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Die Fische


Peter Hacks

Schauspiel


8 H
Stat.

In einer Höhle in den Gebirgen Mexikos befindet sich eine Art von Fischen, welche in Wahrheit in ihrer körperlichen Ausreifung gehemmte Menschen sind. Ein großer Naturforscher, der Professor Simon, hat sie entdeckt, ihr Geheimnis erraten und Verfahren ausgemittelt, wie solche frühreifen und vorwitzigerweise erwachsenen Leibesfrüchte zu ernsthaften Bürgern heranzuziehen sind, wobei er höchste staatliche Unterstützungen für seine Forschungen bekommt.

Was ihm und der Welt von diesen Leistungen bleibt, als er seine Entdeckungen inmitten eines furchtbaren Krieges zu retten versucht - tapfer, furchtlos, waghalsig und stur -, zeigt dieses Stück unterhaltenden Horrors, ein anderer "Frankenstein", aus dem Hause Hacks.

Der Dichter selbst bezeichnete als "die Hauptseite des Vorgangs: Naturwissenschaft, welche sich mit Wissenschaft verwechselt, Spezialistentum, welches sich für Geist hält und seine ganze Kraft aus seiner Borniertheit bezieht."

UA Deutsches Theater Göttingen, 24. November 1978

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Relation zum Titel Die Fische
URL part die-fische
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Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 0
Herren 8
Ergaenzung Stat.
Anmerkungen UA Deutsches Theater Göttingen, 24. November 1978
Einleitung <p>In einer Höhle in den Gebirgen Mexikos befindet sich eine Art von Fischen, welche in Wahrheit in ihrer körperlichen Ausreifung gehemmte Menschen sind. Ein großer Naturforscher, der Professor Simon, hat sie entdeckt, ihr Geheimnis erraten und Verfahren ausgemittelt, wie solche frühreifen und vorwitzigerweise erwachsenen Leibesfrüchte zu ernsthaften Bürgern heranzuziehen sind, wobei er höchste staatliche Unterstützungen für seine Forschungen bekommt. </p><p>Was ihm und der Welt von diesen Leistungen bleibt, als er seine Entdeckungen inmitten eines furchtbaren Krieges zu retten versucht - tapfer, furchtlos, waghalsig und stur -, zeigt dieses Stück unterhaltenden Horrors, ein anderer &quot;Frankenstein&quot;, aus dem Hause Hacks. </p><p></p>
Haupttext <p>Der Dichter selbst bezeichnete als &quot;die Hauptseite des Vorgangs: Naturwissenschaft, welche sich mit Wissenschaft verwechselt, Spezialistentum, welches sich für Geist hält und seine ganze Kraft aus seiner Borniertheit bezieht.&quot;</p><p></p>
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Kritiken - Texte <p>Hessische / Niedersächsische Allgemeine (27.11.1978): &quot;[...] Das soll nicht heißen, daß Hacks nicht auch hier auf der Höhe seines Sprachwitzes und beziehungsvollen Einfallsreichtums wäre. Er ist es. Doch das spitzfindige Florettgefecht zwischen den verschieden gruppierten neun männlichen Darstellern [...] ist ein reines Denkspiel, ein Dialogstück mit wenig Handlung, sieht man einmal ab vom historischen Zeitpanorama, das in Rede und Gegenrede reflektiert wird und so dem Geschehen einen trügerischen Realitätsbezug gibt. Denn Hacks' Szenerie ist niemals realistisch, sie ist reine Utopie. [...] Daß der historische Fonds des Stücks, elegant verpackt in ironische Gleichnisse und Bonmots, von marxistischer Geschichtsdeutung geprägt ist, 'westliche Korruption' am Beispiel des Hofes von Napoleon III. boshaft angeprangert wird - wen wundert's. Auch dies läßt sich, dank eines dialektischen Kunstgriffs, in die 'biologische' Weltsicht einordnen, die Hacks hier spöttisch zur Verbesserung einer ganz und gar nicht perfekten Welt empfielt.&quot;</p><p>Wiesbadener Kurier (29.11.1978): &quot;Das Wasser für 'Die Fische' stammt aus dem Höhlengleichnis des antiken Philosophen Platon, aus Entwicklungslehren des 19. Jahrhunderts, aus heutigen Pseudoweisheiten des utopischen Kintopps und anderen Quellen. Hacks spinnt Horror-Flachs. Dabei verkneift er sich weder die politischen Parallelen zum Vietnamkrieg noch die Weisheit, daß man die unmündige Menschheit zu ihrem Glück zwingen muß. Und er würzt die Dialoge mit unüberhörbarer Ironie.&quot;</p>
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