Neue Stücke

Herr Orpheus geht zur Schule

Herr Orpheus geht zur Schule

Kinder

Große Oper für kleine Leute - unter diesem Motto bearbeitet Wiebke Hetmanek Klassiker des Opernrepertoires für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren. Auf diese Weise wird der Erstkontakt mit dem Musiktheater ein spannendes Erlebnis, unmittelbar verständlich und witzig.HERR ORPHEUS GEHT ZUR SCHULE ist als mobile Kinderoper konzipiert: Eine Sängerin, ein Sänger und zwei Musiker können den fantasievollen Orpheus-Remix mit Musik aus mehreren Epochen in jedem Klassenzimmer zum Leben erwecken!


Kaimakan und Pappatatschi

Kaimakan und Pappatatschi

Kinder

Funny Bone, gefürchteter Piratenkapitän auf der St. Cecilia, hat ein Problem: seit über 500 Jahren liegt auf seiner Familie ein Fluch - der Fluch zum Fluchen. Dabei wäre Funny Bone gern ein Gentleman, vor allem als er an Bord unverhofft Damenbesuch bekommt: Isabella, auf der Suche nach ihrem verschollenen Geliebten, strandet just auf jenem Schiff, das ihren Lindoro als Putzsklaven gefangen hält. Mit im Schlepptau hat sie ihren Onkel Taddeo, dem die Piraten, allen voran der finster blickende Haly, nicht ganz geheuer sind. Auch Isabella muss bemerken, dass sie mit ihrer üblichen vorlauten Kaltschnäuzigkeit nicht weiterkommt – ein guter Plan muss her, um Funny Bone von seinen Heiratsabsichten abzubringen und ihre Flucht zu organisieren. Taddeo versucht es über Funny Bones schwächste Stelle, seine Eitelkeit: Er bittet darum, von dem „großen Helden der Seefahrt“ lernen zu dürfen und als Pirat ausgebildet zu werden. Die Eignungsprüfung zum Kaimakan – Lehrling der Piraterie – besteht Taddeo glänzend. Allerdings versagt er bereits bei seinem ersten Auftrag: Er bringt es nicht fertig, Isabella bei einem romantischen Dinner an Deck mit dem Kapitän allein zu lassen und provoziert damit einen furchtbaren Wutanfall Funny Bones. Eine Chance auf Versöhnung scheint ausgeschlossen, die drei werden in Rumfässer gesperrt und sind ratlos. Da hat Lindoro eine Idee: Funny Bones größter Wunsch ist es doch, ein Gentleman zu werden. Also sollte man ihn zum Pappatatschi, Lehrling der guten Erziehung, ernennen und ihn dadurch versöhnen. Gesagt, getan. Die Aufnahmebedingung erweist sich allerdings als äußerst schwierig: Funny Bone darf nicht fluchen... Klabautermann Ahoi!


Der kleine Barbier

Der kleine Barbier

Kinder

Es ist doch zum Haarausraufen: Da hat sich Almaviva bis in die Haarspitzen in die schöne Rosina verliebt und kann noch nicht einmal mit ihr sprechen. Denn ihr Vormund, Dr. Bartolo, hat richtig Haare auf den Zähnen und erlaubt ihr nicht, aus dem Haus zu gehen. Da kann nur der gewitzte Friseur Figaro helfen ... Und der hat tatsächlich einen Plan: Almaviva soll sich als Monteur verkleiden, der im Hause Bartolos einen Wasserhahn reparieren wolle. Einmal im Haus, könne er sich dann mit Rosina heimlich verabreden. Gesagt, getan. Doch bevor Almaviva überhaupt in die Nähe von Rosina kommt, fliegt seine Verkleidung auf und Almaviva im hohen Bogen aus der Tür. Doch Figaro hat schon eine neue Idee. Diesmal schickt er Almaviva als Tanzlehrer Senor Pancha de la Mancha zu Rosina, um ihr – in Vertretung des erkrankten Senor Castagnetto – Flamenco beizubringen. Nachdem er bei den anwesenden Kindern sein Tanzlehrertalent bewiesen hat, erlaubt ihm der misstrauische Bartolo tatsächlich, Rosina zu unterrichten. Flüsternd teilt Almaviva ihr mit, dass sie um Mitternacht von Figaro und ihm entführt werden wird. Doch Bartolo hat sie belauscht, schmeißt den falschen Tanzlehrer erneut heraus und beschließt, Rosina auf der Stelle zu heiraten. Als er jedoch von seinen Einkäufen nach Hause zurückkehrt, wird er vor vollendete Tatsachen gestellt: Die Flucht von Rosina ist zwar misslungen, aber sie hat die Gelegenheit beim Schopfe gefasst und sich von dem von Bartolo bestellten Notaren Paragrafus Neunmalklug mit Almaviva trauen lassen. Da bleibt Bartolo nichts anderes mehr übrig, als dem jungen Paar zu gratulieren: „Musst ich auch Haare lassen, ich find es wunderbar!“


Armide

Armide

Kinder

Im Zauberreich herrscht dicke Luft. Armide ist langweilig, weshalb sie alles und jeden in Schweine zu verwandeln droht. Aber nicht genug damit. Armide will auch noch von ihren Freundinnen als große Zauberin gefeiert werden. Das sieht die Fee Lully aber gar nicht ein. Schließlich liegt die wahre Kunst des Zauberns nicht im bloßen Verwandeln von Dingen, sondern im Bezaubern von Menschen! Armide nimmt die Herausforderung an und schnappt sich den ahnungslosen Christoph. Kaum hat sie diesem eine rosarote Brille auf die Nase gezaubert, hat er sich auch schon in sie verliebt. Nun wäre für Armide alles gut, käme nicht Christophs Freundin in das Zauberreich, um ihren Geliebten zu suchen. Voller Entsetzen muss sie mit ansehen, wie Christoph mit Armide im Zaubergarten verliebt turtelt. Als es deswegen zum Streit zwischen Armide und dem Mädchen kommt, verzaubert Armide Christoph aus Rache in ein Schwein! Mit Hilfe der Kinder, dem Wurzelzwerg Willibald und der Fee Lully gelingt es dem Mädchen schließlich, Christoph aus den Händen Armides zu befreien...


Die göttliche Ordnung

Die göttliche Ordnung

Schauspiel

Die Schweiz im Jahr 1971: Hausfrau Nora lebt mit ihrem Mann Hans und ihren zwei Söhnen in einem friedlichen kleinen Dorf. Seit dem Mai 1968 ist ein Ruck durch die Gesellschaft gegangen, das soziale Gefüge ist im Wandel, doch abseits der großen Städte ist davon noch nicht viel zu spüren. Auch an Nora ist der gesellschaftliche und soziale Wandel bislang eigentlich spurlos vorübergegangen, sie lebt weiter ihr ruhiges, friedliches und harmonisches Leben. Doch dann beginnt sie auf einmal, sich leidenschaftlich und in aller Öffentlichkeit für das Frauenwahlrecht einzusetzen, und eckt damit im Dorf an. Nora ist wild entschlossen, das Wahlrecht durchzusetzen, und muss dazu genügend Männer überzeugen. Denn in deren Hand liegt die endgültige Entscheidung in dieser Sache …Der Film von Regisseurin und Autorin Petra Volpe wurde 2017 vielfach ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Schweizer Filmpreis und am Tribeca Film Festival. Das Drehbuch steht für eine eigene Bearbeitung zur Verfügung.


DRACULA infected

DRACULA infected

Komödie Schauspiel

Nach Hamlet for you und FRANKENSTEIN unlimited wagen sich die zwei Schauspieler Friedrich und Johannes nun an den nächsten Literaturklassiker: Dracula von Bram Stroker. Wie in den früheren Stücken der Reihe gibt es auch diesmal einen Konflikt zwischen den Schauspielern, denn Friedrich will sich streng an die Vorlage halten, während Johannes freier mit dem Stoff umgehen und die weiblichen Figuren stärken möchte. Außerdem verschwimmt der Roman mit unseren kollektiven Erfahrungen der Pandemiezeit, denn es kursiert das neuartige Dracula-Virus, das die Welt in Atem hält. Sebastian Seidel tritt in bekannter Manier mit humorvoller Offenheit an den über 200 Jahre alten Text heran und flicht wie nebenbei Themen ein, die uns im Hier und Heute beschäftigen.


Bérénice

Bérénice

Schauspiel

Bérénice, die Königin Palästinas, ist ihrem Geliebten Titus, nach dem Ende des Jüdischen Krieges vor fünf Jahren nach Rom gefolgt. Dort befindet sich seither auch Antiochus, König von Kommagene, der Bérénice ebenfalls liebt. Als Titus neuer Herrscher des römischen Reiches werden soll, möchte er Bérénice heiraten. Antiochus sieht sich als Nebenbuhler geschlagen und will abreisen. Titus fürchtet jedoch im letzten Moment den Zorn des Volkes und des Senats und sagt seine Heiratspläne ab. Titus bittet Antiochus, Bérénice darüber zu informieren und verspricht ihm dafür die römische Provinz Cilicien. Bérénice glaubt Antiochus nicht, als er den Befehl des Kaisers überbringt. Schon am nächsten Tag sollen beide gemeinsam abreisen. Die Königin schickt Antiochus fort und konfrontiert Titus. Der bleibt bei seiner Absicht und lässt Bérénice wütend und verzweifelt zurück. Aus Angst, die Geliebte könnte sich etwas antun, lässt Titus nach Antiochus rufen. Zuletzt treffen die drei aufeinander, nehmen Abschied und stellen damit das eigene Schicksal hintan, um dem politischen Willen zu genügen.


Abgebaut

Abgebaut

Schauspiel

In einer Kleinstadt in einem ehemaligen Uran-Abbaugebiet in Ostdeutschland. Seit Jahrzehnten beobachtet und verwaltet Achim das Sterben – das seiner Frau, seiner Freunde, des Bergbaugewerbes, der DDR, der Heimat. Bis ins hohe Alter überlebt hat einzig Achims Adoptivvater Gerd, und nun scheint auch für ihn die Zeit gekommen zu sein. Achim kümmert sich aufopfernd und routiniert, wie er sich sein Leben lang um alles gekümmert hat, was sich nicht wie seine Tochter Mieke irgendwann der Fürsorge entzogen hat. Mieke wiederum lebt zwar inzwischen in der Großstadt, wird den Geist ihrer Familiengeschichte jedoch nicht los: Die Angst, wie die Mutter an den Folgen der radioaktiven Strahlung zu sterben, hat sich in einer Angststörung manifestiert, deretwegen sie sich kaum unter Leute, geschweige denn in die alte Heimat traut. Jetzt liegt allerdings der Großvater im Sterben und Mieke überwindet sich zu einem Familienbesuch. Der Versuch, Achim unter die Arme zu greifen, wird zur gemeinsamen Vergangenheitsbewältigung – nicht nur für Vater und Tochter, sondern auch für den Großvater, dessen Leben in seinen letzten Tagen in intensiven Träumen an ihm vorbeizieht: Das Kriegsende, der Wiederaufbau eines neuen Staates, das Leben als Bergmann und Vater, und eine andere Art der Liebe, die niemals sein durfte. In ABGEBAUT erzählt Marek S. Bednarsky die Geschichte einer Außenseiterfamilie in Ostdeutschland, deren Leben seit Jahrzehnten auf den unterschiedlichsten Ebenen kontaminiert wird. Er verwebt dabei Traum und Realität, Vergangenheit und Gegenwart, um schließlich einen Raum für Versöhnung und Zukunft zu öffnen.


Das AI.skalte Herz

Das AI.skalte Herz

Pietro, das Synonym für Mittelmaß, lebt mit seinen Eltern im Plattenbau. Doch dank eines Stipendiums für sozial schwache Familien, um das sich der Vater bemüht hat, darf Pietro auf ein Elite-Internat wechseln. Dort angekommen beginnen die Probleme: Der Unterrichtsstoff ist viel schwieriger, die Klasse macht sich über ihn lustig und sein arroganter Mitbewohner Ezechiel tradet erfolgreich an der Börse. Das will Pietro auch: schnell viel Geld verdienen. Also durchsucht er Ezechiels Sachen und findet dort den Zugang zur SchatzHouseAI.In der Hoffnung, es würde alles einfacher machen, geht Pietro einen Pakt mit der KI ein. Er tauscht sein Herz gegen ein künstliches Siliziumherz. Es nimmt ihm seine Emotionen und gibt ihm alles Wissen der Welt. Plötzlich wird er Schulbester und verdient viel Geld. Doch die Beziehung zu seinem erkrankten Vater und zu seinem Schwarm Lisa leiden. Schließlich fliegt sein Schwindel auch noch auf, aber der Handel lässt sich nicht rückgängig machen. War es das wert?Daniel Ratthei schafft ein Theaterstück für Jugendliche, das viele aktuelle, gesellschaftliche Themen miteinander vereint: Künstliche Intelligenz, Leistungsdenken, Klassismus und Bildungsgerechtigkeit. Dabei spielt Ratthei besonders mit dem (Nicht-)Verstehen von Fachbegriffs-Collagen und anderen Ausdrucksweisen des Bildungsbürgertums.


Der Andere

Der Andere

Schauspiel

Ein Ehepaar in mittleren Jahren reist in die Ferienanlage, in der es sich seinerzeit kennen und lieben gelernt hat. An diesem Ort der ersten Verliebtheit möchten beide das alte Knistern ihrer Beziehung wiederentdecken, wird diese doch von den typischen Fragen einer Midlife-Crisis beherrscht: Trafen wir seinerzeit die richtige Entscheidung? Wie viel oder vielmehr, wie wenig Sex ist normal? Wer wäre ich, wenn ich mit jemand anderem zusammen wäre? Liegt das Schlimmste schon hinter uns oder steht es uns noch bevor? An diesem Ort treffen sie auf ein jüngeres Paar, das vor lauter Lust aufeinander nicht voneinander lassen kann. Ist dieses junge Paar real oder eine frühere Ausgabe der beiden, oder sind die anderen ein Traum, eine Projektion? Mit DER ANDERE setzt Monica Isakstuen ihr Projekt fort, die Position der Frau in der Familie zu ergründen, insbesondere die der starken Frau, die sich nicht abfinden will mit der Realität und der ihr zugeschriebenen Rolle. Und dies mit dem ihr eigenen Humor, bei dem das Lachen bisweilen im Halse stecken bleibt.