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Schiefer gehen

Theater


Carsten Brandau


ad libitum

Müsste Theater, das vom Schiefgehen handelt, nicht SELBST schief gehen? Ja! Denn was könnte Theater, das gerade geht, seinem Publikum über das Schiefgehen erzählen? Nichts, was dem Publikum nicht aus eigener Erfahrung bereits bekannt wäre. Geht das Publikum doch schließlich SELBST schief! Und deshalb reicht es auch keineswegs aus, wenn Theater, das vom Schiefgehen handelt, selbst AUCH NUR schief geht. Nein. Das schief gehende Publikum würde das Schiefgehen des Theaters ja gar nicht erst bemerken! Vielmehr würde es das eigene Schiefgehen im Angesicht des ebenfalls schief gehenden Theaters zwangsläufig nur relativieren, würde es lediglich GRADE rücken und sich infolgedessen gelangweilt von diesem Theater abwenden, das ihm ja sowieso nur den vermeintlich graden Gang der Welt vorgaukelt. Wer will denn so etwas sehen? Niemand! Denn diese Welt geht nicht grade. Und deshalb darf Theater, das vom Schiefgehen handelt, nicht nur selbst SCHIEF gehen – es muss vielmehr SCHIEFER als schief gehen! (Carsten Brandau)

UA: Theaterhaus G7, Mannheim, 27.09.2018

 

Das Stück ist als Auftragswerk für das Mannheimer Theaterhaus G7 entstanden und im Rahmen von „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“, ein Kooperationsprojekt des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland und des Deutschen Literaturfonds e.V., mit Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert worden.

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Relation zum Titel Schiefer gehen
URL part schiefer-gehen
Subtitel Theater
Originaltitel
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Bearbeiter
Komponist
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Ergaenzung ad libitum
Anmerkungen UA: Theaterhaus G7, Mannheim, 27.09.2018 Das Stück ist als Auftragswerk für das Mannheimer Theaterhaus G7 entstanden und im Rahmen von „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“, ein Kooperationsprojekt des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland und des Deutschen Literaturfonds e.V., mit Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert worden.
Einleitung <p>Müsste Theater, das vom Schiefgehen handelt, nicht SELBST schief gehen? Ja! Denn was könnte Theater, das gerade geht, seinem Publikum über das Schiefgehen erzählen? Nichts, was dem Publikum nicht aus eigener Erfahrung bereits bekannt wäre. Geht das Publikum doch schließlich SELBST schief! Und deshalb reicht es auch keineswegs aus, wenn Theater, das vom Schiefgehen handelt, selbst AUCH NUR schief geht. Nein. Das schief gehende Publikum würde das Schiefgehen des Theaters ja gar nicht erst bemerken! Vielmehr würde es das eigene Schiefgehen im Angesicht des ebenfalls schief gehenden Theaters zwangsläufig nur relativieren, würde es lediglich GRADE rücken und sich infolgedessen gelangweilt von diesem Theater abwenden, das ihm ja sowieso nur den vermeintlich graden Gang der Welt vorgaukelt. Wer will denn so etwas sehen? Niemand! Denn diese Welt geht nicht grade. Und deshalb darf Theater, das vom Schiefgehen handelt, nicht nur selbst SCHIEF gehen – es muss vielmehr SCHIEFER als schief gehen! <em>(Carsten Brandau)</em></p>
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