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Omphale


Peter Hacks

Komödie


3 D | 8 H

Peter Hacks greift in OMPHALE eine Episode aus dem Herakles-Mythos auf: Herakles wird als Sklave an Omphale, die Königin von Lydien, verkauft. Sie, der Herakles sogleich verfällt, bekommt drei Kinder von ihm und bringt ihn dazu, sich ihre Kleider anzutun, während sie selbst sein Löwenfell inklusive seiner Ausrüstung trägt - für die Griechen eine Schande. Hacks' Version gibt Aufschluss darüber, wie sich die Dinge aus Herakles' Sicht zugetragen haben.

"Wo spielte man OMPHALE, wenn nicht im Theater, welches doch mit Drama so viel im Sinn hat wie die Reichsbahn mit Erholung. Vor wem spielt man OMPHALE, kämen nicht Zuschauer?... Kunst ist die wundervolle Blüte auf dem Baum des Kunstbetriebs, aber sie erwächst ihm nicht, sie ist sein Schmarotzer. Über die Menschheit läßt sich nicht anders als mit Mitleid sprechen." (Hacks, aus: Eine Klammer im Personenverzeichnis)

UA Städt. Bühnen Frankfurt am Main, 7. März 1970

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Relation zum Titel Omphale
URL part omphale
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Komödie
Subverlaginfo
Damen 3
Herren 8
Ergaenzung
Anmerkungen UA Städt. Bühnen Frankfurt am Main, 7. März 1970
Einleitung <p>Peter Hacks greift in OMPHALE eine Episode aus dem Herakles-Mythos auf: Herakles wird als Sklave an Omphale, die Königin von Lydien, verkauft. Sie, der Herakles sogleich verfällt, bekommt drei Kinder von ihm und bringt ihn dazu, sich ihre Kleider anzutun, während sie selbst sein Löwenfell inklusive seiner Ausrüstung trägt - für die Griechen eine Schande. Hacks' Version gibt Aufschluss darüber, wie sich die Dinge aus Herakles' Sicht zugetragen haben.</p><p></p>
Haupttext <p>&quot;Wo spielte man OMPHALE, wenn nicht im Theater, welches doch mit Drama so viel im Sinn hat wie die Reichsbahn mit Erholung. Vor wem spielt man OMPHALE, kämen nicht Zuschauer?... Kunst ist die wundervolle Blüte auf dem Baum des Kunstbetriebs, aber sie erwächst ihm nicht, sie ist sein Schmarotzer. Über die Menschheit läßt sich nicht anders als mit Mitleid sprechen.&quot; (Hacks, aus: Eine Klammer im Personenverzeichnis)</p>
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Kritiken - Texte <p>Frankfurter Rundschau (1970): &quot;Hacks ist einer der gescheitesten Dramatiker, die unser Theater hat. Und diese Art von Klugkheit ist ein Moment auch der Schönheit. Was Klarheit, Logik eines Entwurfs ist, kann man an diesem Stück schon lernen, wenn man es liest. Man muß das ja 'schön' nennen: wie Hacks Szenen (etwa das Finale) vorbereitet, wie sich ihm eins ins andere fügt, Ansätze, Gedanken wiederaufgenommen, weitergetragen werden. Das Schönste daran ist, daß man ihm dabei folgen kann, daß er sein Kunstwerk durchsichtig macht und einsehbar, also: daß man es kapieren kann. Der Autor Fassbinder ('katzelmacher') hat das neulich (wie Brecht) eine große Freude genannt - wenn man etwas kapiert. Bei Hacks kann man diese Freude haben. Und eine andere an seiner Sprache. Sprachmelodien, Rhythmen und dennoch Prägnanz, ja Härte bisweilen.&quot;</p><p>Abendzeitung München (1970): &quot;Der ehemalige Münchner und jetzige DDR-Bürger Hacks ist gegenwärtig der beste deutschsprachige Komödienschreiber, und sein AMPHITRYON ein wahres Vergnügen. Den geistreichen Umgang mit himmlischen und irdischen Autoritäten der alten Griechen setzt Hacks nun in OMPHALE fort, wo er die Begegnung der gleichnamigen lydischen Königin mit Herakles schildert.&quot;</p><p>Handelsblatt Düsseldorf (11.03.1970): &quot;Mit ironischen Brüchen, die voller Anspielungen bis hin zu einer florettartig tötenden Persiflage auf Franz Josef Strauß als Menschenfresser Lityeres sind, erreicht Hacks zwar einen dialektischen Schwebezustand; zugleich aber wird die Welt und unsere Gegenwart von ihm in ein künstlerisches Paradies umgeformt, das dem eingeweihen Privilegierten geistigen Luxus schenkt. An die Stelle mythischer Verkrustung setzt Peter Hacks ein aus Wörtern und Worten kunstvoll gebautes Mobile.&quot;</p>
Kritiken - Dateien
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Alphabetischer Titel Omphale
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