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Lilli/HEINER Intra Muros


Lucie Depauw

Aus dem Französischen von Christa Müller und Laurent Muhleisen

Übersetzung durch Christa Müller


2 D | 2 H

Lilli wächst als Mädchen in einer dreifach ummauerten Welt auf: eingeschlossen vom politischen System der DDR, der strengen Überwachung eines Sportinternats und der überfürsorglichen Mutter. Diese zieht Lilli alleine groß, seit der Vater in den Westen floh und nie mehr gesehen wurde. Doch Lilli beginnt, sich zu ver­ändern und die engen Grenzen zu sprengen. Unter dem Einfluss männlicher Hormone, die den jungen Sportlerinnen vom „Sportmedizinischen Dienst“ und seinen Ärzten verordnet wurden, verwandelt sie sich in einen Mann, in Heiner. Und Heiner kämpft für sein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, eine selbst gewählte ­sexuelle Identität und gegen die Vereinnahmung durch die Mutter oder den Staat.

Wie in vielen anderen Ländern auch, wurde in der DDR der Hochleistungssport als nationales Symbol von Stärke und Über­legenheit missbraucht. 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer wirft die Französin Lucie Depauw einen Blick von außen auf staatlich verordnetes Doping und Machtmissbrauch in der DDR. Zugleich beschreibt sie einfühlsam das ambivalente Verhältnis ­zwischen Mutter und Tochter.

Das Stück wurde abgedruckt in: "Scène. Neue französische Theaterstücke", hrsg. v. Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand, Bd.17, Berlin 2014: Verlag Theater der Zeit.

UA: Staatstheater Mainz, 24.10.2014

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Relation zum Titel Lilli/HEINER Intra Muros
URL part lilli-heiner-intra-muros
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung Aus dem Französischen von Christa Müller und Laurent Muhleisen
Bearbeiter
Komponist
Genre
Subverlaginfo
Damen 2
Herren 2
Ergaenzung
Anmerkungen UA: Staatstheater Mainz, 24.10.2014
Einleitung
Haupttext Lilli wächst als Mädchen in einer dreifach ummauerten Welt auf: eingeschlossen vom politischen System der DDR, der strengen Überwachung eines Sportinternats und der überfürsorglichen Mutter. Diese zieht Lilli alleine groß, seit der Vater in den Westen floh und nie mehr gesehen wurde. Doch Lilli beginnt, sich zu ver­ändern und die engen Grenzen zu sprengen. Unter dem Einfluss männlicher Hormone, die den jungen Sportlerinnen vom „Sportmedizinischen Dienst“ und seinen Ärzten verordnet wurden, verwandelt sie sich in einen Mann, in Heiner. Und Heiner kämpft für sein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, eine selbst gewählte ­sexuelle Identität und gegen die Vereinnahmung durch die Mutter oder den Staat.<br /><p> Wie in vielen anderen Ländern auch, wurde in der DDR der Hochleistungssport als nationales Symbol von Stärke und Über­legenheit missbraucht. 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer wirft die Französin Lucie Depauw einen Blick von außen auf staatlich verordnetes Doping und Machtmissbrauch in der DDR. Zugleich beschreibt sie einfühlsam das ambivalente Verhältnis ­zwischen Mutter und Tochter.</p><footer><p>Das Stück wurde abgedruckt in: &quot;Scène. Neue französische Theaterstücke&quot;, hrsg. v. Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand, Bd.17, Berlin 2014: Verlag Theater der Zeit.</p><p></p></footer>
Bild fileadmin/3m_media/auffuehrungsfotos/LilliHEINER_Intra_Muros_91_Antonia_Labs_c_Bettina_Mueller.jpg
Bildunterschrift Staatstheater Mainz, 24.10.2014 © Bettina Müller
Fotos
Fotos Copyright
Kritiken - Texte &quot;Ob das als Stoff von dramatischer Allgemeingültigkeit ist? Eher nicht. Aktuell ist es trotzdem, zumal die Darsteller den Kontrast zwischen Lilli (Antonia Labs) , die in ihren Anfängen eine echte &quot;Süße&quot; ist, und dem sonderbar zwiespältigen Heiner (Denis Larisch in zu großem Hemd, mit schütterem Bart) gehörig ausspielen, noch bevor man beider &quot;Identität&quot; vollends begriffen hat. Das ist teils berührend, teils travestiekomisch inszeniert und bezeugt auf jeden Fall den Mut der Macher.&quot; (Frankfurter Neue Presse)
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Alphabetischer Titel Lilli/HEINER Intra Muros
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