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Der Gast


Christina Kettering


1 D | 3 H

Ein Hotel. Der Betrieb läuft wie eine geölte Maschine - zumindest spielen die Mitarbeiter ihre Rollen als Koch, Rezeptionist und Barmann mit grösster Perfektion: der Koch kocht, der Barmann mixt und der Mann an der Rezeption sorgt für den reibungslosen Gang der Dinge - alles zum Wohl der nicht vorhandenen Gäste. Seit Jahren gibt es keine Gäste mehr, bis plötzlich eine Frau auftaucht...

Das eingespielte Hotelteam mit seinen absurden Wiederholungsritualen gerät ins Chaos. Die Frau, der Gast, möchte ein Zimmer - das hat es seit Jahren nicht gegeben. Cafe am Nachmittag - Konfusion! Fragen entstehen, die lange nicht mehr gestellt wurden: zum Beispiel, ob man nicht besser einfach weggehen sollte. Oder ob das, was sie tun, überhaupt einen Sinn hat. Die Frau ist der Störfaktor, mal widerwillig, mal äußerst zuvorkommend wird sie täglich bedient. Wie aber soll es weiter gehen? Sie wollte nur vorübergehend wegen einer Autopanne das Hotel aufsuchen. Und jetzt sieht es doch nach einem längeren Bleiben aus. Um sie hinaus zu ekeln, erfindet man Kakerklaken und anderes Getier im Hotel: lieber Gast, da ist doch an ein Bleiben nicht zu denken!
Die Frau entschließt sich zu gehen, man atmet auf - und steht doch anderntags wieder vor der Tür....
Das Ritual des alltäglichen Spiels beginnt von vorne - aber diesmal ganz anders?

Ein wundersames und wunderliches Spiel mit und um diese Figuren, die ihre Rollen "spielen". Die Autorin spielt darüber hinaus mit den Worten, jongliert mit der Sprache, und verdreht, verwischt die Wirklichkeitsebenen: was ist Traum, was ist Spiel im Spiel, was geschieht wirklich?

Ein bemerkenswertes Debütstück einer jungen Dramatikerin, die ihre Wurzeln sicher näher bei Ionesco oder Beckett als bei Brecht oder Hauptmann hat. Entdeckt wurde diese Autorin und dieses Stück von der Dramaturgie des Wiesbadener Staatsheaters.

UA Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 16. Januar 2004

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Relation zum Titel Der Gast
URL part der-gast
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 3
Ergaenzung
Anmerkungen UA Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 16. Januar 2004
Einleitung Ein Hotel. Der Betrieb läuft wie eine geölte Maschine - zumindest spielen die Mitarbeiter ihre Rollen als Koch, Rezeptionist und Barmann mit grösster Perfektion: der Koch kocht, der Barmann mixt und der Mann an der Rezeption sorgt für den reibungslosen Gang der Dinge - alles zum Wohl der nicht vorhandenen Gäste. Seit Jahren gibt es keine Gäste mehr, bis plötzlich eine Frau auftaucht...
Haupttext Das eingespielte Hotelteam mit seinen absurden Wiederholungsritualen gerät ins Chaos. Die Frau, der Gast, möchte ein Zimmer - das hat es seit Jahren nicht gegeben. Cafe am Nachmittag - Konfusion! Fragen entstehen, die lange nicht mehr gestellt wurden: zum Beispiel, ob man nicht besser einfach weggehen sollte. Oder ob das, was sie tun, überhaupt einen Sinn hat. Die Frau ist der Störfaktor, mal widerwillig, mal äußerst zuvorkommend wird sie täglich bedient. Wie aber soll es weiter gehen? Sie wollte nur vorübergehend wegen einer Autopanne das Hotel aufsuchen. Und jetzt sieht es doch nach einem längeren Bleiben aus. Um sie hinaus zu ekeln, erfindet man Kakerklaken und anderes Getier im Hotel: lieber Gast, da ist doch an ein Bleiben nicht zu denken!<br />Die Frau entschließt sich zu gehen, man atmet auf - und steht doch anderntags wieder vor der Tür....<br />Das Ritual des alltäglichen Spiels beginnt von vorne - aber diesmal ganz anders?<br /><br />Ein wundersames und wunderliches Spiel mit und um diese Figuren, die ihre Rollen &quot;spielen&quot;. Die Autorin spielt darüber hinaus mit den Worten, jongliert mit der Sprache, und verdreht, verwischt die Wirklichkeitsebenen: was ist Traum, was ist Spiel im Spiel, was geschieht wirklich?<br /><br />Ein bemerkenswertes Debütstück einer jungen Dramatikerin, die ihre Wurzeln sicher näher bei Ionesco oder Beckett als bei Brecht oder Hauptmann hat. Entdeckt wurde diese Autorin und dieses Stück von der Dramaturgie des Wiesbadener Staatsheaters.
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