Theresienstadt 1944: Kurt Gerron, berühmter Schauspieler aus dem Film „Der blaue Engel“ und Regisseur erfolgreicher Filme wie „Die Drei von der Tankstelle“, wurde in das Konzentrationslager deportiert. Zusammen mit anderen bekannten Lagerinsassen gründet er das Kabarett „Karussell“ und trotzt damit dem Albtraum und der drohenden Ermordung.
Dann wird er von der SS gezwungen einen Propagandafilm – getarnt als Dokumentarfilm – über das Lager zu drehen. Er inszeniert den Film und klammert sich an die Hoffnung, sich selbst sowie viele andere durch das Filmprojekt retten zu können.
Ausgehend von der historischen Figur Kurt Gerron und seiner Kabarettgruppe „Karussell“ zeigt das Stück durch die eingearbeiteten Dokumente – Lieder und Sketche, die tatsächlich von der Gruppe im KZ Theresienstadt aufgeführt wurden – die Absurdität und die darin innewohnende Grausamkeit des Lagerlebens auf.
Eine Komödie aus den Lagern, darf man das? Der englische Autor Roy Kift, der die Engländer, die Deutschen und die Lager von außen kennt, beantwortet die Frage mit einem klaren Ja. Ria Blaier übersetzt haargenau.
Die kabarettistischen Originaldokumente heben das Surreale und Absurde der grausamen Lebenssituation hervor, eine Haltung die nur von den Insassen vor Ort eingenommen werden konnte. In ihren Fragen zu Überleben, Moral, aber auch der Kollaboration im Lager lernen wir sie kennen und verlieren unsere historische Distanz.
frei zur DSE