Die Rose der Aphrodite

ein Fantasystück

Von Carmen Priego

Ad libitum


Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es seit einigen Jahren nicht mehr. Unerträglich heiße Temperaturen haben das öffentliche Leben zum Einsturz gebracht und einen Aufstand auf den Plan gerufen, die Regierung wurde gestürzt, die Verfassung ausgehebelt. Die Überreste der Menschheit haben sich zusammengefunden und versuchen sich an einer besseren Welt – einer Welt voller Sensitivität: Orgien, mutierter Tierwesen und einer Theorie der Liebe, die noch nicht ganz in der Praxis angekommen ist. In dieser Welt hat sich eine Gruppe von Forscher_innen, Künstler_innen, Avantgardist_innen zusammengefunden, um sich mit einem Floß auf die Suche nach den sagenumwobenen Blühlanden zu machen.
DIE ROSE DER APHRODITE bedient sich unterschiedlicher Motive und Genres: Angelehnt an den Werner Herzog-Film „Aguirre – Der Zorn Gottes“ wird im Rahmen eines mythischen Science Fiction-Settings die Suche nach El Dorado erzählt, ohne dabei Poesie, die Tiefen der Psychoanalyse oder einen Einblick in künstlerische Schaffensprozesse zu scheuen. Im Gesamtbild zeichnet sich eine Utopie – und die Erkenntnis, dass diese Utopie wie alle Utopien aus sich selbst heraus überwunden werden muss, weil in der besten aller möglichen Welten bereits angelegt ist, über sich hinauszuwachsen.