Neue Stücke

Salzsäure

Salzsäure

Schauspiel

Ita Zitenfeld wurde in Polen in eine jüdische Familie hineingeboren. Ita erzählt. Sie erzählt vom aufkommenden Nationalsozialismus. Von der Vertreibung der Juden, verwehrten Aufenthaltsgenehmigungen und einem Leben in Furcht. Sie erzählt aber auch von Liebe, von Freundschaft, Menschen, die sich für sie einsetzen und dem Meer. Ita erzählt sich. Von Sieradz über Brüssel nach Angers endet Itas Leben im Exil in Paris am Morgen der Razzia des Wintervelodroms, der sie nur durch die Einnahme von Salzsäure entkommt. Guillaume Viry beschreibt mit bildgewaltiger Sprache, das (Innen-)Leben Ita Zitenfelds spannend, berührend und hochpoetisch.


Drama dama

Drama dama


Macbeth – Gwiss is nur, dass nix gwiss is

Macbeth – Gwiss is nur, dass nix gwiss is

Komödie

Lady Macbeth wäre gerne noch Königin Mutter bevor sie nur noch Suppe in der Schnabeltasse zu sich nehmen kann. Deswegen schiebt sie die Karriere ihres Sohnes in Richtung Thron mit allen Mitteln an. Es wird intrigiert, gelogen und lustig vor sich dahingemordet. Gewürzt mit hintersinnigem bayrischen Humor, Gesang und einem Dudelsackspieler ergibt dies eine wahnsinnig-lustige-schottisch-bayrische Geschichte.


Orpheus - und andere g'schlamperte Verhältnisse

Orpheus - und andere g'schlamperte Verhältnisse

Die bayerische Antwort auf "Orpheus in der Unterwelt". “Den Göttern sei Dank“ denkt sich Orpheus, als sein ach so geliebtes Weib von Pluto, dem Herrscher der Unterwelt, in dessen Reich entführt wird. Doch die Freude wehrt nicht lange, als Orpheus von der öffentlichen Meinung genötigt wird, Beschwerde vor Jupiter im Olymp vorzutragen und sein Weib zurückzufordern. Dieser verspricht ihm feierlich, die Entführte wieder zu befreien. Gemeinsam beschreiten sie nun den Weg ins Reich der Finsternis. Eine himmlisch-höllische Komödie in 3 Akten.


non-existent

non-existent

Drei Frauen – Großmutter, Tochter und Enkelin – sitzen in einer gemütlichen Wohnung in einer europäischen Hauptstadt beim Abendessen zusammen. Sie reden über die Einkäufe, den bevorstehenden Wochenendausflug und die Schularbeiten der Jüngsten, ganz als würden sie schon immer hier leben. Dabei sind sie erst vor wenigen Monaten in dieses Haus eingezogen, in dem sie als die ukrainischen „Flüchtlinge“ bekannt sind. Sie selbst bezeichnen sich eher als „vorübergehend Vertriebene“, ihre traumatischen Erfahrungen sieht man ihnen zunächst nicht an. Es scheint nahezu unvorstellbar, dass die drei eben noch unter Bombenalarm aus dem Haus stürmten oder vor den Toren Europas im Stau standen, auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Natalka Vorozhbyt schreibt über das Leben und die Liebe in Zeiten des Krieges. Mit psychologischem Feinsinn und emotionaler Tiefe berichtet sie von drei Frauen unterschiedlicher Generationen im Exil und von deren Kontaktversuchen in eine Heimat, die nur noch in der Erinnerung existiert.


Die Rose der Aphrodite

Die Rose der Aphrodite

Schauspiel

Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es seit einigen Jahren nicht mehr. Unerträglich heiße Temperaturen haben das öffentliche Leben zum Einsturz gebracht und einen Aufstand auf den Plan gerufen, die Regierung wurde gestürzt, die Verfassung ausgehebelt. Die Überreste der Menschheit haben sich zusammengefunden und versuchen sich an einer besseren Welt – einer Welt voller Sensitivität: Orgien, mutierter Tierwesen und einer Theorie der Liebe, die noch nicht ganz in der Praxis angekommen ist. In dieser Welt hat sich eine Gruppe von Forscher_innen, Künstler_innen, Avantgardist_innen zusammengefunden, um sich mit einem Floß auf die Suche nach den sagenumwobenen Blühlanden zu machen. DIE ROSE DER APHRODITE bedient sich unterschiedlicher Motive und Genres: Angelehnt an den Werner Herzog-Film „Aguirre – Der Zorn Gottes“ wird im Rahmen eines mythischen Science Fiction-Settings die Suche nach El Dorado erzählt, ohne dabei Poesie, die Tiefen der Psychoanalyse oder einen Einblick in künstlerische Schaffensprozesse zu scheuen. Im Gesamtbild zeichnet sich eine Utopie – und die Erkenntnis, dass diese Utopie wie alle Utopien aus sich selbst heraus überwunden werden muss, weil in der besten aller möglichen Welten bereits angelegt ist, über sich hinauszuwachsen.


Ich sehe was, was ihr nicht seht

Ich sehe was, was ihr nicht seht

Kinder

Selig die, deren Neugierde auf die Welt ungetrübt ist! Ein Ausflug mit den Eltern und es könnte so schön sein - nein, es ist so schön: Für das Kind zumindest, das vorangeht und seine Umwelt sehen, anfassen und erforschen möchte. Die Eltern hingegen stolpern durch die Gegend, den Blick immer aufs Handy gerichtet, denn sie brauchen zum Glücklichsein Wetter-Apps, Push-Nachrichten und Navigation. Damit ist es allerdings vorbei, als die Geräte nass werden. Und jetzt? Kein Problem, denn das Kind kennt den Weg und dazu noch ein paar andere Tricks. Ein großartiger Spaß in launigen Bildern, der Erwachsene und Kinder gleichermaßen zum Lachen bringen dürfte und den Blick öffnet für das, was wirklich wichtig ist.


Cumin

Cumin

Schauspiel

Noor und Zula sind Cousinen. Noor arbeitet als Starköchin in Indien, während Zula an ihrer Karriere als Choreografin in Deutschland feilt. Der Tod ihrer Mütter bringt die beiden nach Jahren ohne Kontakt wieder zusammen. Zwei Lebensentwürfe, die sich stark unterscheiden und doch Gemeinsamkeiten bergen, prallen aufeinander. Dabei kommen nicht nur die Wünsche und Sehnsüchte jenseits tradierter Rollenbilder, sondern auch ein lang gehütetes Familiengeheimnis zur Sprache.


Herr Fuchs mag Weihnachten

Herr Fuchs mag Weihnachten

Kinder

Herr Fuchs liebt Bücher und verschlingt sie – wortwörtlich! In dieser Geschichte besucht er seinen Namensvetter Herrn P. Fuchs in Lappland, der als Ghostwriter für den Weihnachtsmann Post beantwortet. Herr Fuchs springt als Krankheitsvertretung ein, frisst aber danach die köstlichen Wunschzettel mit Zimt und Zucker. Eine Katastrophe droht, denn wer soll jetzt noch wissen, was die Kinder sich wünschen? Herr Fuchs muss sich etwas einfallen lassen, um das Weihnachtsfest zu retten. Die Stoffrechte für eine eigene Bühnenadaption dieser großartigen Weihachtsgeschichte sind bei uns erhältlich.


Der schwierige Raum

Der schwierige Raum

Hörspiel Schauspiel

Angesichts der gegenwärtigen Krisen haben Utopien Konjunktur. Wo wollen wir hin? Was soll bleiben? Was sich ändern? Kurz: Wie können Utopien heute aussehen? Die junge Agape glaubt noch immer an das Gute im Menschen. Zumindest das Kind in ihr. Doch langsam zehrt der Versuch, diesen Glauben gegen die Lebenswirklichkeit und das Umfeld zu behaupten, an ihren Kräften. Auf der Suche nach einer Zukunft, die nicht länger geprägt ist von Entfremdung, drohender Klimakatastrophe, desolatem Bildungssystem, Rassismus …, startet Agape den Aufruf, eine „bessere Welt“ zu bauen: alles ist möglich, alles erlaubt (was die Sache nicht einfacher macht). Der weiße, unbefleckte Raum, der sich vor ihr auftut, scheint eine letzte Chance, zu realisieren, was ihrem Herzen vorschwebt. Schon bald jedoch entpuppt sich der Versuch, gemeinsam mit anderen die ideale Gesellschaft zu formen als schwierig. Denn allzu schnell wird aus gutgemeinten Vorschlägen ein starres Regelwerk. Das Wertesystem bleibt im Bekannten verstrickt und schnürt die Einzelnen in ein Korsett. Am Ende schwebt die Frage im Raum: Wie flexibel kann Gesellschaft gedacht werden? Und was ist eigentlich mit der Demokratie?