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bratwursthimmel

häßliche sozialtragödie in sieben bildern die sich in tagträumen verliert


Ralf-G. Krolkiewicz

Schauspiel


3 D | 1 H

"bratwursthimmel" - kein Himmel voller Geigen: viel mehr eine "häßliche sozialtragödie" in einer deutschen Kleinstadt im Osten, die auch im Westen liegen kann: Alfons, ohne Arbeit, von seiner Frau verlassen, quartiert sich bei seiner Mutter ein, und führt seine thailändische Freundin Ramona ein. Die bringt einen Koffer voller Teebeutel und einen voller Strapse mit ... daraus entsteht eine Verkaufseuphorie, die platzt wie eine Seifenblase.

Alfons Redlich, der Arbeit und Frau verloren hat, kehrt notgedrungen ins Elternhaus zurück. Die Mutter nimmt den Sohn auf, ein wenig genervt, ihren Trott gestört zu sehn, denn der Hauptakteur in Mutter Redlichs Neubauwohnung ist der Fernseher. Alfons verspricht, sich anzupassen. Margot, seine Schwester, ist schadenfroh, dass es die Besseren jetzt auch erwischt mit Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Und da ist noch Ramona, Alfons thailändische Freundin aus Bremen, die sich als schenkender Engel erweist, und bei ihm so etwas wie Tatendrang hervorruft, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, als Ich-AG sozusagen. Er handelt mit Tee und Strapsen, nicht vertrauend auf fremde Hilfe. Und doch liegt darin keine Rettung, er verfällt immer wieder in schmerzliche Lethargie, träumt davon, auf den Mars zu fliegen, um dem „Amt“ eins auszuwischen:
"kriegst nur vorträge/auffm amt/bin da kunde neuerdings/neues wort/alte scheiße/obwohl sie jetz auch lächeln/wenn sie dich heimschicken/weil was zu bieten/hamse noch immer nix/arbeit zum beispiel/n fünfer im lotto is wahrscheinlicher"

Er hat eine Vision für den Ausweg aus dem Schlamssel, aber er zweifelt:
"die solln uns aufn mond schiessen/oder auffen mars/wir schmelzn das eis dort/dasses wasser gibt/und baun die erde nach/und alle überflüssigen von hier/wern dorthingeschossn/.../aber ich glaub/am ende würds dieselbe scheiße/wie auffe erde"

Zu guter Letzt verheddert er sich auswegslos in seinen Träumen, entweder auf dem Münchner Oktoberfest oder auf dem Mars in einem amerikanischen Filmstudio. "Bratwursthimmel" ist eine traurige, hässliche, in aller Übertreibung auch komische Tragödie über Figuren, die Bildern von Botero entstiegen sein könnten, sie leiden unter Fettsucht und Verfettung, und im Grunde meint es etwas anderes damit. Alfons formuliert es so:
"lieber häng ich tot am strick/als das ich noch mal zappel/wien fisch/im sozialen netz
Das ist komisch, klar und grundsätzlich.
(Text:Krolkiewicz)

Uraufführung frei!

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Relation zum Titel bratwursthimmel
URL part bratwursthimmel
Subtitel häßliche sozialtragödie in sieben bildern die sich in tagträumen verliert
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 3
Herren 1
Ergaenzung
Anmerkungen Uraufführung frei!
Einleitung "bratwursthimmel" - kein Himmel voller Geigen: viel mehr eine "häßliche sozialtragödie" in einer deutschen Kleinstadt im Osten, die auch im Westen liegen kann: Alfons, ohne Arbeit, von seiner Frau verlassen, quartiert sich bei seiner Mutter ein, und führt seine thailändische Freundin Ramona ein. Die bringt einen Koffer voller Teebeutel und einen voller Strapse mit ... daraus entsteht eine Verkaufseuphorie, die platzt wie eine Seifenblase.
Haupttext Alfons Redlich, der Arbeit und Frau verloren hat, kehrt notgedrungen ins Elternhaus zurück. Die Mutter nimmt den Sohn auf, ein wenig genervt, ihren Trott gestört zu sehn, denn der Hauptakteur in Mutter Redlichs Neubauwohnung ist der Fernseher. Alfons verspricht, sich anzupassen. Margot, seine Schwester, ist schadenfroh, dass es die Besseren jetzt auch erwischt mit Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Und da ist noch Ramona, Alfons thailändische Freundin aus Bremen, die sich als schenkender Engel erweist, und bei ihm so etwas wie Tatendrang hervorruft, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, als Ich-AG sozusagen. Er handelt mit Tee und Strapsen, nicht vertrauend auf fremde Hilfe. Und doch liegt darin keine Rettung, er verfällt immer wieder in schmerzliche Lethargie, träumt davon, auf den Mars zu fliegen, um dem „Amt“ eins auszuwischen: <br />&quot;kriegst nur vorträge/auffm amt/bin da kunde neuerdings/neues wort/alte scheiße/obwohl sie jetz auch lächeln/wenn sie dich heimschicken/weil was zu bieten/hamse noch immer nix/arbeit zum beispiel/n fünfer im lotto is wahrscheinlicher&quot;<br /><br />Er hat eine Vision für den Ausweg aus dem Schlamssel, aber er zweifelt:<br />&quot;die solln uns aufn mond schiessen/oder auffen mars/wir schmelzn das eis dort/dasses wasser gibt/und baun die erde nach/und alle überflüssigen von hier/wern dorthingeschossn/.../aber ich glaub/am ende würds dieselbe scheiße/wie auffe erde&quot;<br /><br />Zu guter Letzt verheddert er sich auswegslos in seinen Träumen, entweder auf dem Münchner Oktoberfest oder auf dem Mars in einem amerikanischen Filmstudio. &quot;Bratwursthimmel&quot; ist eine traurige, hässliche, in aller Übertreibung auch komische Tragödie über Figuren, die Bildern von Botero entstiegen sein könnten, sie leiden unter Fettsucht und Verfettung, und im Grunde meint es etwas anderes damit. Alfons formuliert es so: <br />&quot;lieber häng ich tot am strick/als das ich noch mal zappel/wien fisch/im sozialen netz<br />Das ist komisch, klar und grundsätzlich.<br />(Text:Krolkiewicz)<br /><br />
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