Nastia

Von Kateryna Penkova

Übersetzt von Lydia Nagel

1 D
1 H
Originalsprache: Ukrainisch

Der deutsche Journalist Alexander soll eine geflüchtete Ukrainerin interviewen, doch sie hat eine Bedingung: Alexander soll ihr von seiner Verbindung zur Ukraine erzählen, davon, warum er das Recht hat, über das Land zu berichten.
Und so erzählt Alexander, wie er sich während eines Urlaubs in Nastia verliebte. Wie er nach zwei Jahren zurückkehrte, sie aber schon in einer gewaltvollen Ehe gefangen und Mutter geworden war. Wie er versuchte, Nastia nach Deutschland zu holen, aber die Bürokratie den Studenten daran hinderte. Wie die Beziehung eine Weile nur aus Telefonaten mit schlechter Verbindung bestand, bis schließlich auch diese aufhörten. Doch die Geflüchtete weiß das alles bereits, denn sie ist Nastias Tochter.
Im Zentrum von NASTIA steht eine gescheiterte Liebe über Grenzen und Sprachen hinweg. Kateryna Penkova schafft einen zweisprachigen Text mit Tiefgang, dessen Dialoge vom Verstehen und Nicht-Verstehen leben. Außerdem stellt es die eine Frage, die das Stück dem nachlassenden Interesse am Krieg in der Ukraine entgegenstellt: Wie viel von uns selbst sind wir bereit zu geben, um jemand anderen zu retten?

UA: 25.06.2026, TD Berlin (Regie: Andreas Merz)