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Vom Werden der Vernunft oder Auf der Durchreise nach Petersburg


Hartmut Lange

Schauspiel


2 H

"Lebe ich zufällig? Ja. Muß ich notwendig sterben? Allerdings. Diese Tatsache, uraltes Problem der Ontologie, zwingt mich zur Einsicht. Ich nehme mir die Freiheit zum Tode aus Einsicht, daß dies die einzige Form meines Lebens ist. Es ist das Wissen um unseren Tod, was uns zum Leben nötigt, sagt der Rationalist einer preußischen Stadt zu Herrn Ordinow aus Petersburg, der sich seinen Selbstmord als Tautologie ausreden läßt, um ihn desto sicherer an sich zu vollziehen. Denn andererseits: Der Einsichtige sieht, daß nichts Einsichtiges einzusehen ist. Dies die Dialektik der Aufklärung." (Hartmut Lange)

1830 in einem kleinen preußischen Städtchen: Ordinow, ein vermögender Kornhändler aus Petersburg, muss während einer Reise seine Kutschpferde wechseln und wird während der Wartezeit von einem "Gastgeber" in dessen Haus aufgenommen. Die philosophische Disputation, die sich zwischen den beiden entwickelt, stellt aufklärerische und nihilistische Ansichten gegenüber.

UA Schillertheater Werkstatt Berlin am 13. Februar 1976 (Regie: Hartmut Lange)

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Relation zum Titel Vom Werden der Vernunft oder Auf der Durchreise nach Petersburg
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Genre Schauspiel
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Ergaenzung
Anmerkungen UA Schillertheater Werkstatt Berlin am 13. Februar 1976 (Regie: Hartmut Lange)
Einleitung <p>&quot;Lebe ich zufällig? Ja. Muß ich notwendig sterben? Allerdings. Diese Tatsache, uraltes Problem der Ontologie, zwingt mich zur Einsicht. Ich nehme mir die Freiheit zum Tode aus Einsicht, daß dies die einzige Form meines Lebens ist. Es ist das Wissen um unseren Tod, was uns zum Leben nötigt, sagt der Rationalist einer preußischen Stadt zu Herrn Ordinow aus Petersburg, der sich seinen Selbstmord als Tautologie ausreden läßt, um ihn desto sicherer an sich zu vollziehen. Denn andererseits: Der Einsichtige sieht, daß nichts Einsichtiges einzusehen ist. Dies die Dialektik der Aufklärung.&quot; (Hartmut Lange)</p><p> </p>
Haupttext <p>1830 in einem kleinen preußischen Städtchen: Ordinow, ein vermögender Kornhändler aus Petersburg, muss während einer Reise seine Kutschpferde wechseln und wird während der Wartezeit von einem &quot;Gastgeber&quot; in dessen Haus aufgenommen. Die philosophische Disputation, die sich zwischen den beiden entwickelt, stellt aufklärerische und nihilistische Ansichten gegenüber.</p><p></p>
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Kritiken - Texte <p>Zur Uraufführung im Schillertheater Berlin:</p><p>&quot;Eine gute Stunde nur ddauert der neueste Diskurs von Hartmut Lange - aber diese 70 Minuten haben es in sich. Der Kurz-Abend setzte die junge Tradition der Werkstatt als intellektuelle Wort-Arena fort. Lange bewegt sich dabei in einem Genre, für das es auf dem Theater auch eine Tradition gibt - im Rahmen der sogenannten 'erdachten Gespräche'.&quot; (Der Abend)</p><p>&quot;Er verzichtet bewußt auf szenische Verkleidung und konzentriert sich auf das Match der Gedanken. Lange packt die sogenannten Dinge ohne Vereinfachung, aber auch ohne Verklausulierung an. Seine Denksport-Aufgabe brilliert mit intellektuellem Witz und pointierter Ironie. Die beiden Gegenspieler - genauer: Gegenredner - machen das geistige Gerüst des Dialogs sinnfällig und die Spannung der Gedanken spannend.&quot; (Berliner Morgenpost)</p><p></p>
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Alphabetischer Titel Vom Werden der Vernunft oder Auf der Durchreise nach Petersburg
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