Silvia soll Dorante heiraten. Ihr Vater Orgon gewährt ihr die List, die Rolle mit ihrer Zofe Lisette zu tauschen, um den künftigen Gemahl zuvor unerkannt prüfen zu können. Orgon amüsiert sich köstlich, weiß er doch zudem, dass Dorante die gleiche Idee verfolgt und seine Identität mit der seines Dieners Arlequin gewechselt hat. Was nun folgt ist ein turbulentes Spiel von Schein und Sein. Schließlich finden die beiden Dienstboten Lisette und Arlequin zueinander und auch Silvia und Dorante verlieben sich. Doch der angenommene Standesunterschied lässt die beiden jungen Herrschaften zögern. Dorante gesteht schließlich, wer er wirklich ist, um Arlequin von einer Heirat mit der vermeintlichen Herrin des Hauses abzuhalten. Silvia gibt ihr Geheimnis allerdings nicht sofort preis. Sie möchte wissen, ob Dorante sie auch als Zofe heiraten würde. Das würde er – und die beiden Paare sind glücklich vereint.
Sigrid Behrens über ihre Übersetzung:
"Obwohl ich keine ausgebildete Übersetzerin bin, habe ich mich an die Stücke Marivaux's gewagt - im Glauben, mit meinen Sprachkenntnissen und dem entsprechenden Empfinden eine für unsere Gegenwart angemessene (und das heißt: sprechbare, flüssige) Übertragung des Marivaux'schen Textes erstellen zu können. Um das Schreiben einer so genannten 'Fassung' des Stückes ging es mir nicht; entsprechend sind die Vorlagen ungekürzt, weder formal noch inhaltlich verändert, geschweige denn um neue, von mir erstellte Textteile erweitert."