Politiker im Wahlkampf, sind sie eben komisch - man kann scheinbar überlegen über sie lächeln. [...] Der Reiz des kleinen Stücks ist seine Verschachtelung, das mehrfach gebrochene, gespiegelte Sujet: Esther und Ahasver, eine Geschichte aus der Bibel, dem Alten Testament, dargestellt im Stil der Zunftspiele des Hans Sachs, von Goethe parodiert und mit Jahrmarktambiente garniert, von Hacks neu parodiert und mit Jahrmarktambiente garniert, von Hacks erneut parodiert, paraphrasiert, um einige Deftigkeiten bereichert. [...] Hacks hat den rettenden Einfall, dem Stück aus Stücken neue Substanz einzuspritzen: Er ordnet an, daß die anderthalb Dutzend Rollen von nur drei Darstellern zu spielen seien. Das provoziert ein kalkuliertes Timing der Regie: Auftritt, Kostümwechsel, wieder Auftritt - das Ergebnis ist Theater pur, Theater als Ort der Verwandlung, Theater aus und für sich selbst."</p>
Kritiken - Dateien
PDF zum Bestellen Hacks_Das_Jahrmarktsfest_zu_Plundersweilern.pdf
Alphabetischer Titel Jahrmarktsfest zu Plundersweilern, Das
Mailorder 0
PDF Leseprobe