Es ist Krieg und in der Familie Kasza sind die Frauen übrig geblieben. Die Männer kommen und gehen oder sterben. Das Verhältnis der Schwestern Amalja und Viktoria, sowie der Stieftochter Klara ist verseucht von Gezänk, Neid und Rachsucht, doch sie können auch nicht ohne einander. Amalja ist die „schwarze Witwe“, sie hat schon einige ihrer Männer unter die Erde gebracht. Nur die Enkelin Dafina hat sich ihre Träume bewahrt. Sie versucht trotz der unzumutbaren Zustände weiterhin ihren Beruf als Schauspielerin auszuüben und sie liebt Viktor. Doch selbst diese Liebe ist Symbol des gesellschaftlichen Verfalls – Viktor ist ihr Halbbruder.
„Vier kleine Frauen“ zeichnet mit den Kasza-Frauen ein beeindruckendes gesellschaftliches Portrait des zerfallenden Jugoslawiens, wobei der pragmatische Lebenswille Amaljas und die poetischen Träume Dafinas die Koordinaten des Stückes bilden.
„Vier kleine Frauen“ ist die Restfamilie in Zeiten tiefen Verunsicherung, in der man nicht sicher sein kann, ob der Nachbar Freund oder Feind ist.
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