Geronnene Interessenlage

Von Clemens Mädge

3 D
2 H

„Otto, was haben wir uns nur dabei gedacht?!“ Frau Anna ist nicht recht zufrieden mit ihrer Situation. Sie muss als Vermieterin ihren Hausbewohnern ständig hinterherräumen. Gratsche, Ewgenij, Matuschka und Paul wissen in zeitlosen Nächten nicht viel mehr zu tun, als zu warten und auszuhalten, dass nichts passiert. Vielleicht könnte Herr Otto –Frau Annas Mann– helfen, aber der schläft die ganze Zeit. Dann hilft nur, sich zu betäuben, nach Worten zu suchen, nach Nähe und nach einem Ausweg.
„So viel Mühe. So viel Arbeit.“

Ach ja: Und Herr Otto ist Gott.

2012 ist Clemens Mädge für GERONNENE INTERESSENSLAGE mit dem Hans-Gratzer-Stipendium am Schauspielhaus Wien ausgezeichnet worden. In der Tradition Becketts und Satres stellt er die Frage nach einem sinnerfüllten Dasein und Zusammenleben.

UA am 13.02.2015