Ein Stück über eine Gesellschaft, in der Abtreibung illegal ist, und die verschiedensten Perspektiven auf das Thema Schwangerschaftsabbruch.
Ärztin Marie und Hebamme Sylvia betreiben eine illegale Abtreibungsklinik. Trotz zahlreicher Vorsichtsmaßnahmen kommt es zum Schlimmsten: Die Abtreibungsgegnerin Vera entdeckt die Klinik und tötet dabei aus Versehen die hochschwangere Marie. Zunächst kämpft Vera mit Gewissensbissen, doch dann entschließt sie sich, mit ihrem Fall den Weg für eine Gesetzesänderung zu bereiten. Sie plädiert auf zweifachen statt einfachen Mord, um Personenstatus für Föten zu erwirken.
In einem zweiten Erzählstrang wünscht sich die schwangere Louise eine Abtreibung. Der Erzeuger, Politiker und Abtreibungsgegner Simon, enttäuscht nicht nur Louise, sondern auch seine Anhängerin Maureen, denn er will von der Situation nichts wissen. Louise versucht vom zuständigen Komitee eine Abtreibungserlaubnis zu erwirken – vergebens. Nur eine illegale Abtreibung hält sie vom Suizid ab.
Marie-Ève Milot und Marie-Claude St-Laurent zeichnen in ILLEGAL differenzierte Figuren, die alle versuchen, auf die Frage zu antworten: Wie viel ist welches Leben wert? Dabei gelingt es ihnen, die Schicksale in ihrer Tragik aufzufangen, aber auch immer wieder Humor einzustreuen.
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