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wir sind nicht das ende


Carsten Brandau

Schauspiel


1 D | 1 H

Eine Liebesgeschichte in Deutschland, eine brisante Beziehung zwischen einer Frau um die 30 und einem der wahrscheinlichen Attentäter des 11.September. Brandaus Theaterstück beruht auf einer wahren Geschichte. Wie ergeht es einer Liebe im Strudel von Terror und Gewalt. Ein hochaktueller Stoff, poetisch-theatralisch verdichtet.

SIE ist 30 Jahre alt, alleinstehend. Sie arbeitet als Ärztin und versucht ein normales Leben zu führen. Doch nachts wird sie von der Vergangenheit eingeholt. Sie setzt sich in die Küche und trinkt Tee. Ihre Gedanken rennen, rasen. Wieder und wieder geht sie die Stationen ihres einstigen Zusammenlebens mit Ziad ab.

Drei Jahre lang war sie mit Ziad Jarrah verheiratet. Ziad war ihre große Liebe. Bis er am 11. September 2001 in den USA ein Passagierflugzeug entführt und es in Pennsylvania auf einen Acker abstürzen läßt. Nie war ihr an Ziad etwas aufgefallen. Nichts, was auf diesen 11. September hätte hinweisen können. War ihre Liebe nur eine große Lüge? Hat sie einen Terroristen geliebt, liebt sie ihn noch immer? Was für ein Mensch ist sie, dass ein Mörder sie liebt. Hat er sie überhaupt geliebt? Kann ein Mensch gehen, ohne ein Wort? Wenn er wirklich liebt? Oder hat sie diesen Mann, den sie liebte, gar nicht wirklich gekannt?

Sie hört Stimmen. Männer, die an ihre Tür klopfen, eintreten und fragen und fragen. Die von einem Ziad erzählen, der nicht ihr Ziad war. Männer vom BND, vom Verfassungsschutz, von der Polizei. Aber auch Freunde von Ziad, Weggefährten.

In dieser Nacht besucht sie auch ein "Freund" von Ziad, er trägt eine Maske. Wie einst Odysseus will auch Ziad sicher gehen, dass seine Frau ihn noch immer liebt. Doch die lässt sich nicht täuschen, durchschaut seine Maskerade. Sie spielt nicht mit, wie Penelope mitgespielt hat. Anstatt auf eine geduldig und listenreich wartende Gattin trifft Ziad auf eine Penelope, die verbittert und verstört ist: “Wie könnte ich jemanden wiedererkennen, den ich nie gekannt habe?”

Es entwickelt sich zwischen den beiden ein Wechselspiel aus Liebe, Hass und Lüge. Täuschung und Offenbarung. Aufklärung und Verdunkelung. Erinnerungen werden ausgetauscht, Zärtlichkeiten – Rache geübt. Eine selbstzerstörerische Aggressivität bricht sich Bahn.

"Wir sind nicht das Ende" beschreibt eine Nacht im Leben der Frau, die mit Ziad Jarrah verheiratet war. Eine dieser immer wieder-kehrenden Nächte im Leben von Aisha."
(Carsten Brandau)

Carsten Brandau hat seinen Theatertext auch als Hörspiel bearbeitet. Diese Fassung erhielt in der Vergangenheit eine Reihe an Auszeichnungen:
- 2. Platz beim ARD-Wettbewerb "Premiere im Netz" 2007
- 1. Preis beim Kurzhörspielwettbewerb "heimspiel" 2008 von 1live (WDR)
- 1. Preis beim "Leipziger Hörspielsommer" (MDR) in der Kategorie "Bester Autor"

UA Theater Dortmund (Container Vorplatz), 30. Mai 2008

ÖE: Nestroy/Hamakom Theater Wien, 25. August 2011

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Relation zum Titel wir sind nicht das ende
URL part wir-sind-nicht-das-ende
Subtitel
Originaltitel
Coautoren
Uebersetzung
Bearbeiter
Komponist
Genre Schauspiel
Subverlaginfo
Damen 1
Herren 1
Ergaenzung
Anmerkungen UA Theater Dortmund (Container Vorplatz), 30. Mai 2008 ÖE: Nestroy/Hamakom Theater Wien, 25. August 2011
Einleitung Eine Liebesgeschichte in Deutschland, eine brisante Beziehung zwischen einer Frau um die 30 und einem der wahrscheinlichen Attentäter des 11.September. Brandaus Theaterstück beruht auf einer wahren Geschichte. Wie ergeht es einer Liebe im Strudel von Terror und Gewalt. Ein hochaktueller Stoff, poetisch-theatralisch verdichtet.<p></p>
Haupttext SIE ist 30 Jahre alt, alleinstehend. Sie arbeitet als Ärztin und versucht ein normales Leben zu führen. Doch nachts wird sie von der Vergangenheit eingeholt. Sie setzt sich in die Küche und trinkt Tee. Ihre Gedanken rennen, rasen. Wieder und wieder geht sie die Stationen ihres einstigen Zusammenlebens mit Ziad ab. <br /><br />Drei Jahre lang war sie mit Ziad Jarrah verheiratet. Ziad war ihre große Liebe. Bis er am 11. September 2001 in den USA ein Passagierflugzeug entführt und es in Pennsylvania auf einen Acker abstürzen läßt. Nie war ihr an Ziad etwas aufgefallen. Nichts, was auf diesen 11. September hätte hinweisen können. War ihre Liebe nur eine große Lüge? Hat sie einen Terroristen geliebt, liebt sie ihn noch immer? Was für ein Mensch ist sie, dass ein Mörder sie liebt. Hat er sie überhaupt geliebt? Kann ein Mensch gehen, ohne ein Wort? Wenn er wirklich liebt? Oder hat sie diesen Mann, den sie liebte, gar nicht wirklich gekannt?<br /><br />Sie hört Stimmen. Männer, die an ihre Tür klopfen, eintreten und fragen und fragen. Die von einem Ziad erzählen, der nicht ihr Ziad war. Männer vom BND, vom Verfassungsschutz, von der Polizei. Aber auch Freunde von Ziad, Weggefährten.<br /><br />In dieser Nacht besucht sie auch ein &quot;Freund&quot; von Ziad, er trägt eine Maske. Wie einst Odysseus will auch Ziad sicher gehen, dass seine Frau ihn noch immer liebt. Doch die lässt sich nicht täuschen, durchschaut seine Maskerade. Sie spielt nicht mit, wie Penelope mitgespielt hat. Anstatt auf eine geduldig und listenreich wartende Gattin trifft Ziad auf eine Penelope, die verbittert und verstört ist: “Wie könnte ich jemanden wiedererkennen, den ich nie gekannt habe?”<br /><br />Es entwickelt sich zwischen den beiden ein Wechselspiel aus Liebe, Hass und Lüge. Täuschung und Offenbarung. Aufklärung und Verdunkelung. Erinnerungen werden ausgetauscht, Zärtlichkeiten – Rache geübt. Eine selbstzerstörerische Aggressivität bricht sich Bahn.<br /><br />&quot;Wir sind nicht das Ende&quot; beschreibt eine Nacht im Leben der Frau, die mit Ziad Jarrah verheiratet war. Eine dieser immer wieder-kehrenden Nächte im Leben von Aisha.&quot;<br />(Carsten Brandau)<br /><br />Carsten Brandau hat seinen Theatertext auch als Hörspiel bearbeitet. Diese Fassung erhielt in der Vergangenheit eine Reihe an Auszeichnungen: <br />- 2. Platz beim ARD-Wettbewerb &quot;Premiere im Netz&quot; 2007<br />- 1. Preis beim Kurzhörspielwettbewerb &quot;heimspiel&quot; 2008 von 1live (WDR)<br />- 1. Preis beim &quot;Leipziger Hörspielsommer&quot; (MDR) in der Kategorie &quot;Bester Autor&quot;
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Kritiken - Texte <p>„Die Uraufführung von ‚Wir sind nicht das Ende’, die Regisseur Manuel Harder in einen Überseecontainer vor dem Dortmunder Opernhaus verlagert hat, zieht den Zuschauer automatisch hinein in Aishas Erinnerungen, Visionen und Selbstgespräche. Man sitzt entlang der Containerwand, die ‚Bühne’ ist der schmale Gang dazwischen, auf dem die Schauspieler wenige Zentimeter entfernt agieren. Wellen werfende Spiegelfolie lässt das Sehen verschwimmen und zeigt: Unsere Wahrnehmung bleibt stets an der Oberfläche. Was wirklich in einem Menschen steckt, ist unsichtbar.<br />Carsten Brandaus Text ist eine Collage aus einander überlagernden Zeit- und Erzählebenen: Gerade noch spricht Aisha mit Ziad, im nächsten Moment mit dessen Freund. Zu keiner Zeit kann der Zuschauer sich einem linearen Erzählstrom anvertrauen – er bleibt auf der Hut, wird immer wieder aus der Szene gerissen und setzt sich diese fatale Liebesgeschichte aus Bruchstücken zusammen. <br />Die Regie unterstützt die inhaltlichen Brüche durch formale: Plötzlich erlischt alles Licht, oder es wird durch Mikrophone gesprochen. Vor allem dass mit dem intensiv agierenden, blitzschnell die Maske wechselnden Michael Kamp nur ein Schauspieler besetzt ist, verstärkt den ‚Verfremdungseffekt’. <br />Ihre letzte Rolle am Theater Dortmund gehört zu den wohl intensivsten für Birgit Unterweger: Sie brüllt und flüstert, fleht und trotzt, zittert und schwankt hospitalistisch. Eine Frau, die in den Abgrund schaute und nicht mehr herausfindet. Beklemmend.“ (Ruhr Nachrichten, 2008)</p><p>Netzkritiken zu Manuel Harders Inszenierung im Berliner Ballhaus Ost:</p><p>&quot;Manuel Harder verdichtet diesen Text zu einem intensiven, atmosphärisch tiefen Kammerspiel. Eine Tour de Force durch die verstörte Gefühlswelt einer Frau, die um ihre zerstörte Liebe ringt. [...] Birgit Unterweger ist der aktive Part dieses Stücks, [...] dominiert [...] selbst noch in den schwachen Momonten ihrer Figur. [...] Auch wenn Autor Brandau seinen Text immer wieder mit mystischer Symbolik auflädt, setzt Regisseur Harder ihn in recht einfache, eindrückliche Bilder um. Die Liebenden ringen miteinander, bis Ziad schließlich am Boden liegt.&quot; (<a href="http://blog.theater-nachtgedanken.de/2014/02/27/wir-sind-nicht-das-ende-von-carsten-brandau-ein-intensives-kammerspiel-in-der-regie-von-manuel-harder-zu-gast-am-ballhaus-ost/,">http://blog.theater-nachtgedanken.de/2014/02/27/wir-sind-nicht-das-ende-von-carsten-brandau-ein-intensives-kammerspiel-in-der-regie-von-manuel-harder-zu-gast-am-ballhaus-ost/</a> )</p><p>&quot;Der Autor Carsten Brandau kann letztlich die innere Zerrissenheit von Aisha gut rüberbringen, die Kombination von wehmütiger Empfindsamkeit und Verzweiflung. Ein interessanter Abend mit einer starken Birgit Unterweger.&quot; (<a class="external-link-new-window" href="http://pagewizz.com/ballhaus-ost-berlin-kritik-von-wir-sind-nicht-das-ende-29602/" external="1">http://pagewizz.com/ballhaus-ost-berlin-kritik-von-wir-sind-nicht-das-ende-29602/</a>)</p><p></p><p></p>
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