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Jona


Peter Hacks

Trauerspiel


3 D | 2 H

Peter Hacks greift in seinem „Trauerspiel“ den biblischen Jona-Stoff auf und bringt ihn zu einer neuen Deutung: In Ninive, wo Jona mit einem Wal gelandet ist, erhält er von Gott einen heiklen Auftrag. Er soll prüfen, ob die bei ihm in Ungnade gefallene Stadt dem Untergang geweiht ist. Jona sieht sich sogleich in ein undurchdringliches Netz aus politischen Intrigen und Komplotten durch die taktierende Prinzessin Semiramis verwickelt. Sie taktiert mit dem befreundeten Staat Babel und dem verfeindeten Staat Ararat gleichermaßen und führt dadurch ihren Staat an den Rand des Abgrunds.

In seinem „Trauerspiel“ JONA thematisiert Peter Hacks ein untergehendes Gemeinwesen, die lavierende und bisweilen verlogene Diplomatie der Staaten und die Idiotie außenpolitischer Ränkespiele. Mit JONA hat Hacks nicht nur den Untergang der DDR-Diktatur vorweggenommen, sondern auch eine vor Witz und Geist sprühende Polit-Satire geschrieben, die erstaunlich große Parallelen zum gegenwärtigen Zeitgeist aufzeigt… "In diesem Trauerspiel wird so hemmungslos gelogen, daß der Autor Mitleid mit den Schauspielern empfindet. Schauplatz ist Ninive: ein Ort der Verrottung...Über jedes Maß herrschen Verrat und Treuebruch. In Gestalt des Hofrats Jona aus Jerusalem wird die Welt Zeuge einer Intrige um Herzen und Throne, die allem menschlichen Anstand Hohn spricht." (Hacks)

UA Wuppertaler Bühnen, 6. November 2009

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Relation zum Titel Jona
URL part jona
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Trauerspiel
Subverlaginfo
Damen 3
Herren 2
Ergaenzung
Anmerkungen UA Wuppertaler Bühnen, 6. November 2009
Einleitung <p>Peter Hacks greift in seinem „Trauerspiel“ den biblischen Jona-Stoff auf und bringt ihn zu einer neuen Deutung: In Ninive, wo Jona mit einem Wal gelandet ist, erhält er von Gott einen heiklen Auftrag. Er soll prüfen, ob die bei ihm in Ungnade gefallene Stadt dem Untergang geweiht ist. Jona sieht sich sogleich in ein undurchdringliches Netz aus politischen Intrigen und Komplotten durch die taktierende Prinzessin Semiramis verwickelt. Sie taktiert mit dem befreundeten Staat Babel und dem verfeindeten Staat Ararat gleichermaßen und führt dadurch ihren Staat an den Rand des Abgrunds.</p><p></p>
Haupttext In seinem „Trauerspiel“ JONA thematisiert Peter Hacks ein untergehendes Gemeinwesen, die lavierende und bisweilen verlogene Diplomatie der Staaten und die Idiotie außenpolitischer Ränkespiele. Mit JONA hat Hacks nicht nur den Untergang der DDR-Diktatur vorweggenommen, sondern auch eine vor Witz und Geist sprühende Polit-Satire geschrieben, die erstaunlich große Parallelen zum gegenwärtigen Zeitgeist aufzeigt… &quot;In diesem Trauerspiel wird so hemmungslos gelogen, daß der Autor Mitleid mit den Schauspielern empfindet. Schauplatz ist Ninive: ein Ort der Verrottung...Über jedes Maß herrschen Verrat und Treuebruch. In Gestalt des Hofrats Jona aus Jerusalem wird die Welt Zeuge einer Intrige um Herzen und Throne, die allem menschlichen Anstand Hohn spricht.&quot; (Hacks)
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Kritiken - Texte Frankfurter Allgemeine Zeitung (07.12.1988): &quot;Obwohl Peter Hacks offenbar in Rage ist, liegt ihm die Formverletzung fern. Sein Trauerspiel vereint die vollendete Rhetorik, sei es in Prosa oder in Jamben, mit dem dramaturgischen Raffinement. [...] Man wird sich, sofern die Aufführung am richtigen Schauplatz stattfindet, keine Anspielung entgehen lassen. Selbst wenn das Stück von 1986 demnächst auf dem Theater ein bißchen zu spät kommt, ist es für seine Adressaten immer noch eine grüne Weide. Man wird schaudernd lachen und lachend schaudern. Es wird ein Vergnügen sein. [...] Die Ästhetik von Peter Hacks ist diktatorisch. Man sagt dem Publikum die Wahrheiten nicht ins Gesicht, sondern durch die Blume. Im elitären Umgangston liegt der politische Witz. [...] Hacks und seine Schule schreiben wie eh und je im Geheimjargon, anspielungsreich, verschlüsselt, vielsagend und versteckt hinter Historien aus fernen Gegenden und zurückliegenden Epochen. Die zeitwidrige Stilisierung geht durch und durch. Sie betrifft die Form genauso wie den Inhalt.&quot;
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Alphabetischer Titel Jona
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