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Delikate Verbrechen

Crimes delicados


José Antònio de Souza

Aus dem Portugiesischen

Übersetzung durch Henry Thorau

Schauspiel


2 D | 1 H

Jose Antonio de Souza, ein renommierter brasilianischer Autor, legt im Drei Masken Verlag zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum ein Theaterstück vor: CRIMES DELICADOS (Delikate Verbrechen), übersetzt von Henry Thorau, einem langjährigen Kenner des Brasilianischen Theaters. Ein kurzweiliges, unterhaltsames, boulevardeskes Kammerspiel für drei Darsteller (2 D, 1 H), in dem es - wie der Titel verrät - um ein raffiniert geplantes Verbrechen geht: wie führe ich einen Mord aus, der sich plötzlich wieder als ungeschehen herausstellt.... Merkwürdig: die Leiche lebt! Oder doch nicht?

Hugo und Lila, ein junges Paar, wohlhabend und großbürgerlich, saturiert, aber auch etwas gelangweilt, beschließen, aus dem schnöden Alltag auszubrechen, wieder einmal Pepp in die eingefahrene Beziehung zu bringen. Doch wie? Ganz einfach: Hugo und Lila wollen einen Mord an ihrer Hausangestellten begehen. Mit Wolllust stürzen sie sich in die „Vorbereitungen“, planen das perfekte Verbrechen, malen sich Einzelheiten der Tat und ihrer Folgen aus. Sie stellen sich vor, wie sie als (Serien-)Killer auf der Flucht sind, wie man ihre Spur verfolgt, sie schließlich verhört. Dann führen sie den Mord aus, kommen erschöpft in ihre Wohnung zurück und erwarten die Polizei. Plötzlich steht die ermordete Hausangestellt wieder leibhaftig vor ihnen. Das kann doch nicht wahr sein! Und es wird ein zweiter Mordversuch unternommen, diesmal mit der nötigen tödlichen Konsequenz. Oder doch wieder nicht ....?

Der brasilianische Autor José António de Souza hat sich verschiedener Genres bedient und diese geschickt miteinander verknüpft: eine Komödie verbunden mit einem Krimi und einem Psychodrama. Herausgekommen ist ein tolles Verwirrspiel, das es schafft, Komik und Tragik, Sprachwitz und Zynismus, Entsetzen und voyeuristische Lust zu vereinen. Der Zuschauer erlebt schier unglaubliche Drehungen und Wendungen der Handlung und seiner Protagonisten, die ihn – durch Situationskomik und schlagfertige Dialoge – zum Lachen bringen und gleichzeitig vor Kaltblütigkeit und Brutalität erschaudern lassen…

DSE Theater "Déjà vu" Bonn, 26.04.2012

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Relation zum Titel Delikate Verbrechen
URL part delikate-verbrechen
Subtitel
Originaltitel Crimes delicados
Coautoren
Uebersetzung Aus dem Portugiesischen
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 2
Herren 1
Ergaenzung
Anmerkungen DSE Theater "Déjà vu" Bonn, 26.04.2012
Einleitung <p>Jose Antonio de Souza, ein renommierter brasilianischer Autor, legt im Drei Masken Verlag zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum ein Theaterstück vor: CRIMES DELICADOS (Delikate Verbrechen), übersetzt von Henry Thorau, einem langjährigen Kenner des Brasilianischen Theaters. Ein kurzweiliges, unterhaltsames, boulevardeskes Kammerspiel für drei Darsteller (2 D, 1 H), in dem es - wie der Titel verrät - um ein raffiniert geplantes Verbrechen geht: wie führe ich einen Mord aus, der sich plötzlich wieder als ungeschehen herausstellt.... Merkwürdig: die Leiche lebt! Oder doch nicht?</p>
Haupttext <p>Hugo und Lila, ein junges Paar, wohlhabend und großbürgerlich, saturiert, aber auch etwas gelangweilt, beschließen, aus dem schnöden Alltag auszubrechen, wieder einmal Pepp in die eingefahrene Beziehung zu bringen. Doch wie? Ganz einfach: Hugo und Lila wollen einen Mord an ihrer Hausangestellten begehen. Mit Wolllust stürzen sie sich in die „Vorbereitungen“, planen das perfekte Verbrechen, malen sich Einzelheiten der Tat und ihrer Folgen aus. Sie stellen sich vor, wie sie als (Serien-)Killer auf der Flucht sind, wie man ihre Spur verfolgt, sie schließlich verhört. Dann führen sie den Mord aus, kommen erschöpft in ihre Wohnung zurück und erwarten die Polizei. Plötzlich steht die ermordete Hausangestellt wieder leibhaftig vor ihnen. Das kann doch nicht wahr sein! Und es wird ein zweiter Mordversuch unternommen, diesmal mit der nötigen tödlichen Konsequenz. Oder doch wieder nicht ....?<br /> <br /> Der brasilianische Autor José António de Souza hat sich verschiedener Genres bedient und diese geschickt miteinander verknüpft: eine Komödie verbunden mit einem Krimi und einem Psychodrama. Herausgekommen ist ein tolles Verwirrspiel, das es schafft, Komik und Tragik, Sprachwitz und Zynismus, Entsetzen und voyeuristische Lust zu vereinen. Der Zuschauer erlebt schier unglaubliche Drehungen und Wendungen der Handlung und seiner Protagonisten, die ihn – durch Situationskomik und schlagfertige Dialoge – zum Lachen bringen und gleichzeitig vor Kaltblütigkeit und Brutalität erschaudern lassen…</p>
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Kritiken - Texte <p>"Delikate Verbrechen" Bonner Rundschau 05/2012</p> <p>"Delikate Verbrechen"</p> <p>Neue Bühnenproduktion im kleinen Bonner Theater "déjà vu"</p> <p>Von H. D. Terschüren</p> <p>BONN. Man nehme Jean Genet und sein bekanntestes Drama ,,Die Zofen", ein Drei-Personen-Stück, auch ein Dreiecksstück, mit Herrschaftsgefälle. Die beiden unten - als Schwestern aneinander selbstquälerisch gekettet - spielen, gelangweilt, Modelle durch, wie sie die abwesende ,,Herrin" stürzen könnten. Das geht fatal aus - irgendwie für alle BeteiIigten, die sich in die demütigenden, quälerischen Rituale verwickeln. José Antònio de Souza, namhafter brasilianischer Theaterautor, der in den 70er Jahren in Sao Paulo am Teatro de Arena des legendären Augusto Boal arbeitete, schrieb dort ,,Crimes delicados" (,,Delikate Verbrechen"), das er als erstes Stück von sich in deutscher Sprache herausbrachte. Es sieht sich ein bisschen so an wie Genets Drama, auf die Spitze gestellt, gedreht um 180 Grad - die ,,Zofen", gestürzt. Eine Überführung durch Drehung behauptet eine gewisse Verwandschaft.</p> <p>Viel weiter sollte man vielleicht nicht gehen. Aber auch in Souzas Stück, das Gaby Heimbach in Bonns kleinem Theater ,,déjà vu" in der Bad Godesberger Koblenzer Straße 18 inszenierte, spielen zwei Personen, gelangweilt, Modelle durch, wie sie eine dritte um die Ecke bringen können. Aber anders als bei Genet sind es zwei Angehörige der Oberschicht, deren Mordpläne ihre Haushälterin Ephigenia betreffen.</p> <p>Weniger tief als bei Jean Genet ist das Motiv die Langeweile der Saturierten, der Wohlhabenden, die nach neuem Kitzel suchen, Mann und Frau, Hugo und Lila, die auf ihre Weise in der Ehe eine mörderische Konkurrenz austragen. José Antònio de Souzas Erfindung ist weniger elementar als raffiniert und komponiert. Dem Zuschauer, der Sabine Quiske und Steffen Fischer sowie Gudrun Haupt in wechselnden Zusammenhängen sieht, wird der Boden entzogen.</p> <p>Das funktioniert mit den drei guten Darstellern triftig. Wenn man am Ende glaubt, die Sache wäre erledigt, ist sie das mitnichten und das vermeintliche Opfer erscheint nicht quietsch fidel, aber doch lebendig. Das spielt sich ziemlich gut, um so mehr, als auch die Konkurrenz der Eheleute selbst raffiniert aufgebrochen und gespiegelt wird. Eine Sicherheit zwischen den Stellwänden gibt es nicht, sicher ist nur das Vergnügen.</p>
Kritiken - Dateien
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Alphabetischer Titel Delikate Verbrechen
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