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Im Schatten von San Siro

Nach dem Roman „Freistoß ins Leben“ von Martin Bengtsson. Ab 12 Jahren

(I skuggan av San Siro)


Christian Augrell

Aus dem Schwedischen von Dirk H. Fröse

Übersetzung durch Dirk H. Fröse

Jugendstück


1 H

Fußball war sein großer Traum: Als Martin Bengtsson das Bild Marco van Bastens in der Zeitung sieht, beschließt er, Fußballprofi zu werden. Er trainiert hart, gilt als eines der größten Nachwuchstalente Europas und wird mit 16 Jahren von Inter Mailand unter Vertrag genommen. Bengtsson ist dem sportlichen Durchbruch und der damit verbundenen Aufmerksamkeit ganz nah, als sein rasanter Aufstieg durch eine Verletzung unterbrochen wird...

Es beginnt eine langwierige Rehabilitation, in der Bengtsson sein Leben reflektiert. Bitter enttäuscht darüber, wie sehr sein Ehrgeiz und sein Erfolgshunger seine Persönlichkeit verändert haben, versucht er, sich das Leben zu nehmen. Als er im Krankenhaus aufwacht, erkennt er, dass ihm zwar ein Traum genommen, dafür aber ein Leben geschenkt wurde: Als Performance-Künstler und Musiker zieht er nach Berlin Kreuzberg … Augrell macht aus der packenden Lebensgeschichte des Fußballprofis einen einfühlsamen Monolog, in dem er die Stationen nachzeichnet. Ein Stück über Traum und Wirklichkeit eines Jugendlichen – Fußball war sein Leben …

 

Dazu Dirk Fröse (Übersetzer):

 

Der Held dieses Monodramas heißt Martin Bengtsson. Er ist aber keine vom Dramatiker erfundene oder nachempfundene Gigur. Martin Bengtsson, ein Junge aus dem westschwedischen Örebro, hatte den Traum, den viele haben. Er wollte ein berühmter Fußballprofi werden. Trainierte wie ein Verrückter, machte seinen Weg über die örtlichen Fußballvereine in die schwedische Jugendnationalmannschaft - und wurde mit 17 in die Primavera-Nachwuchsmannschaft von Inter Mailand engagiert. Nach fast zehn Jahren Ehrgeiz, Arbeit und Entbehrungen ist er im internationalen Zirkus angekommen. Verdient gutes Geld, führt ein aufregendes, aber auch stressreiches Leben in der Fußballkaserne. Bekommt die große Chance, wird in einem Spiel der Ligamannschaft von Inter eingewechselt, bewährt sich - und dann: Selbstmordversuch, Psychiatrie. Und dieses sehr junge, hoffnungsvolle Fußballtalent tut das, was die meisten nicht verstehen: Er sagt Nein. Steigt aus, kümmert sich um seine Gesundheit und sein Leben überhaupt. Zieht nach Berlin. Gründet dort die kleine “Black Jim Gallery”, dann als Singer-Songwriter die Gruppe “Waldemaar”, die heute noch - außer in Deutschland - vor allem in Polenund Schweden auftritt - und schreibt als 22jähriger seine vorläufige Autobiografie: “Im Schatten von San Siro”. Das ist eine sehr persönliche, nachdenkliche Abrechnung mit den eigenen Träumen, dem eigenen Leben und dem internationalen Hybrid-Fußball, so wie er ihn kennengelernt hatte, in dem er sich immer weniger als Person und immer mehr als Gegenstand und Produkt eines heißlaufenden Unterhaltungsbetriebs vorkam. Vom Profitraum zum Albtraum.

Christian Augrell hat den autobiografischen Bericht mit dramaturgischem Geschick und zugleich mit Respekt vor Martin Bengtssons direkter Sprache und persönlicher Auseinandersetzung in ein Monodrama gefasst, das wir als einen authentischen Kommentar zu allgegenwärtigen Jugendträumen, aber auch zu den wiederkehrenden Persönlichkeitskrisen im Fußball lesen, die in den letzten Jahren zu mancher öffentlichen Diskussion, aber eben auch bis zum Selbstmord geführt haben.

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Relation zum Titel Im Schatten von San Siro
URL part im-schatten-von-san-siro
Subtitel Nach dem Roman „Freistoß ins Leben“ von Martin Bengtsson. Ab 12 Jahren
Originaltitel (I skuggan av San Siro)
Coautoren
Uebersetzung Aus dem Schwedischen von Dirk H. Fröse
Bearbeiter
Komponist
Genre Jugendstück
Subverlaginfo
Damen 0
Herren 1
Ergaenzung
Anmerkungen DSE frei!
Einleitung Fußball war sein großer Traum: Als Martin Bengtsson das Bild Marco van Bastens in der Zeitung sieht, beschließt er, Fußballprofi zu werden. Er trainiert hart, gilt als eines der größten Nachwuchstalente Europas und wird mit 16 Jahren von Inter Mailand unter Vertrag genommen. Bengtsson ist dem sportlichen Durchbruch und der damit verbundenen Aufmerksamkeit ganz nah, als sein rasanter Aufstieg durch eine Verletzung unterbrochen wird...
Haupttext <p>Es beginnt eine langwierige Rehabilitation, in der Bengtsson sein Leben reflektiert. Bitter enttäuscht darüber, wie sehr sein Ehrgeiz und sein Erfolgshunger seine Persönlichkeit verändert haben, versucht er, sich das Leben zu nehmen. Als er im Krankenhaus aufwacht, erkennt er, dass ihm zwar ein Traum genommen, dafür aber ein Leben geschenkt wurde: Als Performance-Künstler und Musiker zieht er nach Berlin Kreuzberg … Augrell macht aus der packenden Lebensgeschichte des Fußballprofis einen einfühlsamen Monolog, in dem er die Stationen nachzeichnet. Ein Stück über Traum und Wirklichkeit eines Jugendlichen – Fußball war sein Leben …</p><p></p><p></p> Dazu Dirk Fröse (Übersetzer): Der Held dieses Monodramas heißt Martin Bengtsson. Er ist aber keine vom Dramatiker erfundene oder nachempfundene Gigur. Martin Bengtsson, ein Junge aus dem westschwedischen Örebro, hatte den Traum, den viele haben. Er wollte ein berühmter Fußballprofi werden. Trainierte wie ein Verrückter, machte seinen Weg über die örtlichen Fußballvereine in die schwedische Jugendnationalmannschaft - und wurde mit 17 in die Primavera-Nachwuchsmannschaft von Inter Mailand engagiert. Nach fast zehn Jahren Ehrgeiz, Arbeit und Entbehrungen ist er im internationalen Zirkus angekommen. Verdient gutes Geld, führt ein aufregendes, aber auch stressreiches Leben in der Fußballkaserne. Bekommt die große Chance, wird in einem Spiel der Ligamannschaft von Inter eingewechselt, bewährt sich - und dann: Selbstmordversuch, Psychiatrie. Und dieses sehr junge, hoffnungsvolle Fußballtalent tut das, was die meisten nicht verstehen: Er sagt Nein. Steigt aus, kümmert sich um seine Gesundheit und sein Leben überhaupt. Zieht nach Berlin. Gründet dort die kleine “Black Jim Gallery”, dann als Singer-Songwriter die Gruppe “Waldemaar”, die heute noch - außer in Deutschland - vor allem in Polenund Schweden auftritt - und schreibt als 22jähriger seine vorläufige Autobiografie: “Im Schatten von San Siro”. Das ist eine sehr persönliche, nachdenkliche Abrechnung mit den eigenen Träumen, dem eigenen Leben und dem internationalen Hybrid-Fußball, so wie er ihn kennengelernt hatte, in dem er sich immer weniger als Person und immer mehr als Gegenstand und Produkt eines heißlaufenden Unterhaltungsbetriebs vorkam. Vom Profitraum zum Albtraum. Christian Augrell hat den autobiografischen Bericht mit dramaturgischem Geschick und zugleich mit Respekt vor Martin Bengtssons direkter Sprache und persönlicher Auseinandersetzung in ein Monodrama gefasst, das wir als einen authentischen Kommentar zu allgegenwärtigen Jugendträumen, aber auch zu den wiederkehrenden Persönlichkeitskrisen im Fußball lesen, die in den letzten Jahren zu mancher öffentlichen Diskussion, aber eben auch bis zum Selbstmord geführt haben.
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Bildunterschrift © Jenny Forster
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Alphabetischer Titel Im Schatten von San Siro
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