1773 schreibt Friedrich II. in Faschingslaune und doch ganz im Geiste der Aufklärung diese heiter-sarkastische Miniatur: ein Totengespräch zwischen der Mätresse Ludwig XV, Jeanne de Pompadour und der Gottesmutter Maria. Zu Lebzeiten höchstens im Freundeskreis verlesen, verschwindet das Stück nach seinem Tode sogleich aus der Sammlung seiner Schriften: zu gewagt für die damalige Zeit ist die Religionskritik des Freigeistes. Erst 1998 wird das Totengespräch wiederentdeckt.
"Das Glück ist nicht immer Begleiter der Weisheit: mitunter reicht ein Trottel aus, das schönste Projekt zu Fall zu bringen." Friedrich II.