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Pandora

nach J. W.von Goethe


Peter Hacks

Drama


2 D | 3 H
kl. Rollen, Chor

In seiner Bearbeitung des gleichnamigen Dramas von J.W. von Goethe reflektiert Peter Hacks über den Sinn zweier konträrer Lebenseinstellungen, die einander schließlich ergänzen.

Epimetheus ist ein kontemplativer Zauderer, sein Bruder Prometheus hingegen fortschrittsgläubig und profitorientiert. Beide warten auf die Rückkehr von Pandora, die Prometheus verschmäht und stattdessen den anderen Bruder geheiratet hat, nach der Geburt der Zwillingstöchter jedoch verschwunden ist. Pandora soll die Gegensätze zwischen den Brüdern, die auch in deren Kindern zum Ausdruck kommen, ausgleichen.

„‚Pandora‘ enthält die schönsten Stellen, die in einem Stück Goethes, also überhaupt einem deutschen Stück stehen. Was von der ‚Pandora‘ irgend zu erhalten geht, muß erhalten bleiben, nicht eben koste es, was es wolle, aber doch auch dort, wo es viel kostet; die Bearbeitung darf sich kein anmaßlicheres Ziel vornehmen, als nur gerade die Aufführbarkeitsschwelle zu überschreiten.“ (Hacks, aus: Saure Feste, Zu Pandora)

UA Deutsches Theater Göttingen, 7. Oktober 1982

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Relation zum Titel Pandora
URL part pandora
Subtitel nach J. W.von Goethe
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Drama
Subverlaginfo
Damen 2
Herren 3
Ergaenzung kl. Rollen, Chor
Anmerkungen UA Deutsches Theater Göttingen, 7. Oktober 1982
Einleitung <p>In seiner Bearbeitung des gleichnamigen Dramas von J.W. von Goethe reflektiert Peter Hacks über den Sinn zweier konträrer Lebenseinstellungen, die einander schließlich ergänzen.</p><p></p>
Haupttext <p>Epimetheus ist ein kontemplativer Zauderer, sein Bruder Prometheus hingegen fortschrittsgläubig und profitorientiert. Beide warten auf die Rückkehr von Pandora, die Prometheus verschmäht und stattdessen den anderen Bruder geheiratet hat, nach der Geburt der Zwillingstöchter jedoch verschwunden ist. Pandora soll die Gegensätze zwischen den Brüdern, die auch in deren Kindern zum Ausdruck kommen, ausgleichen.</p><p>„‚Pandora‘ enthält die schönsten Stellen, die in einem Stück Goethes, also überhaupt einem deutschen Stück stehen. Was von der ‚Pandora‘ irgend zu erhalten geht, muß erhalten bleiben, nicht eben koste es, was es wolle, aber doch auch dort, wo es viel kostet; die Bearbeitung darf sich kein anmaßlicheres Ziel vornehmen, als nur gerade die Aufführbarkeitsschwelle zu überschreiten.“ (Hacks, aus: Saure Feste, Zu Pandora) </p>
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Kritiken - Texte Kölnische Rundschau (14.10.1982): &quot;Man befürchtete einen ver-Hacks-ten Goethe. Aber man sah Goethe und Hacks gleichzeitig. Denn das bisher wahrscheinlich noch nie aufgeführte Festspielfragment &quot;Pandora&quot; von Goethe wurde von Peter Hacks, dem in der DDR lebenden und wohl sprachmächtigsten deutschen Gegenwartsdramatiker, relativ wenig verändert. Um besserer Verständlichkeit willen dichtete er hier ein bisschen in Goethes Verse hinein, und zwar fast unmerklich, dort kappte und ergänzte er, stellte auch mal etwas um. Mit dem Ziel offenbar, die schwierige Thematik verständlicher zu machen. [...] Goethe hinterlies Notizen für eine Fortsetzung, schrieb sie aber nie. Nun dichtete Hacks den zweiten Akt der &quot;Pandora&quot;. Läßt ihn spielen in einem sich zeitlos gebenden Heute. Die Auseinandersetzung mündet in der Frage, wem die Zukunft gehören soll: Revolutionären oder Humanisten. Während bei Goethe die sich an Traditionen klammernde betrachtende Lebensweise des Epimetheus zu triumphieren scheint, versucht Hacks eine Synthese. Bei ihm sieht Epimetheus am Ende ein, daß Sinn nur in einem tätigen Leben zu finden sei. Deshalb spricht er seinem Bruder Prometheus die erwartete Pandora zu.&quot;
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Alphabetischer Titel Pandora
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