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"Unterhaltsame Zeitreise" mit LOLA am Landestheater Schleswig-Holstein

Als Auftakt zur neuen Spielzeit fand am Landestheater Schleswig-Holstein am 05.09.2015 die Premiere von Peter Märthesheimers und Pea Fröhlichs LOLA statt.

Regisseurin Angelika Zacek inszeniert das Stück in knalligen Farben mit vielen Rot- und Lilatönen. Zwischendurch erklingen immer wieder Schlager der 50er-Jahre. In deutlichem Gegensatz dazu steht der Anfang der Inszenierung, wenn schwarzweiße Bilder von Flüchtlingsströmen und Soldaten über den eisernen Vorhang flackern: „Durch diese eindringlich skizzierten historischen und soziologischen Hintergründe gelingt Regisseurin Angelika Zacek ein überaus gelungener Einstieg in das Stück – deutlich aktuelle Bezüge inklusive.“ (Kieler Nachrichten, 7.9.2015)

Das Stück nach dem Kinofilm von Rainer Werner Fassbinder erzählt die Geschichte der Prostituierten Lola, die in einer kleinbürgerlichen Stadt im westlichen Nachkriegsdeutschland lebt. Dort untersteht alles dem korrupten Bauunternehmer Schuckert – bis ein neuer Baudezernent auftaucht. Schuckert setzt Lola auf ihn an, und tatsächlich entspinnt sich zwischen diesen beiden eine vorsichtige Liebe. Doch dann findet der Baudezernent heraus, wer und was sie ist.

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Titel "Unterhaltsame Zeitreise" mit LOLA am Landestheater Schleswig-Holstein
URL part unterhaltsame-zeitreise-mit-lola-am-landestheater-schleswig-holstein
Einleitung <p>Als Auftakt zur neuen Spielzeit fand am Landestheater Schleswig-Holstein am 05.09.2015 die Premiere von Peter Märthesheimers und Pea Fröhlichs LOLA statt.</p>
Hauptteil <p>Regisseurin Angelika Zacek inszeniert das Stück in knalligen Farben mit vielen Rot- und Lilatönen. Zwischendurch erklingen immer wieder Schlager der 50er-Jahre. In deutlichem Gegensatz dazu steht der Anfang der Inszenierung, wenn schwarzweiße Bilder von Flüchtlingsströmen und Soldaten über den eisernen Vorhang flackern: „Durch diese eindringlich skizzierten historischen und soziologischen Hintergründe gelingt Regisseurin Angelika Zacek ein überaus gelungener Einstieg in das Stück – deutlich aktuelle Bezüge inklusive.“ <i>(Kieler Nachrichten, 7.9.2015)</i> </p><p>Das Stück nach dem Kinofilm von Rainer Werner Fassbinder erzählt die Geschichte der Prostituierten Lola, die in einer kleinbürgerlichen Stadt im westlichen Nachkriegsdeutschland lebt. Dort untersteht alles dem korrupten Bauunternehmer Schuckert – bis ein neuer Baudezernent auftaucht. Schuckert setzt Lola auf ihn an, und tatsächlich entspinnt sich zwischen diesen beiden eine vorsichtige Liebe. Doch dann findet der Baudezernent heraus, wer und was sie ist.</p><p></p><p></p>
Bild fileadmin/3m_media/auffuehrungsfotos/Lola_MaerthesheimerFroehlich/Lola_LTSchleswigHolstein_2015/Lola4_LandestheaterSH_c_HenrikMatzen.jpg
Bildunterschrift © Henrik Matzen
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Fotos Copyright © Henrik Matzen
Kritiken - Texte <p>„Eine Verbindung zur gegenwärtigen Situation zu ziehen ist beinahe zwingen, denn […] die Titelheldin der Kleinbürgertragödie von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich ist Kriegsflüchtling. Das Stück nach dem Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder erzählt von Menschenwürde und vom Trugbild eines Lebensglücks, das von der gesellschaftlichen Stellung abhängt.“ <i>(Schleswiger Zeitung, 7.9.2015)<br /></i><span style="line-height: 1.5em;"><i><br /></i>„In dem Stück wird großer Wert auf Unterhaltung gelegt: Es wird gesungen, getanzt, geweint. Mit der drehbaren Bühne, die schnelle Szenenwechsel erlaubt, und der live gespielten musikalischen Untermalung hat </span><i style="line-height: 1.5em;">Lola</i><span style="line-height: 1.5em;"> eine für das Theater außergewöhnliche Dynamik.“ </span><i style="line-height: 1.5em;">(Dithmarscher Landeszeitung, 12.9.2015)</i></p>
Kritiken - Dateien
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Relation zum Titel Lola
URL part lola
Subtitel Eine Kleinbürgertragödie. Theaterstück nach dem gleichnamigen Drehbuch von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 7
Herren 4
Ergaenzung
Anmerkungen UA Theater Nordhausen, 05.03.1999 (R: Armin Petras)
Einleitung Peter Märthesheimer erzählt eine Geschichte von Korruption und den vielfältigen Verstrickungen in einer westdeutschen Kleinstadt in den 50er Jahren, die für mehr als sich selbst steht. Er zielt darauf, ein Sittenbild der bundesrepublikanischen Gesellschaft in ihren Gründerjahren zu zeichnen. Die Geschichte enthält viele Bezugspunkte zu den heutigen Verhältnissen einer im &quot;Neuaufbau&quot; befindlichen Republik im Osten.
Haupttext Lola arbeitet als Prostituierte in einem Bordell, in dem die Honoratioren der Stadt als Stammkunden ein und ausgehen. Lola gehört dem Baulöwen Schuckert, dem größten Bauunternehmer der Stadt, der neben Lola gleich die halbe Stadt gekauft hat. In diesem kleinstädtischen Filz kommt Herr von Bohm als neuer Baudezernent. Er verliebt sich in Lola, ohne von ihrem Beruf zu wissen. Von Bohm ist ein rechschaffener Mensch, der die vom Krieg zerstörte Stadt wiederaufbauen will. Dafür würde er auch bei den Auflagen für städtische Bauaufträge ein Auge zudrücken. Als von Bohm von Lolas Beruf erfährt, erfährt, dass sie Schuckerts Hure ist, will er den städtischen Sumpf trockenlegen. Er zieht seine Bebauungspläne zurück, was Schuckert in den Ruin treiben würde. Schuckert schenkt ihm also Lola und Lola das Bordell. Mit der Hochzeit der beiden ist der städtische Friede wiederhergestellt. <br /><br />1981 entstand Rainer Werner Fassbinders Film als moderne Adaption von Heinrich Manns &quot;Professor Unrat&quot;, &quot;Lola&quot; erzählt von der Zeit des Wirtschaftswunders, von hemmungslosen Profitstreben in den Gründerjahren der Republik und von ungestillter Sehnsucht nach dem Leben und der Liebe. (Ankündigung Staatstheater Saarbücken)
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Alphabetischer Titel Lola
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Nachname Märthesheimer
Vorname Peter
Pseudonym
URL part peter-maerthesheimer
Biografie Geboren 1937 in Kiel, Studium der Soziologie in Frankfurt am Main. Anschließend Redaktuer, Dramaturg und Produzent beim Westdeutschen Rundfunk und bei der Bavaria. In dieser Zeit war verantwortlich für eine Reihe preisgekrönter Produktionen u.a. &quot;Millionenspiel&quot; (1970), &quot;Ein Herz und eine Seele&quot; (Menge), &quot;Berlin Alexanderplatz&quot; (Fassbinder). <br /><br />Berühmt geworden ist er als Autor. Zusammen mit seiner Mitarbeiterin Pea Fröhlich schrieb er als engster Mitarbeiter von Fassbinder die Drehbücher &quot;Die Ehe der Maria Braun&quot; (1979), &quot;Lola&quot; (1981), &quot;Die Sehnsucht der Veronika Voss&quot; (1982). Es folgten weitere Drehbücher (zuletzt den von Dieter Pfaff gespielten Psychothearpeuthen Dr. Bloch). Einige der Stoffe verarbeitete er zu Theaterstücken und Hörspielen. Erst spät reüssierte Märthesheimer als Buchautor: &quot;bester Debütroman 2001&quot; mit &quot;Ich bin die Andere&quot;. <br /><br />Märthesheimer war in den letzten Jahren als Professor für Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württenberg, Berater für Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München und dem BKM tätig. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter zweimal der Adolf-Grimme-Preis, der Prix Futura und die Goldene Kamera.<br />Er verstarb 2004 im Alter von 67 Jahren.<br /><br /><br />
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Nachname Fröhlich
Vorname Pea
Pseudonym
URL part pea-froehlich
Biografie geboren 1943, hat in Theaterwissenschaften promoviert und ist seit 1980 Professorin für Kreative Arbeitsformen in München. Neben Fachbüchern veröffentlichte sie mehrere Romane und schrieb zusammen mit Peter Märthesheimer zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen, u. a. WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO. Pea Fröhlich lebt in Berlin.
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